Marvel / Guardians of the Galaxy

Amanda Seyfried bereut ihr Nein zu Gamora nicht: „Das war einfach nichts für mich“

Amanda Seyfried hat die Rolle der Gamora in „Guardians of the Galaxy“ abgelehnt und würde es wieder tun. Sie habe sich für ihre Familie entschieden – und gegen Maskenmobil, Stunts und einen sprechenden Waschbären.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
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Amanda Seyfried bereut ihr Nein zu Gamora nicht: „Das war einfach nichts für mich“
Universal Pictures

Amanda Seyfried hat noch einmal erklärt, warum sie die Rolle der Gamora in „Guardians of the Galaxy” abgelehnt hat – und dass sie die Entscheidung bis heute nicht zurücknehmen würde. Bei einem Gespräch der SAG-AFTRA Foundation, aus dem Deadline zitiert, nannte sie die Rolle „einfach nichts für mich”. Entschieden habe sie sich damals „für meine Familie”.

Gamora spielte stattdessen Zoe Saldana, und zwar über zwölf Jahre hinweg: in allen drei Guardians-Filmen, im „The Guardians of the Galaxy Holiday Special” sowie in „Avengers: Infinity War” und „Avengers: Endgame”. Seyfried räumt ein, dass sie sich bei dem Film geirrt hat. Bereuen will sie die Absage trotzdem nicht.

„Der Baum und der Waschbär reden miteinander”

„Guardians of the Galaxy abzulehnen, war für mich damals einfach so offensichtlich”, sagte Seyfried. „Ich dachte: Das wird kein Hit. Der Baum und der Waschbär reden miteinander. Und dann sind auch noch alle im Weltraum.” Sie habe gefürchtet, ein Flop könne ihrer Karriere ernsthaft schaden: „Das ruiniert meine Karriere, wenn das schlecht wird. Und die Chance ist hoch, dass es schlecht wird.”

Dass es anders kam, gibt sie offen zu. „Offensichtlich lag ich falsch. Aber ich nehme die Entscheidung trotzdem nicht zurück. Ich habe sie für mich getroffen, für die Familie, von der ich wusste, dass ich sie haben will.” Dazu kommen ganz handfeste Gründe: Sie wolle nicht stundenlang im Maskenmobil sitzen, möge keine Stunts und keine Höhen – und tue sich schwer damit, eine ganze Welt nur vor sich zu sehen, die gar nicht da ist. „Ich brauche etwas, woran ich mich festhalten kann.”

Eine Absage mit Vorgeschichte

Ganz neu ist die Geschichte nicht. Dass sie eine große Rolle in dem Marvel-Film ausgeschlagen hatte, deutete Seyfried schon vor Jahren an, im Frühjahr 2025 erzählte sie erneut davon. So ausführlich wie jetzt hat sie ihre Gründe aber selten ausgebreitet – und so deutlich gemacht, dass die Familienplanung den Ausschlag gab und nicht nur die Skepsis gegenüber sprechenden Waschbären.

Die Skepsis teilte damals mancher in Hollywood. „Guardians of the Galaxy” galt vor dem Start als Wagnis: ein Team weitgehend unbekannter Comicfiguren, ein Regisseur ohne Blockbuster-Erfahrung. Am Ende spielte der Film von James Gunn weltweit rund 773 Millionen Dollar ein und machte die Guardians zu einer der beliebtesten Gruppen im MCU.

Seyfried und Christopher Abbott in Nathan Fielders Doku

Auf der Leinwand ist Seyfried derzeit an anderer Stelle zu sehen: In Nathan Fielders Dokumentarfilm „You Can See Everything” über die verurteilte Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes spielt sie Holmes in nachgestellten Szenen – die Rolle kennt sie bereits aus der Serie „The Dropout”. An ihrer Seite steht Christopher Abbott, der im MCU künftig Professor X spielt und gerade erklärt hat, warum er nicht in „Avengers: Doomsday” auftritt.

Die Guardians-Geschichte selbst ist mit „Guardians of the Galaxy Vol. 3” von 2023 abgeschlossen, James Gunn leitet inzwischen gemeinsam mit Peter Safran die DC Studios. Gamora blieb damit dauerhaft eine Rolle von Zoe Saldana – und Seyfried eine der wenigen Schauspielerinnen, die öffentlich erklären, warum sie dem MCU abgesagt haben.

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