Guardians of the Galaxy: Wie der Film das MCU für immer veränderte

Guardians of the Galaxy: Wie der Film das MCU für immer veränderte Disney

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04.05.2026 19:00 Uhr

Ein sprechender Baum und ein bewaffneter Waschbär? Was 2014 als massives Risiko begann, veränderte das MCU für immer. Erfahre, warum dieser Film einen Meilenstein darstellt.

Erinnerst du dich an das Kinojahr 2014? Damals galten Helden wie Iron Man und Captain America als die sicheren Zugpferde des Marvel Cinematic Universe. Selbst kosmische Götter wie Thor verbrachten ihre Zeit am liebsten auf der Erde oder in Asgard – zumindest bis „Thor: Tag der Entscheidung”. Dann brachte Regisseur James Gunn „Guardians of the Galaxy” auf die große Leinwand und riskierte für die Marvel Studios fast alles.

Das größte Risiko der Marvel-Studios

Ein sprechender Baum, der nur drei Worte kennt, und ein schießwütiger Waschbär klangen auf dem Papier völlig absurd. Niemand kannte diese obskuren Comic-Figuren. Regisseur James Gunn bewies jedoch Mut und besetzte die Hauptrolle des Peter Quill ausgerechnet mit Chris Pratt, der damals vor allem durch seine TV-Rolle in Parks and Recreation bekannt war. Pratt trainierte hart für den Film und zahlte das Vertrauen vollends zurück. Flankiert von den Stimmen von Bradley Cooper als Rocket und Vin Diesel als Groot startete „Guardians of the Galaxy” ein völlig neues Franchise und veränderte sogar die zukünftigen Comic-Darstellungen der Truppe massiv.

Space-Opera mit echtem Herzen

Mit diesem Meisterwerk umarmte das MCU zum ersten Mal das Subgenre der Space-Opera. Du erlebst fremde Welten, intergalaktische Verträge und begegnest kosmischen Kriegsherren wie Ronan und Thanos. Letzterer feierte hier seinen ersten großen Auftritt durch Josh Brolin. Doch die fantastischen Spezialeffekte bilden nur die äußere Kulisse. Die wahren Stärken des Films liegen in seinen tiefgreifenden Emotionen und dem unvergesslichen Soundtrack.

Im Kern geht es bei Guardians nicht wirklich um Raumschiffe, kosmische Relikte, sprechende Bäume oder gereizte Waschbären. Es geht um Verlust, den Wunsch jedes Menschen nach Verbindung und um gefundene Familien.

Jedes Mitglied dieser ungleichen Truppe trägt schwer an seiner Vergangenheit. Quill trauert um seine Mutter, Gamora versucht dem Trauma durch ihren Adoptivvater Thanos zu entkommen und Rocket verbirgt massive emotionale Narben. Diese tiefen Charakterbögen bewiesen eindrucksvoll, dass das MCU völlig unterschiedliche Töne anschlagen und trotzdem bedeutungsvolle Geschichten erzählen kann. Hätte dieser Film an den Kinokassen versagt, sähe das heutige MCU mit Sicherheit viel konservativer aus.

Rückkehr in Avengers: Doomsday?

Blicken wir in die Zukunft der Multiverse-Saga: Tauchen unsere galaktischen Außenseiter im kommenden Film Avengers: Doomsday auf? Aktuell sieht es düster aus. Weder Trailer noch Promo-Material zeigen die neue Iteration des Teams, die sich nach „Guardians of the Galaxy Vol. 3” formierte. Keiner der Schauspieler bestätigte bisher seine Beteiligung. Die Macher heben sich die Truppe womöglich erst für „Avengers: Secret Wars” auf.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Das Ende des dritten Guardians-Films versprach die Rückkehr des legendären Star-Lord. Peter Quill verließ sein Team und kehrte zur Erde zurück, um seinen Großvater zu besuchen. Wenn also die nächste multiversale Krise zuschlägt, weilt Quill bereits auf der Erde und greift vielleicht entscheidend in den Kampf ein. Bis wir das erfahren, diskutieren wir nächste Woche im Rahmen unseres Rewatch-Specials über „Avengers: Age of Ultron”!

Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
28.08.2014
Regisseur/in
James Gunn
Drehbuch
James Gunn
Nicole Perlman