Star Wars: Spider-Man-Regisseur Jon Watts soll die neue Skywalker-Trilogie starten
Jon Watts soll den ersten Film der neuen Star-Wars-Trilogie von Simon Kinberg inszenieren – dem nächsten Kapitel der Skywalker-Saga. Disney hat das Projekt aber noch nicht freigegeben.
Lucasfilm hat offenbar den Regisseur für den nächsten großen Schritt der Skywalker-Saga gefunden. Jon Watts, der mit Tom Holland die drei Spider-Man-Filme „Spider-Man: Homecoming”, „Spider-Man: Far From Home” und „Spider-Man: No Way Home” gedreht hat, soll den ersten Film der neuen Star-Wars-Trilogie inszenieren, die Simon Kinberg schreibt. Das bestätigt Deadline. Lucasfilm selbst wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.
Für Watts ist es keine Premiere in der weit, weit entfernten Galaxis: Gemeinsam mit Christopher Ford hat er die Disney+-Serie „Star Wars: Skeleton Crew” erfunden und dort selbst Regie geführt. Nun soll er den Sprung vom Streaming-Format auf die große Leinwand machen – und zwar ausgerechnet mit dem Projekt, das die Geschichte der Familie Skywalker nach „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers” weitererzählen soll.
Was über die neue Trilogie bekannt ist
Kinbergs Trilogie ist seit 2024 in Arbeit und wurde lange als eines der am besten gehüteten Projekte bei Lucasfilm gehandelt. Nach Informationen des Hollywood Reporter ist sie als nächstes Kapitel der Skywalker-Saga angelegt, also im Anschluss an die Episoden I bis IX. Rechnet man weiter, wäre der erste Film Episode X. Offiziell trägt das Projekt noch keinen Titel, und ob Lucasfilm die Episodenzählung überhaupt fortführt, ist nicht bestätigt.
Laut dem Hollywood Reporter soll Rey in der neuen Trilogie in irgendeiner Form auftauchen – die Figur, die Daisy Ridley in der Sequel-Trilogie zwischen 2015 und 2019 gespielt hat. Wie groß ihr Anteil ausfällt, ist offen. Ebenso offen ist, wie sich die Trilogie zum seit Jahren angekündigten Rey-Film von Sharmeen Obaid-Chinoy verhält, in dem Ridley eine neue Jedi-Ordnung aufbauen sollte. Eine Aussage von Lucasfilm dazu gibt es nicht.
Noch kein grünes Licht von Disney
Wichtig für die Einordnung: Der Film ist noch nicht beschlossen. Nach Angaben des Hollywood Reporter befindet sich das Projekt weiterhin in der Entwicklung und hat vom Mutterkonzern Disney noch kein grünes Licht bekommen. Nach „Star Wars: Starfighter” sei es aber das Kinoprojekt, das auf dem Weg dorthin am weitesten fortgeschritten ist. Einen Kinostart gibt es entsprechend nicht, auch kein Zieljahr.
Diese Vorsicht hat bei Star Wars Tradition. Seit 2019 wurden mehrere Kinofilme angekündigt, die bis heute nicht erschienen sind – darunter die Trilogien von David Benioff und D. B. Weiss sowie von Rian Johnson, Patty Jenkins’ „Rogue Squadron” und ein Film von Taika Waititi. Dass mit Watts jetzt ein Regisseur feststeht, macht Kinbergs Trilogie aber deutlich greifbarer als die meisten dieser Projekte.
Warum gerade Jon Watts?
Watts gilt in Hollywood als verlässlicher Regisseur für große Studioproduktionen. Nach dem Independent-Thriller „Cop Car” holte ihn Marvel für den Neustart von Spider-Man im MCU, und seine drei Filme wurden von Teil zu Teil größer und erfolgreicher. „Spider-Man: No Way Home” war lange der erfolgreichste Solo-Superheldenfilm überhaupt – ein Rekord, den erst in diesem Jahr „Spider-Man: Brand New Day” gebrochen hat, bei dem Destin Daniel Cretton die Regie übernommen hatte.
Mit „Star Wars: Skeleton Crew” hat Watts zudem bewiesen, dass er den Ton von Star Wars trifft. Die Serie mit Jude Law brachte ein Abenteuergefühl im Stil der Achtzigerjahre-Filme von Amblin in das Franchise und wurde von der Kritik gelobt, fand aber kein großes Publikum. Dabei arbeitete Watts bereits eng mit Dave Filoni zusammen, der inzwischen an der Spitze von Lucasfilm steht. Zuletzt drehte Watts für Apple den Thriller „Wolfs” mit George Clooney und Brad Pitt.
Wie es bis dahin mit Star Wars im Kino weitergeht
Bevor die Skywalker-Saga fortgesetzt werden kann, ist erst einmal „Star Wars: Starfighter” dran. Der Film von Shawn Levy mit Ryan Gosling befindet sich in der Postproduktion und startet am 26. Mai 2027 in den deutschen Kinos, pünktlich zum 50. Jubiläum von Star Wars. Er spielt fünf Jahre nach „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers”, erzählt aber eine eigenständige Geschichte mit neuen Figuren.
Alle Filme und Serien, die Lucasfilm bereits mit Termin angekündigt hat, findest du in unserer Übersicht der Star-Wars-Starttermine. Wer vorher noch einmal alle Episoden nachholen will, findet die richtige Reihenfolge der Star-Wars-Filme bei uns.
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