Star Wars Neustart: Wie Kinberg und Rey die Sequel-Fehler beheben
Die Sequel-Trilogie spaltet die Fanbase bis heute. Jetzt will Disney mit neuen Filmen rund um Rey und einer geheimen Kinberg-Trilogie alles besser machen und das Franchise komplett neu starten.
Erinnere dich zurück: „Star Wars: Das Erwachen der Macht” spülte zwar über zwei Milliarden US-Dollar in die weltweiten Kinokassen, doch der Film legte den Grundstein für die größten erzählerischen Probleme der gesamten Sequel-Trilogie. Statt die Geschichte der weit, weit entfernten Galaxis mutig voranzutreiben, drückte Disney den Reset-Knopf. Die Rebellen hießen plötzlich Widerstand, das Imperium mutierte zur Ersten Ordnung und die Jedi blieben so rar wie am Ende der Original-Trilogie. Wir bekamen schlichtweg eine Nacherzählung des Originals.
Zwar brachte Kylo Ren viel Potenzial mit und der mutige Leinwandtod von Han Solo bewies Risikobereitschaft, doch der erhoffte frische Wind blieb aus. Als Rian Johnson mit „Star Wars: Die letzten Jedi” versuchte, diese Kritikpunkte anzugehen, war es bereits zu spät. Der spätere Versuch, mit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers” das Ruder noch einmal herumzureißen, endete in einem kreativen Chaos. Selbst Kino-Rückkehrer wie „The Mandalorian and Grogu” konnten diese fundamentalen Schwächen bisher nicht ausbügeln.
Ein echter Reboot: Die Zukunft abseits der Skywalker-Saga
Was das Franchise jetzt dringender denn je braucht, ist ein echter Neustart. Eine völlig neue Ära mit originellen Helden, finsteren Schurken, neuen Planeten und frischen erzählerischen Ideen. Serien wie „Andor”, „Star Wars: Skeleton Crew” und die ersten Staffeln von „The Mandalorian” beweisen eindrucksvoll: Star Wars blüht auf, wenn es mutig mit Genres, Tonfällen und Themen experimentiert. Auch die Geschichten der High Republic zeigen mit ihren machtfressenden Kreaturen genau die Art von innovativer Story, die das Universum braucht.
Glücklicherweise hat Lucasfilm genau das erkannt. Aktuell befinden sich zwei gewaltige Kino-Projekte in der Entwicklung, die das Franchise für eine neue Generation rebooten sollen. Zum einen der vorläufig betitelte Film Star Wars: New Jedi Order von Regisseurin Sharmeen Obaid-Chinoy, in dem Daisy Ridley zurückkehrt. Dieser Film spielt 15 Jahre nach den Ereignissen des letzten Teils und soll definieren, was es bedeutet, in einer befreiten Galaxis ein Jedi zu sein.
Zum anderen arbeitet Simon Kinberg an einer streng geheimen Trilogie, für die laut Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy im März ein neues Konzept erwartet wurde. Parallel dazu erwartet uns am 28. Mai 2027 mit „Star Wars: Starfighter” von Shawn Levy und mit Ryan Gosling ein Projekt, das fünf Jahre nach den Sequels ansetzt. Zu diesem Film lieferte der Regisseur bereits eine klare Ansage:
Es ist als einmaliges, eigenständiges Abenteuer gedacht.
Ob diese Projekte jemals das Licht der Kinoleinwand erblicken? Bei der Historie an angekündigten und wieder verworfenen Star-Wars-Filmen bleibt eine gesunde Skepsis angebracht. Doch sie repräsentieren die absolut beste Chance für Disney, die erzählerischen Altlasten der Sequels endgültig hinter sich zu lassen.
- Titel
- Star Wars: Starfighter
- Start
- 26.05.2027
- Regisseur/in
- Shawn Levy
- Drehbuch
- Jonathan Tropper
- Franchise / Filmreihe(n)