Die zwölfte Staffel von American Horror Story trägt den Untertitel Delicate und beruht erstmals nicht auf einer Originalidee, sondern auf Danielle Valentines Roman Delicate Condition, der oft als feministische Neudeutung von Rosemaries Baby beschrieben wird. Der Auftakt eröffnet mit einem Vorgriff: Schauspielerin Anna Victoria Alcott (Emma Roberts) erwacht neben einem Fremden, der einen zerrissenen, blutverschmierten Ultraschall in ihrem Bett zurücklässt. Die Handlung springt anschließend eine Woche zurück.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Dexter (Matt Czuchry) beginnt Anna den bereits dritten Anlauf einer künstlichen Befruchtung. Bei der Eizellentnahme kann der Arzt neun Eizellen gewinnen und gibt sich optimistisch. Anna klagt über Schmerzen und fühlt sich im Wartezimmer beobachtet; besonders das seltsame Verhalten einer Mrs. Preecher, die sie zu erkennen scheint, verunsichert sie.
Ihre Publizistin Siobhan (Kim Kardashian) bestärkt Anna in ihren Plänen. Immer wieder häufen sich beunruhigende Momente: Anna wird von Schritten verfolgt, dreht sich um und sieht niemanden. Kurz darauf meldet die Klinik, dass sich zwei Embryonen entwickeln und der Transfer in wenigen Tagen erfolgen kann.
Bei einem Talkshow-Auftritt entdeckt Anna Mrs. Preecher im Publikum, was sie zutiefst erschreckt. In ihrer Garderobe findet sie eine alte Puppe aus ihrer Kindheit wieder. Zuhause spürt sie einen Verfolger und glaubt, im Spiegelbild eines großen Messers eine fremde Frau namens Ivy zu erkennen.
Während des Embryotransfers taucht Mrs. Preecher erneut in einer verstörenden Vision auf: Sie zieht sich die eigene Zunge heraus, während Annas Mund zugenäht erscheint. Die Grenze zwischen Realität und Wahn beginnt für Anna zu verschwimmen.
Zum Ende kehrt die Folge zur Anfangsszene zurück. Der vermeintliche Eindringling entpuppt sich als Streich, das Blut als Lippenstift. Anna erhält eine Nachricht, die sie auffordert, in den Spiegel zu sehen – dort steht die Warnung: Tu es nicht, Anna.