Hijack
Bild zur Serie: Hijack

Hijack Staffel 2

Originaltitel: Hijack

Staffel 2 Episodenguide von Hijack

  • Staffel 2, Folge 1
    DE:

    Die zweite Staffel von Hijack setzt rund zwei Jahre nach der Entführung von Flug KA29 an und verlagert den Schauplatz von der Luft in den Untergrund. Sam Nelson befindet sich in Berlin und ist auf dem Weg zu einem Treffen mit einem Vertreter der Bundesjustiz, als er in eine U-Bahn steigt.

    Unterwegs begegnet ihm Mei Tan, die ihn von einem früheren Geschäft wiedererkennt. Kaum fährt der Zug an, spricht Sam gezielt einen jungen Mann an und fragt ihn nach dem Inhalt seiner Tasche. Er meldet ihn der Polizei, woraufhin die Beamten den Mann beim Verlassen des Wagens bedrängen.

    Die Szene wirkt zunächst wie ein Fall von Racial Profiling: Der Urdu sprechende Mann wird hart angegangen, andere Fahrgäste beginnen, das Geschehen mit ihren Handys zu filmen. Der Eindruck einer Eskalation aus Vorurteilen bestimmt die erste Hälfte der Folge.

    Am Ende kippt die Perspektive: Sam hat die Situation bewusst inszeniert, um die Polizei aus dem Zug zu lotsen. „Ich entführe diesen Zug", eröffnet er Otto, während der Blick aus dem Führerstand ihn in einem völlig neuen Licht zeigt. Der Auftakt dreht die Ausgangslage der Serie um und lässt offen, was in den vergangenen Monaten mit Sam geschehen ist.

  • Staffel 2, Folge 2
    DE:

    Die zweite Staffel verlegt die Geiselnahme vom Flugzeug in einen Berliner U-Bahn-Zug: Sam Nelson hat den U5-Zug unter seine Kontrolle gebracht. Zu Beginn der Folge muss Clara ihrem Vorgesetzten gestehen, dass sie den Zug „verloren" hat. Als dieser den Fahrer kontaktieren will, meldet sich stattdessen Sam – und besteht darauf, ausschließlich auf Englisch zu verhandeln.

    Sams zentrale Forderung: Die deutsche und die britische Regierung sollen John Bailey-Brown ausfindig machen, eine Schlüsselfigur der Firma Cheapside, die hinter der Kingdom-Air-Entführung der ersten Staffel steckte und sich derzeit in Berlin aufhält.

    Während sich die Lage zuspitzt, versucht Polizeichefin Winter, die Kontrolle zurückzugewinnen, indem sie die Gleise blockiert und Spezialkräfte in Stellung bringt. Sam nimmt derweil den Radfahrer Freddie als Geisel, drückt ihm einen Koffer in die Hand, der eine Bombe enthalten soll, und stellt den deutschen Behörden ein Ultimatum: Bis 11 Uhr müssen sie ein blockierendes Hindernis auf der Strecke beseitigen – andernfalls „werden sie es herausfinden".

    Die Folge endet mit einem Cliffhanger: Vor den Augen der im Kontrollzentrum mitverfolgenden Beobachter scheint Freddie auf dem Bahnsteig in die Luft zu fliegen, bevor die Kameras ausfallen. Der Eindruck: Sam habe einen Menschen kaltblütig getötet. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen inszenierten Bluff – der Rauch stammt von beschädigter Elektronik in der Station, und Freddie überlebt zunächst und wird zurück in den Zug gebracht.

  • Staffel 2, Folge 3
    DE:

    Die Folge beginnt mit einer Täuschung: Der Aktenkoffer, den Sam Nelson von Freddie auf den Bahnsteig tragen ließ, enthielt keinen Sprengstoff, sondern nur Rauch. Der vermeintliche Anschlag war ein Trick, und Freddie kehrt in den Führerstand des Zuges zurück, während die Behörden zunehmend die Kontrolle über die Lage zu verlieren fürchten.

    Nun wird der eigentliche Antrieb der Entführung enthüllt: Sams und Marshas Sohn Kai kam genau ein Jahr zuvor ums Leben, und Sam macht John Bailey-Brown dafür verantwortlich. Die Verhandlerin Clara nutzt dieses Wissen mit Hilfe von Faber, um über Funk auf Sam einzuwirken.

    Die Ermittlungen ergeben, dass sich John Bailey-Brown tatsächlich in Deutschland aufhält. Die Einreisedaten des Hamburger Grenzübergangs wurden jedoch von einer IP-Adresse gelöscht, die zu einem unscheinbaren, vom deutschen Staat an die Briten überlassenen Gebäude gehört. Dahinter steckt Faber: Der MI5 hält Bailey-Brown fest und beschützt ihn. Als Winter droht, das Ganze aufzudecken, lässt Faber seinen Agenten Lang ein Foto von Bailey-Brown schicken.

    Sam erhält dieses Foto und glaubt kurz, die Sache sei ausgestanden. Doch dann folgt die entscheidende Wendung: Sam wird selbst erpresst. Jemand beobachtet Marsha und schickt ihm bedrohliche Nachrichten mit Anweisungen – die jüngste lautet, Bailey-Brown mit an Bord des Zuges zu holen. Sam weiht Otto und Freddie in seine Zwangslage ein, nicht aber Clara und Winter.

    Als der Zug den Strom verliert, entdecken Sam und Otto draußen auf den Gleisen eine unter dem Waggon montierte Bombe. Scheitert Sam an seiner Mission, sterben nicht nur Marsha, sondern alle Insassen. Zeitgleich dringt jemand in den Führerstand ein und ermordet Freddie. Mei findet die Leiche und verdächtigt sofort Sam, was unter den Passagieren für zusätzliches Chaos sorgt.

    Sam wendet die Situation zu seinem Vorteil: Er legt Freddies Leichnam auf dem Bahnsteig ab und weiht Winter in die Sache mit der Bombe ein, um sie von seinem Ernst zu überzeugen. So setzt sich der Zug wieder in Bewegung und die GSG 9 muss sich zurückziehen – auch wenn Sam von seinem Ziel, Marsha und die Fahrgäste in Sicherheit zu bringen, noch weit entfernt ist.

  • Staffel 2, Folge 4
    DE:

    Nach dem Mord an Freddie in der Vorepisode entwickelt sich an Bord des gekaperten Zuges ein regelrechtes Rätsel um den Täter. Der offensichtliche Verdächtige – ein langhaariger Mann mit blutiger Hand – erweist sich als unschuldig: Seine Verletzung stammt nur von einem Schnitt, den er sich beim Verstecken einer Drogentüte zugezogen hat.

    Sam kommt der Wahrheit auf die Spur: Freddie wurde von der Frau getötet, die sich zuvor als Sanitäterin um ihn kümmern wollte. Sie ist die eingeschleuste Komplizin an Bord und hat gemordet, um Sam zu zeigen, wer wirklich das Sagen hat – ohne zu ahnen, dass er sie bereits durchschaut hat.

    Um einen kranken Säugling zu seiner Mutter zurückzubringen, muss der Zug auf die Strecke U6 umgeleitet werden und an einer stillgelegten Station halten. Sam bietet an, das Baby abzusetzen – nutzt die scheinbar selbstlose Geste aber als Vorwand, um John Bailey-Brown an Bord zu holen. Zugleich muss er weiter den überzeugenden Geiselnehmer gegenüber Passagieren und Leitstelle spielen und gleichzeitig neue Morde verhindern, während unter dem Zug eine Bombe droht.

    Abseits des Zuges gewinnt Marshas Handlungsstrang an Kontur. Der Mann, dessen Wagen sie zuvor attackiert hatte, entpuppt sich nicht als Gefahr, sondern als Beschützer im Auftrag von Daniel O'Farrel. Die eigentliche Bedrohung geht von Marshas vermeintlich freundlichen Nachbarn aus.

    Am Ende der Folge töten genau diese Nachbarn Marshas eingesetzten Leibwächter – der Schuss mit einer Schrotflinte fällt außerhalb des Bildes. Für Sam, der unter dem Druck der Drohungen gegen Marsha handelt, verschärft sich damit die Lage zusätzlich.

  • Staffel 2, Folge 5
    DE:

    „Stromausfall" spielt weiter im entführten Zug, der samt dem Konvoi mit John Bailey-Brown auf den Treffpunkt zusteuert. Eine Gruppe Passagiere – darunter Mei und Jess – spricht mit Sam über die Lage. Sam hat keine Waffe, unter dem Zug sind Bomben angebracht, und er hat die Entführung nur begonnen, weil ihm gesagt wurde, seine Mutter Marsha werde sterben, falls er sich weigert.

    Im Vertrauen darauf, dass Sam unbewaffnet ist, wenden sich die Fahrgäste gegeneinander und proben den Aufstand. Als das Licht flackernd ausgeht, überwältigen sie Sam und schlagen ihn nieder. Wieder bei Bewusstsein findet er sich an einen Pfosten gefesselt und wird durchsucht.

    Der Tumult – und der dadurch ausgelöste Halt des Zuges – schärft die Bomben. Jess muss den Timer nun alle 15 Minuten zurücksetzen, sonst detonieren die Sprengsätze. Schließlich gibt sie die Codes preis, doch beim Eingeben der Ziffern läuft ihnen die Zeit davon: Der hintere Waggon ist scharf und droht hochzugehen.

    Während Panik ausbricht, versucht Sam, die Menschen nach vorne in den Zug zu drängen. Eine Explosion ist zu hören – dann wird das Bild schwarz. Der Cliffhanger führt direkt in die folgende Episode „Weichen".

  • Staffel 2, Folge 6
    DE:

    „Weichen" setzt unmittelbar nach der Explosion des vorangegangenen Cliffhangers ein: Der hintere Wagen detoniert, doch Sam hat es zuvor geschafft, alle Fahrgäste herauszuholen. Er selbst überlebt mit nur wenigen Glassplittern im Kopf, während die Detonation unter den Passagieren wie im Kontrollraum für Schäden und Panik sorgt. Beim Räumen des Waggons kommt Petra ums Leben – sie wird im Gedränge zu Tode getrampelt.

    Über der Erde halten die meisten Sam weiterhin für einen der Täter, obwohl er längst wieder die Führung übernommen hat, um die Geiseln am Leben zu halten. Sam durchschaut, dass ihm eine Falle gestellt wird, und erkennt darin eine Bedrohung für alle im Zug.

    Die zentrale Enthüllung der Episode: Der Drahtzieher ist der MI5-Agent Robert Lang, der eigentlich den Konvoi zum Transport von John Bailey-Brown – dem überlebenden Bösewicht der ersten Staffel – bewachen soll. Lang arbeitet für Peter Faber und ist dafür verantwortlich, Bailey-Brown zur U-Bahn zu bringen.

    Für Marsha Nelson spitzt sich die Lage zu: Ihre vermeintlich freundlichen Nachbarn entpuppen sich als Feinde. Sie flieht in den Wald und muss mit ansehen, wie die beiden den Personenschützer ermorden, der sie eigentlich beschützen sollte.

    Das Ende

    Sam und Jess verlassen den Zug, um die Gleise von Hand umzustellen: Sie haben erkannt, dass die Behörden sie nicht mehr orten können und dass an der Station Bergmannstraße ein Hinterhalt wartet. Zeitgleich findet der Kontrollraum einen in einer Babyflasche versteckten Datenstick, der belegt, dass Jess während der Entführung Freddie brutal getötet hat. Ada stuft sie sofort als ernste Gefahr ein und ordnet an, auf Sicht zu schießen. Als sich der Zug nähert, fällt ein Schuss, das Bild wird schwarz – das Schicksal von Sam und Jess bleibt offen.

  • Staffel 2, Folge 7
    DE:

    Nach der Explosion verliert der Zug zusehends an Kraft, sodass die hinteren Waggons abgekoppelt werden müssen. Dazu müssen Otto, Sam und Jess gleichzeitig einen Knopf betätigen – doch Jess sträubt sich, und Sam muss sie erst überzeugen. Genau in diesem Moment kappt die GSG9 die Stromversorgung, während Einsatzkräfte sich der Lok nähern.

    Die Aktion fordert ihren Preis: Sam kommt angeschlagen, aber glimpflich davon, Jess dagegen wird in die Schulter geschossen. Anschließend müssen Sam und Otto zugeben, dass sie es waren, die Jess an die Behörden verraten haben.

    Weit weg vom Zug gelingt es Marsha, Sams entfremdeter Frau, in Schottland ein Handysignal zu bekommen. Sie erreicht Daniel O'Farrell und schließlich Olivia und nimmt eine Nachricht auf, in der sie Sam anfleht, seine Liebe zu ihr nicht in eine Tragödie führen zu lassen. Die Botschaft macht deutlich, dass Sam manipuliert wird – von Leuten, die seine Frau ausgerechnet am Todestag des gemeinsamen Sohnes bedrohen.

    Im Gefängnis wird derweil Stuarts Zelle durchsucht. Dabei schmuggelt ihm eine Beamtin ein Stück Seife zu, in dem ein winziges Telefon samt Ohrhörer versteckt ist – ein Hinweis darauf, dass Stuart aus der Haft heraus die Fäden zieht.

  • Staffel 2, Folge 8
    DE:

    Im Staffelfinale steht die Übergabe unmittelbar bevor. Sam ist bereit, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um Marsha zu retten und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

    Die große Wendung: Hinter der gesamten Entführung steckt Stuart. Was zunächst wie ein Ausbruchsversuch für John Bailey-Brown wirkte, entpuppt sich als minutiös inszenierter Racheplan. Über ein heimlich eingeschmuggeltes Telefon ruft Stuart aus dem Gefängnis bei Lang an und offenbart, dass er alles gesteuert hat – nicht, um Bailey-Brown zu befreien, sondern um ihn gemeinsam mit Sam zu beseitigen und so alle losen Enden zu kappen.

    Im Zug bringt Sam Lang dazu, mit Bailey-Brown einzusteigen. Er fesselt Bailey-Brown an eine Stange und arbeitet sich schießend zum Steuerwagen vor. Dabei zeigt sich, dass der Zug führerlos fährt: Er setzt sich aus eigener Kraft in Bewegung und nimmt immer mehr Fahrt auf.

    Abseits der Gleise kehrt Marsha zur Hütte zurück und entfacht ein großes Feuer, um einen Rettungshubschrauber auf sich aufmerksam zu machen; die Verfolger werden an der brennenden Hütte festgenommen. Am Ende überleben sowohl Sam als auch Otto – sie können den Zug verlassen, bevor er explodiert. Bailey-Brown kommt dabei ums Leben.