Pünktlich zur D23: Marvel öffnet den Doomsday-Vorverkauf in den USA

Pünktlich zur D23: Marvel öffnet den Doomsday-Vorverkauf in den USA Disney
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Marvel hat den Ticketverkauf für Avengers: Doomsday auf alle Formate ausgeweitet – zum Auftakt der D23. In Deutschland ist weiterhin kein Ticket buchbar.

Marvel hat am Freitagnachmittag über die offiziellen Social-Media-Kanäle den Ticketverkauf für „Avengers: Doomsday” ausgeweitet. Die Formulierung im Post ist knapp: „Doomsday is December 18. Additional tickets are now available.” Dazu ein Link auf Fandango – und damit ist auch schon klar, für wen die Meldung gilt. Fandango verkauft ausschließlich in den USA, der 18. Dezember ist der nordamerikanische Starttermin.

Das Timing ist kein Zufall: Der Verkaufsschub fällt exakt auf den Auftakt der D23, Disneys großes Fan-Event in Anaheim, das vom 14. bis 16. August läuft. Für dich in Deutschland ändert sich vorerst nichts – hier ist noch kein einziges Ticket buchbar. Warum das trotzdem interessant ist, steht weiter unten.

Was Marvel angekündigt hat

Neu ist nicht der Vorverkauf an sich, sondern seine Breite. Bislang gab es Karten nur für Premium-Formate und nur in rund 1.000 US-Kinos. Mit dem Post vom Freitag kommen die restlichen Kontingente dazu – also die normalen Säle. Zum Start am Wochenende des 18. Dezember läuft der Film in Nordamerika auf mehr als 4.000 Leinwänden.

Marvel selbst nennt keine Zahlen und kein Land. Der Post besteht aus einem Satz, einem Datum und einem Kauflink. Genau das ist bei einem Film dieser Größenordnung aber die eigentliche Nachricht: Ein Studio öffnet die Schleusen erst dann komplett, wenn die Nachfrage stabil aussieht.

Der Vorverkauf läuft seit Juli – und bricht Rekorde

Gestartet ist der Verkauf am 20. Juli, gekoppelt an die Veröffentlichung des ersten offiziellen Trailers. Wie Variety berichtete, kamen allein am ersten Tag 16,5 Millionen Dollar zusammen – und das, obwohl Karten ausschließlich für Premium-Formate in besagten 1.000 Kinos zu haben waren.

Zur Einordnung: Das ist doppelt so viel wie der erste Tag von „Deadpool & Wolverine” im Jahr 2024 – bei dem damals alle Formate und alle Säle gleichzeitig freigeschaltet waren. Der Film brachte es am Ende auf 1,3 Milliarden Dollar. Die Premium-Vorstellungen am 17. und 18. Dezember sind laut Variety bereits weitgehend ausverkauft, US-Kinobetreiber legen Zusatzvorstellungen für die Weihnachtstage nach.

Ob sich daraus ein Rekordstart ableiten lässt, ist offen. Vorverkaufszahlen und Startwochenende hängen nicht zwingend zusammen. Der letzte Film, in dem das komplette MCU antrat, war „Avengers: Endgame” – mit dem bis heute größten Startwochenende der Kinogeschichte.

Warum Doomsday ohne IMAX auskommen muss

Ein Detail der Juli-Zahlen ist bemerkenswert: In den 16,5 Millionen Dollar steckt kein einziges IMAX-Ticket. Der Grund heißt „Dune: Part Three”. Der Film startet am selben Tag und hat sich die kompletten IMAX-Flächen für drei Wochen exklusiv gesichert, weil Denis Villeneuve mit IMAX-Kameras gedreht hat.

Marvels Antwort darauf heißt „Infinity Vision”. Das ist keine neue Projektionstechnik, sondern eine Zertifizierung: Disney garantiert damit, dass die teilnehmenden Säle bestimmte technische Mindeststandards erfüllen. In den USA hat sich für das Aufeinandertreffen beider Filme längst der Spitzname „Dunesday” eingebürgert – nach dem Vorbild von Barbenheimer.

Pünktlich zur D23 – aber ohne eigenes Marvel-Panel

Die D23 läuft seit Freitag im Anaheim Convention Center und im Honda Center. Ein eigenständiges Marvel-Studios-Panel gibt es in diesem Jahr allerdings nicht. Alles, was Disney zu Film und Fernsehen zu sagen hat, steckt in einem einzigen zweistündigen Block: dem Disney Entertainment Showcase am Freitagabend im Honda Center.

Marvel ist auf der Messe darüber hinaus vor allem mit Comic-Programm vertreten, etwa dem Panel „Marvel Fanfare” rund um das 65-jährige Spider-Man-Jubiläum. Dass die Ticket-Offensive ausgerechnet auf diesen Tag fällt, ergibt Sinn: Die Aufmerksamkeit ist ohnehin da, und der Showcase ist die einzige große Bühne, die Marvel dieses Wochenende bekommt.

Und in Deutschland?

Hier musst du dich weiter gedulden. Ein Stichprobencheck bei den großen Ketten am 14. August ergibt: UCI führt „Avengers: Doomsday” zwar bereits als Filmseite, meldet dort aber „Noch keine Vorstellungen vorhanden”. Bei CinemaxX und Cineplex existiert nicht einmal eine Seite zum Film. Ein deutscher Vorverkaufstermin ist bislang nirgends kommuniziert.

Der Trost: Wenn es so weit ist, bist du sogar vor den Amerikanern dran. Der deutsche Kinostart liegt auf dem 16. Dezember 2026 und damit zwei Tage vor dem US-Start am 18. Dezember. Die Fortsetzung „Avengers: Secret Wars” ist für Dezember 2027 angesetzt.

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