Im New Orleans des Jahres 1917 ringt Louis mit seiner Vampirnatur: Er will keine Menschen mehr töten, ernährt sich stattdessen von Ratten und Katzen und schlägt Lestat vor, nur noch „die Schlimmsten“ zu jagen, deren Gedanken sie zuvor lesen. Lestat spottet über den Vorsatz, tötet das ausgewählte Opfer schließlich selbst, während Louis eine Katze aussaugt. Im Azalea kommt es zwischen beiden zum Streit über Louis’ Ablehnung des Tötens.
In der Rahmenhandlung der Gegenwart in Dubai hält Daniel Molloy Louis Widersprüche zwischen dessen Interview aus den 1970ern und der jetzigen, deutlich milderen Darstellung vor und nennt die Beziehung zu Lestat missbräuchlich. Louis besteht darauf, dass es seine Geschichte sei, die er auf seine Weise erzählen dürfe. Daniel löscht schließlich die alten Tonband-Digitalisate, woraufhin Louis die physischen Bänder mit seiner Pyrokinese in Flammen aufgehen lässt.
Zurück in 1917 nähert sich die Sängerin Antoinette Lestat an, was Louis eifersüchtig macht; um ihn zu besänftigen, bietet Lestat eine offene Beziehung an. Louis trifft seinen alten Freund und einstigen Geliebten Jonah, einen Soldaten auf dem Weg nach Frankreich, und schläft mit ihm. Lestat beobachtet die Begegnung heimlich. Louis’ Versuch, seine Schwester Grace zum Geburtstag der Zwillinge zu besuchen, scheitert: Seine Mutter Florence weist ihn ab und nennt ihn einen Teufel, Grace fürchtet sich vor ihm.
Die Stadt schließt das Azalea aufgrund einer rassistischen Verordnung, und Lestat gesteht seine Eifersucht auf Jonah. Aus Wut tötet Louis den rassistischen Stadtrat Fenwick, der ihn geschäftlich ruinieren wollte, und hängt dessen Leiche mit einem Schild „Nur für Weiße“ öffentlich auf. Weiße Männer nehmen daraufhin Rache und brennen das Azalea sowie große Teile von Storyville nieder. Während Louis schuldbewusst die Zerstörung mitansieht, hört er ein Kind in einem brennenden Haus um Hilfe rufen und rettet ein kleines Mädchen – Claudia.