Das Finale der ersten Staffel beginnt mit der wiederkehrenden Prophezeiung: „Eine Linie erscheint, die Ordnung schwindet, die Familie fällt, und Kaos herrscht.“ Zeus wird von einem Albtraum gequält, in dem er sterblich wird und sich in den Finger schneidet. Hera versucht ihn zu beruhigen, doch Zeus ist überzeugt, dass es sich nicht um einen Traum, sondern um eine Vision handelt. Entschlossen, sein Schicksal abzuwenden, sucht er die Moiren auf – die Schicksalsgöttinnen, die über den Lauf der Dinge wachen.
Bei den Moiren gesteht Zeus seine Angst vor jenen, die sich gegen ihn stellen. Statt Rat anzunehmen, verbrennt er die drei Göttinnen und erklärt, es werde keine Prophezeiungen mehr geben. Im Sterben gibt Lachesis die Taschenuhr zurück und deutet an, dass Dionysos sie hintergangen habe. Die Explosion, die den Ort der Moiren zerstört, setzt zugleich Prometheus frei – jenen Titanen, dessen ewige Qual Zeus einst verhängt hatte.
Parallel verlässt Hades heimlich die Unterwelt, um sich seinem Bruder zu widersetzen, und überlässt Persephone und Medusa die Aufsicht. Orpheus und Riddy finden ihren Weg zurück auf die Erde, doch Riddy gesteht ihm, dass ihr Herz nicht mehr ihm, sondern Caeneus gehört. Caeneus wiederum begegnet am Steg seiner Mutter, die ihn zehn Jahre lang gesucht hat; als sie durch den „Rahmen“ ins Nichts geht, folgt er ihr – und beide scheinen dabei zu sterben.
Zurück auf dem Olymp zeigt Zeus seine ganze Grausamkeit: Er tötet Persephones Katze Dennis, um zu beweisen, dass Liebe eine Schwäche sei, und reißt die Kontrolle über sämtliche Städte an sich. Poseidon gesteht Hera seine Liebe, wird aber abgewiesen. Dionysos zerbricht innerlich, als er erfährt, dass seine Mutter tot ist und Orpheus angeblich gescheitert sei. Auf Kreta zieht Ari derweil ihren Bruder Glaucus aus dem Labyrinth, bekennt sich zum Mord an Minos und beschließt, die Insel gegen die Götter nach eigenen Regeln zu führen.
Die Prophezeiung erfüllt sich gerade dadurch, dass Zeus sie verhindern wollte. Riddy trifft auf die Seherin Cassandra und erkennt, dass sie selbst nun eine Prophetin ist – bestimmt, die Lebenden zu befreien, während Caeneus dasselbe für die Toten tun soll. Im Nichts durchbricht eine leuchtende Linie an Caeneus’ Kinn seine Gefangenschaft; er vermag Seelen zu erneuern und befreit seine Mutter, die ein einziges Wort flüstert: „Kaos“.
Prometheus erreicht unterdessen den Olymp, während Zeus spürt, wie ihm seine göttliche Macht entgleitet und der Meander-Brunnen versiegt. „Es passiert. Kaos kommt“, sagt Prometheus zu seinem alten Freund. Die Staffel endet mit einem Cliffhanger: Hera ruft ihre Truppen zusammen, Ari verbündet sich mit den Trojanern gegen den Olymp, und Dionysos steht mit einer Flasche Meander-Wasser unentschlossen vor den Toren – unschlüssig, auf welche Seite er sich schlagen soll.