Der vierte Film und die erste Hälfte des letzten Romans. Bill Condon übernahm die Regie für beide Abschlussfilme, das Drehbuch schrieb wie immer Melissa Rosenberg. Deutscher Kinostart war der 24. November 2011, die Laufzeit beträgt 117 Minuten, die Freigabe FSK 12. Das Budget stieg auf 127,5 Millionen Dollar, weltweit spielte der Film rund 682 Millionen ein.
Handlung
Der Film beginnt mit der Hochzeit von Bella und Edward — dem Ereignis, auf das die drei Vorgänger zugelaufen sind. Jacob taucht auf der Feier auf und reagiert aufgebracht, als er erfährt, dass Bella die Hochzeitsnacht als Mensch verbringen will. Danach reist das Paar auf eine private Insel vor der brasilianischen Küste.
Dort wird Bella schwanger, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die niemand einordnen kann. Das ungeborene Kind ist halb Mensch, halb Vampir und zehrt seine Mutter von innen aus. Bella lehnt einen Abbruch ab. Die Familie Cullen spaltet sich über die Frage, ob man ihr diese Entscheidung lassen darf, und Carlisle stellt nüchtern fest, dass Bella die Schwangerschaft nicht überleben wird.
Gleichzeitig entscheidet das Wolfsrudel, dass das Kind eine Bedrohung darstellt und getötet werden muss. Jacob stellt sich dagegen und bricht mit dem Rudel. Aus dem Haus der Cullens wird eine belagerte Festung — und der Film endet mitten in der Bewegung, nicht mit einem Abschluss.
Besetzung
Kristen Stewart als Bella, Robert Pattinson als Edward und Taylor Lautner als Jacob tragen den Film. Stewart hat hier die körperlich fordernste Rolle der Reihe: Der Verfall während der Schwangerschaft wurde mit Maske und digitaler Nachbearbeitung umgesetzt.
Das Cullen-Ensemble um Peter Facinelli als Carlisle, Elizabeth Reaser als Esme, Ashley Greene als Alice, Jackson Rathbone als Jasper, Kellan Lutz als Emmett und Nikki Reed als Rosalie bekommt in diesem Teil mehr zu tun als zuvor — der Konflikt läuft quer durch die Familie. Billy Burke ist erneut Charlie Swan, Julia Jones und Booboo Stewart sind als Leah und Seth Clearwater dabei.
Einordnung in die Reihe
Vierter von fünf Filmen — und der einzige, der nicht für sich steht. Er bildet die erste Hälfte des vierten Romans ab und endet bewusst offen. Wer ihn schaut, sollte „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2” gleich mit einplanen; als Einzelfilm bleibt er unabgeschlossen. Die Sortierung der ganzen Reihe steht in unserer Übersicht zur Twilight-Reihenfolge.
Inhaltlich wechselt die Reihe hier den Ton. Aus dem Schulhof-Dreieck der ersten drei Teile wird eine Familiengeschichte mit Horrorelementen — die Schwangerschaft ist als körperlicher Verfall inszeniert, nicht als romantische Wendung. Das erklärt auch, warum die Kritiken bei Rotten Tomatoes hier am härtesten ausfielen: 26 Prozent sind der Tiefpunkt der Reihe.
Wie es weiterging
Beide Breaking-Dawn-Filme wurden am Stück gedreht, unter anderem in Louisiana, wo Steueranreize die Budgets beherrschbar hielten. Der Abschlussfilm kam ein Jahr später, im November 2012, in die Kinos und wurde mit rund 830 Millionen Dollar der erfolgreichste Teil der Reihe.
Beim Publikum kam dieser Teil trotz der schwachen Kritiken an: Das US-Publikum vergab ein CinemaScore von B+, bei weiblichen Zuschauern lag der Wert bei A minus.
Bella und Edward heiraten. In den Flitterwochen wird Bella schwanger — das halb menschliche, halb vampirische Kind wächst rasant und bringt sie in Lebensgefahr. Während die Familie Cullen über den richtigen Umgang damit streitet, beschließt das Wolfsrudel, das Kind zu töten.
Der vierte Roman ist der längste der Reihe. Stephenie Meyer begründete die Teilung schlicht mit dem Umfang der Vorlage, Regisseur Bill Condon führte an, Bellas Verwandlung brauche erzählerisch Raum — Teil 1 endet genau an diesem Punkt. Hinzu kam das wirtschaftliche Interesse, das Publikum ein Jahr länger zu binden.
Nur eingeschränkt. Der Film endet mitten in der Handlung und löst nichts auf. Wer ihn schaut, sollte den zweiten Teil direkt anschließen — zusammen ergeben beide einen abgeschlossenen Film.
Kristen Stewart als Bella, Robert Pattinson als Edward und Taylor Lautner als Jacob. Dazu das Cullen-Ensemble mit Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Ashley Greene, Jackson Rathbone, Kellan Lutz und Nikki Reed sowie Billy Burke als Charlie Swan.
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