„Das Ende der Sterne“: Ridley Scotts Endzeit-Thriller startet morgen im Kino
Ridley Scott verfilmt Peter Hellers Roman „The Dog Stars“: Jacob Elordi fliegt als Pilot Hig durch eine von einem Virus entvölkerte Welt. Ab dem 27. August 2026 läuft „Das Ende der Sterne“ in den deutschen Kinos, FSK 16.
Ridley Scott meldet sich mit einem ruhigen Endzeit-Film zurück – und der läuft ab morgen in den deutschen Kinos. „Das Ende der Sterne” startet am 27. August 2026 bundesweit über 20th Century Studios, einen Tag vor dem US-Start. In der Hauptrolle: Jacob Elordi als Pilot Hig, der in einer von einem Virus entvölkerten Welt an die Menschlichkeit glaubt, während sein Nachbar längst auf jeden Fremden anlegt.
Die Vorlage ist Peter Hellers Bestseller „The Dog Stars” von 2012, auf Deutsch als „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte” erschienen. Das Drehbuch stammt von Mark L. Smith, der mit „The Revenant” und „The Midnight Sky” schon zweimal bewiesen hat, dass er mit menschenleeren Landschaften umgehen kann. Für Scott, inzwischen 88 Jahre alt, ist das ein deutlicher Tempowechsel nach den Historien-Brocken der vergangenen Jahre.
Darum geht es in „Das Ende der Sterne”
Der Film spielt im Jahr 2035. Eine Pandemie hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht, die letzten Impfstoffe sind seit Jahren aufgebraucht. Hig (Elordi) war früher Mechaniker, hatte eine schwangere Frau und einen jungen Hund. Geblieben ist nur der Hund: Jasper sitzt im Cessna-Propellerflugzeug auf dem Kopilotensitz, während Hig über den verlassenen Himmel Colorados fliegt und eine nahegelegene Mennoniten-Gemeinde mit Vorräten versorgt.
Seine Basis teilt er mit dem Ex-Militär Bangley (Josh Brolin), dem exakten Gegenentwurf: Bangley traut niemandem und hält marodierende Banden mit schwerem Gerät auf Abstand. Als Hig eine rätselhafte Funkübertragung auffängt, bricht er Richtung Grand Junction auf – und trifft unterwegs auf Pops (Guy Pearce) und dessen Tochter Cima (Margaret Qualley). Was die drei am Ziel finden, ist die eigentliche Pointe des Films.
Wer mitspielt – und wer den Film trägt
Neben Elordi, Brolin, Qualley und Pearce stehen Allison Janney und Benedict Wong vor der Kamera. Janney bekommt als Herrscherin über Grand Junction einen ausgedehnten Auftritt, den sie sichtlich auskostet. Hinter der Kamera stand Erik Messerschmidt, die Musik steuerte Harry Gregson-Williams bei. Gedreht wurde nicht in Colorado, sondern in Italien – die Landschaften mussten den amerikanischen Westen doubeln.
Produziert haben Scott selbst, Michael Pruss, Drehbuchautor Smith und Cliff Roberts. Erzählerisch liegt der Film näher an „The Road”, „Station Eleven” oder „The Last of Us” als an klassischem Endzeit-Action-Kino: Es geht um Trauer, Misstrauen und die Frage, ob man nach der Katastrophe nur überlebt oder wieder etwas aufbaut. Zwei größere Actionsequenzen gibt es trotzdem, die stärkste davon ein Start unter Beschuss.
Wie die Kritik reagiert
Die ersten Kritiken sind auffällig freundlich. Deadline nennt den Film in seiner Besprechung vom 26. August einen „scharfen, post-apokalyptischen Thriller” und hebt hervor, dass Scott hier bewusst langsamer erzählt als zuletzt bei „Napoleon” oder dem zweiten „Gladiator”-Film – erst die zweite Hälfte zieht an. Elordi trage den Film, das Zusammenspiel mit Brolin sei die Entdeckung.
Kinostart, FSK und Laufzeit
„Das Ende der Sterne” läuft ab dem 27. August 2026 in den deutschen Kinos, verliehen von 20th Century Studios. Die Freigabe liegt bei FSK 16, die Laufzeit bei rund 118 Minuten. In den USA startet der Film einen Tag später, dort mit einem R-Rating – was in Deutschland erfahrungsgemäß nicht automatisch eine Freigabe ab 18 bedeutet.
Ein Termin für die Auswertung im Streaming steht bislang nicht fest. Da 20th Century Studios zu Disney gehört, ist Disney+ die naheliegende Adresse, offiziell bestätigt ist das aber nicht. Wer den Film auf großer Leinwand sehen will, hat also bis auf Weiteres nur das Kinofenster – und angesichts der Kameraarbeit spricht einiges dafür.
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