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Lanterns Staffel 1 Folge 2: Ist Hal Jordan wirklich tot?

Lanterns Staffel 1 Folge 2: Ist Hal Jordan wirklich tot? HBO / Warner Bros.
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Der Auftakt von Lanterns endet mit Hal Jordans Leiche – und einem fehlenden Ring. Folge 2 „Trust Fall“ läuft ab Montag bei HBO Max und bringt die Manhunters und Sinestro ins Spiel.

Am Ende des „Lanterns”-Auftakts liegt Hal Jordan tot auf einer Stadiontribüne in Rushville, Nebraska – erfroren, mit einer Kopfschusswunde, den Ring nicht mehr am Finger. Für eine Serie, die 15 Jahre nach dem letzten Green-Lantern-Realfilm die Figur zurückbringt, ist das ein ziemlicher Auftakt. Und die naheliegende Frage stellt gerade das halbe DC-Publikum: Ist Hal Jordan wirklich tot?

Folge 2 heißt „Trust Fall" und läuft in Deutschland ab Montag. Sie wird die Frage nicht beantworten – aber sie ist die erste Gelegenheit zu sehen, wie ernst die Serie es mit ihrer eigenen Leiche meint. Was bislang belegt ist, was der Auftakt an Gegenanzeigen ausgelegt hat und worauf du am Montag achten solltest.

Wann und wo läuft Folge 2 von Lanterns?

Die zweite Folge trägt den Titel „Trust Fall" und ist in den USA am Sonntagabend, dem 23. August 2026, um 21 Uhr Ostküstenzeit bei HBO und HBO Max gestartet. In Deutschland folgt sie wie schon der Auftakt einen Tag später: ab Montag, dem 24. August 2026, steht sie bei HBO Max bereit. Die Laufzeit liegt bei rund 52 Minuten.

Regie führte James Hawes, das Buch stammt von Vanessa Baden Kelly und Showrunner Chris Mundy. Insgesamt umfasst die erste Staffel acht Folgen im Wochentakt, das Finale fällt damit auf Anfang Oktober 2026. Wie der Auftakt in Deutschland ankam, haben wir bereits an anderer Stelle aufgeschrieben.

Rückblick: Was am Ende von Folge 1 geschah

Achtung, ab hier stehen Spoiler zur ersten Folge. Der Auftakt erzählt auf zwei Zeitebenen. In der einen, angesiedelt 2016, nimmt der Veteran Hal Jordan (Kyle Chandler) den Rekruten John Stewart (Aaron Pierre) unter seine Fittiche und ermittelt mit ihm in einem Tötungsdelikt in der Kleinstadt Rushville. In der anderen, zehn Jahre später, kehrt ein älterer, bärtiger John allein an denselben Ort zurück.

Die Schlussszene gehört dieser zweiten Ebene. Gemeinsam mit Sheriff Kerry (Kelly Macdonald) geht John zur Tribüne des örtlichen Stadions – und findet dort Hal, steif gefroren im Sitz, mit einem Einschuss im Kopf. John weint um seinen Mentor. Damit hat die Serie ihren Mordfall verdoppelt: Was 2016 in Rushville geschah, und was mit Hal Jordan passiert ist, sind ab jetzt zwei Fragen, die vermutlich dieselbe Antwort haben.

Ist Hal Jordan wirklich tot? Drei Indizien sprechen dagegen

Die Leiche ist eindeutig, der Rest ist es nicht. Der Auftakt selbst legt drei Dinge aus, die gegen einen schlichten Tod sprechen. Erstens: Hal hat sein Bewusstsein Jahre zuvor in seinem Ring gespeichert. Nachdem John den von Hal inszenierten Autounfall-Test überstanden hat, erscheint ihm ein Hologramm seines Mentors – ein Ring, der ein Echo seines Trägers bewahrt, ist in der Green-Lantern-Mythologie kein Kunstgriff, sondern Standard.

Zweitens: Genau dieser Ring fehlt an der Leiche. Er ist nicht bloß eine Waffe, sondern Mitgliedsausweis im Corps und Zugang zu einer Macht, die weit über Nebraska hinausreicht. Ob ihn jemand vor oder nach dem Schuss abgenommen hat, ob Hal ihn weitergegeben hat – der Auftakt lässt es offen, aber er stellt die Abwesenheit demonstrativ aus.

Drittens: Die Folge etabliert ausdrücklich rund 14 Alienspezies, die menschliche Physiologie so perfekt nachbilden, dass gewöhnliche Bluttests und medizinische Untersuchungen sie nicht entlarven. Wer eine solche Regel in die erste Folge schreibt und in derselben Folge eine Leiche präsentiert, tut das selten aus Versehen.

Dazu kommt eine Ansage von außerhalb der Serie: Co-Schöpfer Damon Lindelof soll auf die Kritik an der Entscheidung mit dem Satz reagiert haben, man solle abwarten, wie sich das am Ende von Folge 8 anfühle. Ein Primärbeleg für das Zitat liegt uns nicht vor, es kursiert bislang über die Zweitverwertung – als Fingerzeig taugt es trotzdem: Die Serie hält ihre Auflösung offenkundig bis zum Finale zurück.

Was Folge 2 klären kann – und was nicht

Erwarte keine Auflösung. „Trust Fall" ist die zweite von acht Folgen, und der Titel deutet eher auf das Verhältnis zwischen John und seinem toten Mentor als auf eine Enthüllung. John hat jetzt etwas, das er in der 2016er-Ebene nicht hatte: den Rückblick. Jedes Gespräch mit Hal lässt sich neu lesen, jede unerklärte Entscheidung wird zum möglichen Hinweis. Aus dem Schüler wird der Ermittler im Fall seines Lehrers.

Achte deshalb auf drei Dinge. Auf den Ring – seine Abwesenheit ist der auffälligste lose Faden. Auf die Zeitebenen: Chandler verschwindet mit dem Tod seiner Figur nicht aus der Serie, die Doppelstruktur erlaubt es, Hal weiterzuerzählen. Und auf Rushville selbst, samt Sheriff Kerry und den übrigen Bewohnern; zehn Jahre sind eine lange Zeit für eine Kleinstadt mit einem ungelösten Fall.

Was Folge 2 tatsächlich gebracht hat

Ab hier stehen Spoiler zu Folge 2. „Trust Fall" beantwortet die Frage nach Hal Jordan erwartungsgemäß nicht – die Folge schiebt stattdessen den Fall selbst nach vorn. John Stewart wird von einem Mann namens Antaan (Paul Ben-Victor) verschleppt, der sich als Anführer jener als Menschen getarnten Außerirdischen zu erkennen gibt, zu denen auch die Toten vom Footballfeld in Rushville gehörten. Deren Ziel: ein sogenannter Manhunter, der sich in der Stadt versteckt haben soll. John bekommt 48 Stunden, ihn zu identifizieren – danach marschiert die Gruppe in Rushville ein und sprengt sich ohne Rücksicht auf Zivilisten in die Luft.

Die Manhunters sind in den Comics die robotischen Vorgänger des Green Lantern Corps: von den Guardians of the Universe gebaut, um über die 3.600 Sektoren zu wachen, später zu brutal und zu eigenständig geworden und deshalb ausgemustert – erst danach entstanden die Ringe und mit ihnen die Green Lanterns. Antaans eigene Vorgeschichte, ein Manhunter, der sich unter sein Volk mischte und es auslöschte, liegt dicht an der des Red-Lantern-Anführers Atrocitus. Showrunner Chris Mundy hat die Parallele gegenüber TheWrap bestätigt, ohne die Figur festzulegen: Man habe versucht, alles nachvollziehbar zu machen, ohne das Comic-Element kleinzureden.

Der eigentliche Paukenschlag steht am Ende. Hal legt in der Haupterzählung zum ersten Mal den Anzug an, fliegt ins All und trifft dort in einem Gefängnis auf Sinestro (Ulrich Thomsen) – in den Comics seit 1961 Hal Jordans Erzfeind und die Gegenfigur zum grünen Ring. Seine Vorgeschichte deutet die Serie über einen Artikel an, den Sheriff Kerry vorliest: Sinestro war selbst Lantern, versuchte einen Putsch, tötete einen der Guardians, und Hal war derjenige, der ihn zur Strecke brachte. Die Figur tritt damit nicht als Bösewicht der Woche auf, sondern als Informant im Hannibal-Lecter-Modus. Für die Frage nach Hals Tod heißt das vor allem eines: Die Serie baut ihren Kosmos aus, statt ihn aufzulösen.

Wer die Figur einordnen will, bevor die nächste Folge läuft: Wir haben Hals Werdegang in Comics, Filmen und der Serie auf einer eigenen Seite zu Hal Jordan zusammengefasst, und wer wissen will, wie viele Träger des grünen Rings es überhaupt gibt, findet das im Überblick zu den Green Lanterns.

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