
Dark Staffel 3
Deja-vu
Ein Prolog im September 1987 zeigt den „Unbekannten“, der zugleich als Kind, als Erwachsener und als Greis auftritt: Seine drei Gestalten brennen die Kirche von Sic Mundus nieder und ermorden anschließend Bernd Doppler in dessen Haus, um sich die Schlüssel zum Atomkraftwerk zu verschaffen.
Mitten in der Apokalypse des Jahres 2020 kehrt die Folge in das Haus der Kahnwalds zurück. Nachdem Adam Martha erschossen hat, legt eine andere, fremde Martha eine kugelförmige Apparatur auf den Boden und bringt sich und Jonas fort aus dem sterbenden Winden.
Die beiden erreichen am 4. November 2019 die Höhle – doch in einer Parallelwelt. Jonas verlangt zu wissen, wer diese Martha ist; sie erklärt, es sei der Tag, an dem alles begann, als sie einander zum ersten Mal trafen. Ihre Welt und seine Welt bildeten einen unlösbaren Knoten. Sie kündigt an, alles wieder in Ordnung zu bringen, und verschwindet.
In dieser gespiegelten Welt wurde Jonas nie geboren. Katharina und Ulrich sind geschieden, Hannah ist mit Ulrich verheiratet und von ihm schwanger, während Ulrich eine Affäre mit Charlotte unterhält. Franziska ist hier taub statt Elisabeth, Woller fehlt ein Arm statt eines Auges, und Regina ist zwei Monate zuvor gestorben. Mikkel lebt und ist nie in die Vergangenheit gereist; Martha trägt die gelbe Jacke und ist mit Kilian Obendorf zusammen. Jonas irrt durch das seitenverkehrte Winden, in dem ihn niemand erkennt – auch seine Mutter Hannah nicht, die er vergeblich anspricht.
Am Abend stellt Jonas Martha an der Brücke, spricht von einem Déjà-vu und glaubt, er sei gekommen, um alles zu ändern. Bei einer Suche nach dem verschwundenen Erik flackern in den Höhlen erneut die Lichter, die Jugendlichen fliehen, und im Bunker öffnet sich ein Wurmloch, aus dem die Leiche des toten Mads Nielsen fällt. Eine ältere Martha mit einer Narbe unter dem Auge erklärt Jonas, dass Mikkel nicht in die Vergangenheit gereist ist und Jonas deshalb nie geboren wird – dass aber auch diese Welt seinetwegen wieder und wieder zerfallen werde.
Im September 1888 schließlich betritt die alternative Martha die Werkstatt der Familie Tannhaus und trifft dort den Fremden, der fassungslos ist, sie lebend zu sehen. Sie ist nicht seine Martha, sagt sie ihm; sie sei gekommen, um mit ihm den Ursprung von allem zu finden – in seiner Welt wie in ihrer.
Die Überlebenden
Die Folge spielt fast durchgehend am 22. September verschiedener Jahre. Im Jahr 1888 erwacht die alternative Martha mit der Narbe verstört; der Fremde beobachtet sie. In der Werkstatt der Tannhaus treffen die jugendlichen Bartosz, Franziska und Magnus auf sie und sind fassungslos, sie lebend zu sehen – doch der Fremde stellt klar, dass dies nicht ihre Martha ist. Sie bestätigt, aus einer anderen Welt zu kommen, und will alles in Ordnung bringen, damit niemand von ihnen stirbt. Der blinde Gustav Tannhaus erscheint und erkennt in ihr eine Reisende.
Später führt Bartosz Martha in Adams Loge, über deren Eingang „Sic mundus creatus est“ steht, und fragt sie, wer Adam sei. Martha eröffnet ihm, dass Jonas Adam ist. Tannhaus wiederum beschwört Jonas gegenüber den Traum vom Paradies, in dem jedes Leid getilgt werde, bevor es überhaupt entsteht.
Im Jahr 1987 ist die erwachsene Katharina durch den Höhlengang in die Vergangenheit gereist und sucht in Winden nach ihrem Sohn Mikkel. Sie verteilt Flugblätter, begegnet dem jugendlichen Ulrich und ihrem eigenen jüngeren Ich. Am leeren Grab von Mads beschuldigt Jana ihren Mann Tronte öffentlich der Affäre mit Claudia. Bei der Polizei erfährt Katharina, dass Mikkel unter behördlicher Obhut steht.
In der psychiatrischen Klinik erkennt Katharina in der Krankenschwester Helene Albers ihre eigene Mutter. Sie besucht den dort seit Jahrzehnten einsitzenden greisen Ulrich und verspricht, ihn herauszuholen. Zur selben Zeit dringt der „Unbekannte“ mit seinen drei Gestalten ins Kraftwerk ein und erwürgt Claudias Sekretärin Jasmin Trewen.
Drei Monate nach der Apokalypse, im September 2020, pflegt die mittelalte Claudia die schwer kranke Regina und beginnt jene Tonbandaufnahmen, in denen sie sich als eine der wenigen Überlebenden bezeichnet und auf das Gottesteilchen als möglichen Ausweg verweist. Tronte jedoch erstickt Regina auf Geheiß einer geheimnisvollen „Sie“ mit einem Kissen; Claudia findet später die Leiche und bricht in Tränen aus. Peter und Elisabeth suchen unterdessen nach Charlotte und Franziska, während sich der junge Noah an Elisabeth heranmacht.
In einem kurzen Ausblick auf die Parallelwelt zeigt die ältere Martha dem jungen Jonas den vollständigen Stammbaum der Familien und warnt ihn, dass die Apokalypse auch in ihrer Welt bevorsteht – dort schon in drei Tagen.
Adam und Eva
Im Jahr 1888 tötet der Unbekannte den Uhrmacher Gustav Tannhaus. In der Gegenwart stellt Bartosz Jonas zur Rede: Er hat erkannt, dass Jonas derjenige ist, der später zu Adam wird, und wirft ihm vor, das verschwiegen zu haben.
Die Martha aus der alternativen Welt übergibt Jonas dunkle Materie, mit der er die Maschine zum Gott-Teilchen aktivieren will. Der Versuch scheitert. Die Ablenkung nutzt Martha, um selbst nach 2053 zu reisen — sie handelt im Auftrag Adams.
In der alternativen Zeitlinie des Jahres 2019 offenbart die ältere Martha ihre wahre Rolle: Sie ist Eva, das Gegenstück zu Adam. Ihre Verbindung mit Jonas verknüpft die beiden Welten untrennbar miteinander. Eva erklärt, sie wolle beide Welten bewahren, während Adam sie auslöschen wolle — und Jonas solle die junge Martha zu jener Eva formen, die sie einmal wird.
Der Unbekannte arbeitet Eva zu und verschafft ihr Zugang zum Kraftwerk. In Evas Welt gesteht Helge, Mads getötet zu haben, und Hannah setzt Aleksander mit ihrem Wissen über Charlotte unter Druck. Am Ende führt Jonas die junge Martha der Parallelwelt durch das Wurmloch — sie treten in eine Wüstenlandschaft, in der bereits eine erwachsene Martha auf sie wartet.
Der Ursprung
Im Jahr 1954 begegnet der junge Tronte dem Unbekannten, der andeutet, sein Vater zu sein. Egon Tiedemann unterhält eine Affäre mit der jungen Hannah; als sie schwanger wird, gibt er ihr Geld für eine Abtreibung, doch Hannah verlässt schließlich die Stadt.
Zugleich verliebt sich Jana in Tronte, während dieser seine Unschuld an Claudia verliert. Durch den Unbekannten erfährt Doris von Egons Untreue und will sich scheiden lassen. Der Unbekannte wiederum drängt den Bürgermeister von Winden, den Bau des Atomkraftwerks zu genehmigen — der Ursprung, aus dem später alles erwächst.
In der postapokalyptischen Parallelwelt des Jahres 2052 erklärt die erwachsene Martha Jonas und ihrem jüngeren Ich, die Katastrophe lasse sich verhindern, wenn das Öffnen der Fässer im Kraftwerk gestoppt wird. Zurück im Jahr 2019 kommen sich Martha und Jonas näher und schlafen miteinander.
Adam hat den Sitz von Sic Mundus unterdessen ins Jahr 2053 verlegt, und Agnes betritt das Gott-Teilchen. Am Ende eröffnet Adam der jungen Martha, dass sie schwanger ist: Ihr gemeinsames Kind mit Jonas ist jener Unbekannte, aus dem der gesamte Stammbaum hervorgeht.
Leben und Tod
Im Jahr 1987 versucht Katharina, der in der psychiatrischen Klinik arbeitenden Helene die Schlüsselkarte zu entwenden, um Ulrich zu befreien. Helene erschlägt Katharina mit einem Stein und versenkt ihre Leiche im See.
H.G. Tannhaus offenbart der jugendlichen Charlotte, dass sie ihm einst von zwei Frauen übergeben wurde — kurz nachdem sein Sohn, seine Schwiegertochter und seine Enkelin bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Jahr 2020 geraten Peter und Elisabeth an einen Marodeur, der Peter tötet, ehe Elisabeth den Angreifer erschießt und zu Noah flüchtet.
Claudia trifft auf ihr Gegenstück aus der anderen Welt, das ihr den Auftrag erteilt, beide Welten zu retten, und ihr erstmals das Journal übergibt. In der alternativen Zeitlinie des Jahres 2019 führt Jonas Martha zum Kraftwerk. Als sie sich an genau derselben Stelle verletzt wie zuvor die „Narben-Martha“, erkennt Jonas, dass sie den immergleichen Kreislauf nur wiederholen.
Die beiden stellen Eva zur Rede. Eva erklärt Jonas, er habe seinen Zweck erfüllt. Im selben Moment tritt eine weitere junge Martha auf und erschießt ihn.
Licht und Schatten
Im Jahr 2020 suchen Claudia und ein offenbar noch lebender Jonas das verlassene Kraftwerk auf und finden das Gott-Teilchen in einem ruhenden Zustand. Claudia überredet Jonas, es erneut zu aktivieren.
In Evas Welt des Jahres 2052 erklärt Eva der jungen Martha, dass Jonas' Tod in Adams Welt jener Punkt ist, an dem sich zwei Realitäten in einer Quantenverschränkung überlagern: In einem Zweig rettet die alternative Martha Jonas, im anderen wird er selbst zu Adam. Die junge Martha reist zum Tag der Apokalypse 2019 und macht sich mit Bartosz auf zum Kraftwerk, wird jedoch vom erwachsenen Magnus und Franziska aus Adams Welt abgefangen, die sie losschicken, um Jonas zu retten.
Bartosz begegnet seinem erwachsenen Ich, das in Evas Welt der Bruderschaft Erit Lux vorsteht. Die Unbekannten setzen 1986 in beiden Welten radioaktiven Abfall frei — der eigentliche Ursprung von Wurmloch und Apokalypse. Als Aleksander und Charlotte die Fässer öffnen, bricht auch in Evas Welt die Katastrophe herein.
In Adams Welt des Jahres 2053 verfolgt Adam seinen Plan, den Ursprung zu vernichten: Er will die Energie beider Apokalypsen auf die schwangere Martha lenken und sie samt ihrem ungeborenen Kind töten.
Zwischen der Zeit
Zwei Varianten des Apokalypse-Tags 2020 laufen nebeneinander: In der einen rettet die Martha aus der Parallelwelt Jonas, in der anderen wird sie von Bartosz aus Evas Welt aufgehalten und erhält den Auftrag, Jonas zu töten.
Im Jahr 1890 bekommen Bartosz und Silja zwei Kinder, Hanno — den späteren Noah — und Agnes, deren Geburt Silja das Leben kostet. 1911 sucht Hannah mit ihrer Tochter Silja Jonas auf, der sich zusehends in Adam verwandelt. Jonas ermordet Hannah und schickt Silja ins postapokalyptische Winden.
Jonas und Claudia arbeiten bis 2041 vergeblich am Gott-Teilchen. Charlotte wird als Tochter von Noah und Elisabeth geboren; die erwachsene Elisabeth und Charlotte entführen das Charlotte-Baby und übergeben es H.G. Tannhaus. Noahs Suche nach seiner Tochter führt ihn 1920 zur Aufnahme in den Bund Sic Mundus.
Claudia tötet ihr Gegenstück aus der anderen Welt und gibt sich fortan vor Eva als dieses aus, um Informationen zu sammeln. Im Jahr 2052 schickt die alte Claudia den erwachsenen Jonas auf seine Mission ins Jahr 2019. Adams Versuch, den Ursprung zu zerstören, löscht seine eigene Existenz nicht aus — stattdessen tritt die alte Claudia vor ihn und erklärt, sie wisse, wie beide Welten miteinander verbunden sind.
Das Paradies
Claudia erklärt Adam, wie alles zusammenhängt: Die Welten von Adam und Eva sind über einen Knoten mit einer dritten, ursprünglichen Welt verbunden. In dieser Ursprungswelt baute der Uhrmacher H.G. Tannhaus eine Zeitmaschine, um den Unfalltod seiner Familie rückgängig zu machen. Der Versuch zerstörte seine Welt, die sich daraufhin in die beiden bekannten Welten aufspaltete.
Um den Ursprung der Zeitschleife zu verhindern, muss der Tod von Tannhaus' Familie abgewendet werden. Adam holt den jungen Jonas zur Apokalypse in Evas Welt, damit dieser Martha zu sich nimmt. Zugleich stellt sich Adam Eva entgegen — und weigert sich zu ihrer Überraschung, sie zu töten. Eva erkennt, dass der Kreislauf durchbrochen ist, und umarmt ihn.
Jonas und Martha reisen durch den Gang in der Höhle in die Ursprungswelt und retten dort die Familie von H.G. Tannhaus vor dem tödlichen Unfall. Damit werden beide bisherigen Welten ausgelöscht.
In der Ursprungswelt existieren nur noch jene Figuren, deren Geburt nicht Folge von Zeitreisen war: Peter lebt mit Bernadette, Katharina ist allein, ebenso die von ihrer Krebserkrankung befreite Regina, und Hannah erwartet ein Kind von Torben Wöller. Beim gemeinsamen Abendessen fällt Hannahs Blick auf eine gelbe Regenjacke; sie hat ein Déjà-vu und sagt, den Namen Jonas habe sie schon immer gemocht.







