Krypton: Supermans Heimatplanet | DC-Wiki

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Krypton ist Supermans zerstörter Heimatplanet. Warum er untergeht, was die rote Sonne Rao mit Supermans Kräften zu tun hat und wer überlebt hat – von Kandor bis General Zod.

Krypton ist der Heimatplanet von Superman. Auf ihm wird Kal-El geboren, und kurz vor dem Untergang des Planeten schicken ihn seine Eltern Jor-El und Lara in einer Kapsel zur Erde. Fast alles, was Superman ausmacht, führt auf Krypton zurück: seine Kräfte, seine größte Schwäche, seine wenigen Verwandten und seine gefährlichsten Gegner.

Gemeint ist hier der Planet aus den DC-Comics und -Filmen. Mit dem chemischen Element Krypton hat er nur den Namen gemein, und die gleichnamige Serie „Krypton” erzählt eine Episode aus seiner Geschichte, nicht den Planeten als Ganzes.

Auf einen Blick

Was ist Krypton? Der fiktive Heimatplanet von Superman im DC-Universum, der kurz nach Kal-Els Geburt zerstört wird.

Welche Sonne hat Krypton? Die rote Sonne Rao. Unter ihr haben Kryptonier keine Superkräfte, erst unter einer gelben Sonne wie der der Erde.

Warum wurde Krypton zerstört? In den meisten Fassungen bricht der instabile Planetenkern zusammen. Jor-El warnt davor, doch der Rat hört nicht auf ihn.

Wer hat überlebt? Kal-El, seine Cousine Kara Zor-El, die geschrumpfte Stadt Kandor und die Häftlinge der Phantomzone um General Zod.

Seit wann gibt es Krypton? Der Planet wird in Action Comics #1 (Juni 1938) erwähnt und in Superman #1 (1939) erstmals Krypton genannt.

Warum Krypton untergeht: Die Fassungen im Vergleich

Das Ende von Krypton ist der Ausgangspunkt jeder Superman-Geschichte, aber jede Fassung erzählt es ein wenig anders. Gleich bleibt fast immer der Kern: Jor-El erkennt die Gefahr, niemand glaubt ihm, und ihm bleibt nur, seinen Sohn zu retten.

Fassung Warum Krypton untergeht Wer überlebt
Comics (ab 1939) Instabiler Planetenkern, den der Wissenschaftsrat trotz Jor-Els Warnung ignoriert Kal-El; je nach Fassung Kandor, Argo City mit Kara Zor-El, die Häftlinge der Phantomzone
Superman (1978) Jor-El sagt den Untergang voraus, der Rat glaubt ihm nicht Kal-El; Zod und seine Mitstreiter in der Phantomzone
Man of Steel (2013) Rücksichtsloser Abbau des Planetenkerns Kal-El mit dem Codex; Zod und seine Anhänger in der Phantomzone
Superman (2025) Nicht erzählt, der Film setzt den Untergang voraus Kal-El; im DCU außerdem Kara Zor-El und ihr Hund Krypto
Supergirl (2026) Der Untergang eröffnet den Film Kara Zor-El, deren Stadt Argo City als Bruchstück überlebt

Auffällig ist, wie sehr sich die Rolle der Eltern verschoben hat. In „Superman” ist Jor-El, gespielt von Marlon Brando, der weise Mahner. In „Man of Steel” wird Russell Crowe als Jor-El zum Rebellen gegen eine erstarrte Gesellschaft. Und in „Superman” enthüllt die wiederhergestellte zweite Hälfte der Botschaft von Jor-El und Lara, dass sie ihren Sohn zur Erde schickten, damit er sie beherrscht und viele Frauen nimmt, um die kryptonische Art zu erneuern. James Gunn stellt damit das Bild der edlen Eltern auf den Kopf.

Rao, die rote Sonne: Warum Kryptonier auf der Erde Kräfte haben

Krypton kreist um die rote Sonne Rao. Je nach Fassung ist sie ein roter Riese oder ein roter Zwerg. Entscheidend ist ihre Farbe: Unter rotem Licht sind Kryptonier nicht stärker als Menschen. Erst unter einer gelben Sonne speichern ihre Zellen Sonnenenergie und setzen sie als Stärke, Flugfähigkeit, Hitzeblick und nahezu unverwundbare Haut frei.

Deshalb ist Superman nur auf der Erde Superman. Gegner nutzen das gezielt: Eine Falle aus rotem Sonnenlicht nimmt ihm seine Kräfte ebenso zuverlässig wie Kryptonit, das aus den Trümmern des Planeten besteht.

Das Haus El und die kryptonische Gesellschaft

Krypton ist eine Hochzivilisation, die von großen Familien, den Häusern, und einem Rat geführt wird. Das Haus El ist das Haus der Wissenschaftler: Jor-El, Supermans Vater, und sein Bruder Zor-El, der Vater von Kara. Das „S” auf Supermans Brust ist das Wappen dieses Hauses.

„Man of Steel” zeigt Krypton als Gesellschaft, in der Kinder künstlich erzeugt und für feste Aufgaben bestimmt werden, als Arbeiter, Krieger oder Wissenschaftler. Kal-El ist dort das erste auf natürlichem Weg geborene Kind seit Jahrhunderten. Jor-El schreibt ihm den Codex ein, das Erbgut aller Kryptonier, und macht ihn damit zum Ziel von Zod. Die Serie „Krypton” erzählt dagegen von Seg-El, Supermans Großvater, rund 200 Jahre vor dessen Geburt.

Kandor und Argo City: Die Städte, die überlebten

Zwei Städte entkommen in den Comics dem Untergang. Kandor, die Hauptstadt, wurde schon vorher von Brainiac mit einem Schrumpfstrahl verkleinert und in eine Glasglocke gesperrt, erstmals in Action Comics #242 vom Juli 1958. Superman bewahrt die Flasche mit der winzigen Stadt in seiner Festung der Einsamkeit auf und versucht jahrelang, sie wieder zu vergrößern.

Argo City dagegen wird bei der Explosion als Ganzes ins All geschleudert. Dort wächst Kara Zor-El auf, Supermans Cousine. Als der Boden der Stadt sich in Kryptonit verwandelt, schicken ihre Eltern sie zur Erde, so erzählt es Action Comics #252 vom Mai 1959. „Supergirl” greift das auf: Kara hat dort miterlebt, wie die Menschen um sie herum starben, und ist deshalb deutlich bitterer als ihr Cousin, der auf einer Farm in Kansas aufwuchs.

Die Überlebenden von Krypton

Neben Kal-El und Kara haben vor allem die Gefangenen der Phantomzone überlebt. Jor-El hat diese Paralleldimension entdeckt, Krypton nutzte sie als Gefängnis. General Zod landet dort nach einem gescheiterten Putsch, zusammen mit Mitstreitern wie Faora und Jax-Ur. Weil die Zone vom Untergang unberührt bleibt, sind ausgerechnet Kryptons gefährlichste Verbrecher seine zahlreichsten Überlebenden. Die Phantomzone taucht erstmals in Adventure Comics #283 vom April 1961 auf.

Im DCU gehört außerdem Krypto der Superhund dazu, der in „Superman” an Supermans Seite kämpft. Und auch ein Stück Krypton selbst ist geblieben: Kryptonit, die strahlenden Trümmer des Planeten, die Kal-Els Kapsel zur Erde folgten.

Krypton in Filmen und Serien

Im Kino hat Krypton zwei große Auftritte bekommen. „Superman” zeigt den Planeten als kühle Welt aus weißen Kristallen, in der Marlon Brando als Jor-El den Rat warnt und Zod verurteilt. „Man of Steel” widmet Krypton 2013 den gesamten Auftakt, mit Kreaturen, Flugmaschinen und dem Bürgerkrieg zwischen Jor-El und Zod.

Im Fernsehen erzählte „Krypton” von 2018 bis 2019 in zwei Staffeln mit Cameron Cuffe als Seg-El die Vorgeschichte des Hauses El. Im neuen DC Universe setzt „Superman” Krypton voraus, „Supergirl” beginnt mit seinem Untergang, und in „Man of Tomorrow” tritt 2027 Brainiac auf, der in den Comics Kandor geschrumpft hat. Gespielt wird er von Lars Eidinger.

Krypton, Kryptonit, Krypton-Serie: Nicht verwechseln

Drei Dinge tragen fast denselben Namen. Krypton ist der Planet, um den es hier geht. Kryptonit sind die radioaktiven Trümmer dieses Planeten, die Superman schwächen. Und „Krypton” ist die Serie über Supermans Großvater.

Dazu kommt das echte Krypton: ein Edelgas mit dem Kürzel Kr, 1898 von William Ramsay und Morris Travers entdeckt. Der Name stammt vom griechischen Wort für „verborgen”. Mit Superman hat das Gas nichts zu tun.

Krypton ist der fiktive Heimatplanet von Superman im DC-Universum. Dort wird er als Kal-El geboren, bevor der Planet zerstört wird und seine Eltern ihn zur Erde schicken.

In den meisten Fassungen bricht der instabile Planetenkern zusammen. In „Man of Steel” ist rücksichtsloser Abbau des Kerns die Ursache. Jor-El warnt jedes Mal, doch der Rat von Krypton glaubt ihm nicht.

Die Sonne heißt Rao und ist rot. Unter ihrem Licht haben Kryptonier keine Superkräfte, erst unter einer gelben Sonne wie auf der Erde.

Kal-El alias Superman, seine Cousine Kara Zor-El aus Argo City, die von Brainiac geschrumpfte Stadt Kandor und die Häftlinge der Phantomzone, allen voran General Zod.

Ja. Kara Zor-El ist die Tochter von Zor-El, dem Bruder von Jor-El, und damit Supermans Cousine. Sie wächst in Argo City auf, einem Bruchstück von Krypton, das die Explosion zunächst überstanden hat.

Nein. Kryptonit entsteht erst durch den Untergang: Es sind die strahlenden Trümmer des zerstörten Planeten, die ins All geschleudert wurden und später auf der Erde landen.

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