Kryptonit | DC-Wiki
Kryptonit ist Supermans bekannteste Schwäche – Trümmer seines zerstörten Heimatplaneten. Wir erklären, welche Kryptonit-Arten es gibt, wie sie wirken und warum das Gestein Menschen kaum etwas anhaben kann.
Kryptonit ist ein fiktives Mineral aus dem DC-Universum und die bekannteste Schwäche von Superman. Es sind Bruchstücke seines zerstörten Heimatplaneten Krypton, die beim Untergang ins All geschleudert wurden und deren Strahlung ausgerechnet auf Kryptonier wirkt – auf Menschen dagegen kaum.
Auf einen Blick
Was ist Kryptonit? Radioaktives Gestein vom zerstörten Planeten Krypton, das Kryptoniern ihre Kräfte nimmt und sie in großer Menge töten kann.
Welche Arten gibt es? Am bekanntesten sind grün, rot, blau, gold, schwarz und X-Kryptonit – jede Farbe wirkt anders.
Ist Kryptonit für Menschen gefährlich? Kurzfristig nicht. Erst dauerhafte Bestrahlung schadet auch Menschen.
Gibt es Kryptonit wirklich? Nein. Das Mineral Jadarit hat zwar eine fast identische chemische Formel, ist aber weiß, nicht radioaktiv und leuchtet nicht.
Seit wann gibt es Kryptonit? Seit Juni 1943 – eingeführt nicht im Comic, sondern in der Radioserie „The Adventures of Superman”.
Woher Kryptonit stammt
Als der Planet Krypton auseinanderbrach, wurde ein Teil seiner Materie durch die Explosion verändert und als strahlendes Gestein ins All geschleudert. Weil Kal-Els Rettungskapsel denselben Weg zur Erde nahm, folgten ihm die Trümmer gewissermaßen hinterher – Kryptonit taucht in den Geschichten deshalb immer wieder als Meteoritenfund auf, und jeder Fund ist ein Rest seiner Heimat.
Der Grund für die Wirkung liegt in derselben Physik, die Superman überhaupt stark macht. Unter der gelben Sonne der Erde speichern kryptonische Zellen Sonnenenergie und setzen sie als übermenschliche Kraft frei. Die Strahlung des Kryptonits stört genau diesen Vorgang: Sie verdrängt die gespeicherte Energie und macht den Zellen ihre eigene Quelle unzugänglich. Deshalb wird Superman in der Nähe des Gesteins schlagartig schwach.
Eingeführt wurde das Ganze aus einem praktischen Grund: 1943 brauchte die Radioserie „The Adventures of Superman” eine Erklärung dafür, warum ihr Held wochenlang nicht auftrat, während sein Sprecher Bud Collyer Urlaub machte. In den Comics erschien Kryptonit erst sechs Jahre später, in Superman #61 vom November 1949 – und war dort zunächst rot.
Die Kryptonit-Arten und ihre Wirkung
Über die Jahrzehnte hat DC das Farbspektrum immer weiter ausgebaut. Die Wirkungen unterscheiden sich je nach Kontinuität – die folgenden sind die etablierten Varianten, wie sie in Comics, Filmen und Serien am häufigsten auftauchen.
Grünes Kryptonit
Die Standardvariante und die einzige, die praktisch jeder kennt. Grünes Kryptonit nimmt Kryptoniern ihre Kräfte, verursacht starke Schmerzen und führt bei längerer oder intensiver Aussetzung zum Tod. Es ist die Variante, mit der Lex Luthor in nahezu jeder Fassung der Geschichte arbeitet, und die einzige, die in den Realfilmen eine größere Rolle spielt.
Rotes Kryptonit
Die unberechenbarste Sorte. Im Silver Age der Comics löste rotes Kryptonit bei jedem Kontakt einen anderen, zufälligen Effekt aus – von Gedächtnisverlust bis zu körperlichen Verwandlungen –, der nach etwa 48 Stunden von selbst verschwand und beim selben Kryptonier nie zweimal gleich wirkte. Spätere Fassungen haben das vereinfacht: In „Smallville” wirkt rotes Kryptonit enthemmend und lässt Clark Kent alle Skrupel fallen.
Blaues Kryptonit
Blaues Kryptonit ist das Spiegelbild des grünen: Es schadet nicht Kryptoniern, sondern Bizarro, dem fehlerhaften Superman-Duplikat. In neueren Geschichten nimmt es Kryptoniern für die Dauer des Kontakts ihre Kräfte, ohne ihnen wehzutun – was es zum einzigen Kryptonit macht, das auch als Schutz gedacht sein kann.
Goldenes Kryptonit
Die endgültige Variante. Goldenes Kryptonit nimmt einem Kryptonier seine Kräfte dauerhaft – ein einziger Kontakt genügt, und die Fähigkeit, Sonnenenergie zu speichern, kommt nicht zurück. Genau deshalb kommt es in den Geschichten selten vor: Es beendet eine Superman-Erzählung, statt sie zuzuspitzen.
Schwarzes Kryptonit
Entsteht, wenn grünes Kryptonit großer Hitze ausgesetzt wird. Es spaltet einen Kryptonier in zwei eigenständige Körper auf – eine gute und eine böse Hälfte. Bekannt wurde die Variante vor allem durch „Smallville”, wo sie sowohl Clark als auch Kara trifft.
X-Kryptonit
Die einzige künstliche Variante der Liste: X-Kryptonit entstand als Nebenprodukt eines misslungenen Experiments von Supergirl, die ein Gegenmittel gegen grünes Kryptonit suchte. Auf Kryptonier wirkt es überhaupt nicht – dafür verleiht es irdischen Lebewesen zeitweise Superkräfte. Ihr erstes Versuchsobjekt war unfreiwillig ihr Kater Streaky.
Wirkung auf Kryptonier und auf Menschen
Der entscheidende Unterschied: Die Strahlung des Kryptonits ist auf kryptonische Physiologie abgestimmt. Ein Mensch kann ein Stück grünes Kryptonit in der Hand halten, ohne etwas zu spüren – und genau das macht es als Waffe so brauchbar. Wer Superman schaden will, braucht keine Superkräfte, nur Zugang zu einem Meteoritenbrocken.
Harmlos ist es aber nicht. Bei dauerhaftem Kontakt wirkt die Strahlung auch auf Menschen krebserregend; in den Comics verliert Lex Luthor deshalb eine Hand, nachdem er jahrelang einen Kryptonit-Ring getragen hat. Eine eigene Spielart hat „Smallville” daraus gemacht: Dort löst der Meteoritenregen bei Bewohnern von Smallville Mutationen aus – die sogenannten Meteorfreaks, aus denen die Serie ihre wöchentlichen Gegenspieler zieht.
Betroffen sind übrigens alle Kryptonier, nicht nur Superman: Supergirl reagiert genauso, und selbst Krypto der Superhund verliert in der Nähe des Gesteins seine Fähigkeiten.
Kryptonit in Filmen und Serien
In „Superman” hängt Lex Luthor dem Helden eine Kette mit grünem Kryptonit um den Hals und stößt ihn in ein Schwimmbecken – bis heute die prägendste Bildidee zum Thema. „Superman Returns” treibt es 2006 auf die Spitze: Luthor lässt dort aus kryptonischer Kristalltechnologie einen ganzen Kontinent wachsen, der von Kryptonit durchzogen ist.
„Batman v Superman: Dawn of Justice” macht das Gestein 2016 zum Angelpunkt der Handlung: Batman schmiedet daraus Speer und Gasgranaten, weil er in Superman eine Gefahr sieht – und ausgerechnet dieser Speer entscheidet am Ende den Kampf gegen Doomsday.
Im Fernsehen ist „Smallville” der größte Kryptonit-Verwerter: Der Meteoritenregen, der den jungen Clark Kent zur Erde brachte, prägt zehn Staffeln lang die ganze Stadt. Auch „Superman & Lois” und „Supergirl” greifen regelmäßig auf verschiedene Varianten zurück.
Gibt es Kryptonit wirklich?
Nein. Kryptonit ist erfunden und steht in keinem Periodensystem. Es gibt allerdings zwei Dinge, die denselben Namen tragen und bei der Suche regelmäßig dazwischenkommen – beide haben mit Superman nichts zu tun.
Jadarit – das Mineral mit der passenden Formel
2007 beschrieben Forscher ein neues Mineral aus dem Jadar-Becken in Serbien und tauften es Jadarit. Bei der Bestimmung fiel dem Mineralogen Chris Stanley vom Natural History Museum in London auf, dass dessen Zusammensetzung – Natrium-Lithium-Bor-Silikat mit Hydroxid, chemisch LiNaSiB3O7(OH) – fast wörtlich der Formel entspricht, die in „Superman Returns” auf einer Museumstafel als Kryptonit ausgewiesen wird.
Die Ähnlichkeit endet allerdings bei der Formel. Jadarit ist weiß bis cremefarben, kreidig, weder radioaktiv noch leuchtend – und enthält kein Fluor, das in der Filmformel noch vorkam. Interessant ist es aus einem ganz anderen Grund: Das Jadar-Vorkommen ist eine der größten bekannten Lithiumlagerstätten Europas und damit ein Kandidat für die Batterieproduktion.
Kryptonite – die Fahrradschloss-Marke
Die zweite Verwechslung ist ein US-amerikanischer Hersteller von Bügelschlössern, der seinen Namen in den 1970er-Jahren beim Comic entlehnt hat. Wer nach „Kryptonit” sucht und bei Fahrradzubehör landet, hat dieses Unternehmen gefunden – mit dem DC-Universum verbindet es nichts außer der Anspielung im Markennamen.
Kryptonit ist ein fiktives, radioaktives Mineral aus dem DC-Universum. Es besteht aus Bruchstücken des zerstörten Planeten Krypton und nimmt Kryptoniern wie Superman ihre Kräfte, weil seine Strahlung die gespeicherte Sonnenenergie in ihren Zellen verdrängt.
Die etablierten Varianten sind grün (schwächt und tötet), rot (unberechenbare oder enthemmende Wirkung), blau (schadet Bizarro, nimmt Kryptoniern zeitweise die Kräfte), gold (nimmt die Kräfte dauerhaft), schwarz (spaltet die Persönlichkeit in zwei Körper) und X-Kryptonit (verleiht Menschen und Tieren zeitweise Superkräfte).
Kurzfristig nicht – ein Mensch kann grünes Kryptonit gefahrlos anfassen. Bei dauerhafter Bestrahlung wirkt es allerdings krebserregend: In den Comics verliert Lex Luthor deshalb eine Hand, nachdem er jahrelang einen Kryptonit-Ring getragen hat.
Nein. Das 2007 in Serbien entdeckte Mineral Jadarit hat zwar fast dieselbe chemische Formel wie das Kryptonit aus „Superman Returns“, ist aber weiß, kreidig und weder radioaktiv noch leuchtend. Der Fahrradschloss-Hersteller Kryptonite hat mit DC ebenfalls nichts zu tun.
Weil die Strahlung auf kryptonische Physiologie wirkt. Kryptonische Zellen speichern unter einer gelben Sonne Energie und setzen sie als Superkräfte frei; Kryptonit unterbricht genau diesen Vorgang. Menschliche Zellen tun das nicht und bleiben deshalb weitgehend unbeeindruckt. Betroffen sind dafür alle Kryptonier – auch Supergirl und Krypto der Superhund.
Im Juni 1943 in der Radioserie „The Adventures of Superman“, damit die Serie erklären konnte, warum ihr Held während des Urlaubs seines Sprechers nicht auftrat. In den Comics erschien es erst im November 1949 in Superman #61 – und war dort rot, nicht grün.