„The King's Man - The Beginning” ist das Prequel der Kingsman-Reihe und ihr größter Bruch: Statt Agentenkomödie in der Gegenwart gibt es ein Kriegsdrama zwischen Burenkrieg und Erstem Weltkrieg. Matthew Vaughn erzählt darin, wie die Organisation überhaupt entstanden ist – und braucht dafür zwei Stunden, in denen von Kingsman lange nichts zu sehen ist.
Handlung
Orlando, der Herzog von Oxford, verliert seine Frau im Zweiten Burenkrieg und verspricht ihr am Sterbebett, den gemeinsamen Sohn Conrad vor jeder Gefahr zu schützen. Jahre später hat er ein weltweites Informationsnetz aufgebaut – nicht aus Agenten, sondern aus Dienstpersonal, das in den Häusern der Mächtigen alles mitbekommt.
Als in Sarajevo der österreichische Thronfolger erschossen wird und Europa in den Krieg kippt, stellt sich heraus, dass hinter den Ereignissen eine Verschwörung steckt, zu der unter anderem Rasputin gehört. Conrad will an die Front, sein Vater will ihn davon abhalten – und aus diesem Konflikt zieht der Film seine ernsteste Sequenz.
Besetzung
Ralph Fiennes spielt den Duke of Oxford, Harris Dickinson seinen Sohn Conrad. Gemma Arterton ist Polly, dazu kommen Djimon Hounsou, Rhys Ifans als Rasputin und Daniel Brühl als Erik Jan Hanussen. Regie führte Matthew Vaughn.
Einordnung in die Reihe
Chronologisch ist der Film der erste der Reihe, als Schauempfehlung gehört er ans Ende. Der Grund steckt in der Schlussszene: Dort gründet der Herzog offiziell die Kingsmen. Wer die Organisation aus „Kingsman: The Secret Service” bereits kennt, sieht in dieser Szene eine Pointe; wer sie nicht kennt, sieht nur einen Schneiderladen.
Figuren teilt der Film mit den beiden Eggsy-Teilen nicht, Vorwissen braucht er nicht. Er steht damit inhaltlich für sich – verbunden ist er über die Institution, nicht über Personen. Wer nur die Agentenkomödien mochte, kann ihn auslassen.
Deutscher Start, FSK und Einspiel
Der Film kam am 22. Dezember 2021 in die US-Kinos und am 6. Januar 2022 nach Deutschland; die FSK gab ihn ab 16 Jahren frei. Nach acht pandemiebedingten Verschiebungen blieb er kommerziell weit zurück: rund 126 Millionen Dollar weltweit bei einem Budget um die 100 Millionen. Auch die Kritiken fielen deutlich schwächer aus als bei den Vorgängern.
Wie es weiterging
Trotz des Ergebnisses kündigte Matthew Vaughn im Oktober 2023 eine direkte Fortsetzung an: „The King's Man: The Traitor King” soll dem Aufstieg Hitlers folgen, gespielt von David Kross; Ralph Fiennes, Gemma Arterton und Djimon Hounsou sollen ihre Rollen wiederholen. Der Film steckt in der Vorbereitung und hat keinen Termin. Davon zu unterscheiden ist „Kingsman: The Blue Blood”, der dritte Eggsy-Film – ein anderes Projekt, ebenfalls ohne Drehstart.
Der Herzog von Oxford baut zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Spionagenetz aus Dienstpersonal auf und versucht, den Ersten Weltkrieg zu verhindern. Dahinter steckt eine Verschwörung, zu der unter anderem Rasputin gehört. Am Ende gründet er die Kingsmen.
Ralph Fiennes als Duke of Oxford, Harris Dickinson als Conrad, Gemma Arterton als Polly, dazu Djimon Hounsou, Rhys Ifans als Rasputin und Daniel Brühl als Erik Jan Hanussen.
Nein. Obwohl er chronologisch zuerst spielt, gehört der Film ans Ende der Schauliste: Seine Schlussszene zeigt die Gründung der Kingsmen und wirkt nur, wenn man die Organisation aus den beiden Eggsy-Filmen bereits kennt.
Angekündigt ist „The King's Man: The Traitor King” um den Aufstieg Hitlers, mit David Kross in dieser Rolle. Das Projekt steckt in der Vorbereitung, ein Kinotermin steht nicht fest.
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