500-Millionen-Deal: Das komplette Walking-Dead-Universum wandert ab 2027 zu Netflix

500-Millionen-Deal: Das komplette Walking-Dead-Universum wandert ab 2027 zu Netflix AMC
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Netflix und AMC Global Media haben einen fünfjährigen Lizenzvertrag über 500 Millionen Dollar geschlossen: Ab 2027 laufen alle sieben Serien des Walking-Dead-Universums mit insgesamt 371 Folgen bei Netflix – in immer mehr Ländern.

Netflix und AMC Global Media haben einen der größten Streaming-Lizenzdeals des Jahres abgeschlossen: Für rund 500 Millionen Dollar sichert sich Netflix für fünf Jahre die Rechte am kompletten Walking-Dead-Universum. Das bestätigten beide Unternehmen am Donnerstagvormittag – parallel zu den Quartalszahlen von AMC Global Media.

Insgesamt geht es um 371 Episoden aus sieben Serien – von der Mutterserie bis zu den jüngsten Ablegern. Damit bündelt Netflix ein Franchise, das bislang über verschiedene Anbieter und Länder verstreut lief, erstmals als geschlossenes Paket.

Alle sieben Serien, 371 Folgen

Der Deal umfasst neben „The Walking Dead” sämtliche Spin-offs: „Fear the Walking Dead”, „The Walking Dead: Daryl Dixon”, The Walking Dead: Dead City, The Walking Dead: The Ones Who Live, The Walking Dead: World Beyond und die Anthologieserie Tales of The Walking Dead.

Wichtig für die Praxis: Die Lizenzen starten laut AMC nicht überall gleichzeitig. Sie greifen jeweils dann, wenn die bestehenden Streamingverträge im jeweiligen Land auslaufen. Der Rollout zieht sich also über einen längeren Zeitraum – der Startschuss fällt 2027.

Netflix weitet die Verfügbarkeit deutlich aus

Netflix hält die US-Streamingrechte an der Serie bereits seit 2011 – also praktisch seit dem Start des Franchise. Genau dieser Dauerbrenner-Effekt dürfte den neuen Vertrag erklären: Laut Netflix-Lizenzchefin Lori Conkling entdecken auch nach fast 15 Jahren noch immer neue Zuschauer die Serie über die Plattform.

Künftig soll das Universum in deutlich mehr Märkten verfügbar sein. Ausdrücklich genannt werden Großbritannien, Italien, Australien und Neuseeland – dazu kommen weitere Territorien, die bislang nicht einzeln benannt wurden.

Was das für Deutschland heißt

In den Mitteilungen von Netflix und AMC wird Deutschland nicht ausdrücklich als eines der neuen Gebiete genannt. Beide Seiten sprechen allgemein davon, das Franchise Fans auf der ganzen Welt zugänglich zu machen und die Verfügbarkeit auf weitere Territorien auszudehnen.

Für deutsche Zuschauer hängt damit alles an der Netflix-Seite des Vertrags: Ob und wann das Zombie-Universum hierzulande komplett dort landet, entscheidet sich über die laufenden Lizenzverträge der aktuellen Anbieter. Eine offizielle Aussage zum deutschen Markt steht bislang aus.

Warum der Deal für AMC so wichtig ist

Die Meldung kam nicht zufällig gemeinsam mit den Quartalszahlen: AMC Global Media verfehlte im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten, hob die Jahresprognose aber dennoch an – ausdrücklich auch wegen der Streaming-Vereinbarung. 500 Millionen Dollar über fünf Jahre sind für ein Unternehmen dieser Größe eine verlässlich planbare Einnahme.

„The Walking Dead” ist seit dem Serienstart an Halloween 2010 der wirtschaftliche Motor des Senders. Elf Staffeln und sechs Ableger später gehört das Franchise zu den erfolgreichsten Serienuniversen überhaupt – und wirft offenbar auch 16 Jahre nach dem Start noch dreistellige Millionenbeträge ab.

120 Millionen Dollar: AMC beendet den Streit um die Gewinnbeteiligung

Vor dem Start der Netflix-Ära räumt AMC Global Media noch eine Altlast ab. Das Unternehmen hat den seit 2022 laufenden Rechtsstreit mit Serienschöpfer Robert Kirkman und weiteren Produzenten über die Gewinnbeteiligung beigelegt und zahlt dafür 120 Millionen Dollar. 85 Millionen davon fließen noch in diesem Monat, weitere 35 Millionen im kommenden Jahr – Letztere zugleich als Vorschuss auf künftige Beteiligungen. Die Einigung kam nach Angaben von The Hollywood Reporter am Freitag, dem 4. September, zustande.

Neben Kirkman hatten Gale Anne Hurd, David Alpert, Charles Eglee und Glen Mazzara geklagt; im Kern ging es darum, wie AMC die Gewinne aus „The Walking Dead” und „Fear the Walking Dead” berechnet und einzieht. Es ist bereits der zweite große Vergleich dieser Art: 2021 hatte der Sender eine Klage von Frank Darabont und der Agentur CAA mit 200 Millionen Dollar beendet. Beide Seiten erklärten nun, sie freuten sich auf den gemeinsamen Erfolg des Franchise in den kommenden Jahren – womit der juristische Ballast, der die Marke seit 2013 begleitet, vor dem Umzug zu Netflix abgeräumt ist.

Neue Serien sind nicht Teil des Vertrags

Was der Deal ausdrücklich nicht enthält, sind neue Produktionen. Es handelt sich um eine reine Lizenzvereinbarung für bereits existierende Folgen. Von Netflix produzierte Original-Ableger des Franchise sind nicht angekündigt.

Für Fans ist die Nachricht dennoch relevant, weil das Universum bislang über verschiedene Dienste verstreut lief. Wer die Chronologie am Stück nachholen will, bekommt ab 2027 zumindest in den genannten Ländern erstmals alles an einem Ort.

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