Spider-Man 5: Tom Holland hat keinen Vertrag

Spider-Man 5: Tom Holland hat keinen Vertrag Sony Pictures / Disney
scifiscene.de bei Google bevorzugen

Sony-Chef Tom Rothman bestätigt: Marvel und Sony verhandeln jeden Spider-Man-Film einzeln, Tom Holland hat für einen fünften Teil keinen Vertrag. Was das für den MCU-Fahrplan bedeutet.

Spider-Man: Brand New Day” ist der erfolgreichste Marvel-Film seit Jahren – und trotzdem ist ein fünfter Teil bis heute nicht beschlossen. Sony-Chef Tom Rothman hat gegenüber Deadline erklärt, warum: Zwischen Sony und den Marvel Studios gibt es keinen Mehrfilm-Vertrag mehr. Jeder weitere Spider-Man-Film muss einzeln verhandelt werden – und Tom Holland hat für einen solchen Film derzeit gar keinen Vertrag.

Von Film zu Film statt Paketvertrag

Rothman, Chairman der Sony Pictures Motion Picture Group, bestätigte im Gespräch mit Deadline nach dem Kinostart von „Spider-Man: Brand New Day”, dass die beiden Studios inzwischen auf Einzelfilm-Basis zusammenarbeiten. Das ist der entscheidende Unterschied zur bisherigen Konstruktion: Früher war eine Reihe von Filmen im Voraus geregelt, heute ist jeder einzelne davon eine neue Verhandlung – über die Aufteilung der Kosten, über die Rechte und über die Beteiligten vor der Kamera.

Sony hält die Filmrechte an der Figur, die Marvel Studios liefern Kevin Feige und die Einbindung ins Marvel Cinematic Universe. Diese Konstellation hat schon einmal gewackelt: 2019 platzten die Gespräche zwischenzeitlich, und Spider-Man stand kurz davor, das MCU zu verlassen. Damals endete der Streit mit einem Kompromiss, der Holland weitere Auftritte sicherte. Einen vergleichbaren Rahmen gibt es nach Rothmans Darstellung derzeit nicht.

Tom Holland hat keinen laufenden Vertrag

Hollands ursprünglicher Vertrag über sechs Filme ist abgelaufen; für „Spider-Man: Brand New Day” wurde neu verhandelt. Für einen fünften Film besteht aktuell keine Bindung. Rothman sagte dazu lediglich, er hoffe, dass Holland zurückkehre – eine Absichtserklärung, keine Zusage.

Am Hauptdarsteller dürfte es am wenigsten scheitern. Holland hat wiederholt gesagt, er wolle die Rolle spielen, „so lange sie mich haben wollen” – für ihn sei Spider-Man die Freude seines Lebens. Und 2019 war es Holland selbst, der bei Disney-Chef Bob Iger anrief, um die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Ein Schauspieler, der um seine Rolle telefoniert, ist selten das Hindernis.

Feige hält sich bedeckt

Auch Marvel-Studios-Chef Kevin Feige äußert sich auffallend vorsichtig. Es gebe „immer Pläne”, sagte er, aber die Lage sei „gerade etwas unklar”. Weder Sony noch Marvel haben bislang bestätigt, dass ein fünfter Film in Auftrag gegeben wurde. Das ist bemerkenswert, weil der wirtschaftliche Fall so eindeutig ist wie selten.

„Spider-Man: Brand New Day” ist seit dem deutschen Kinostart am 29. Juli 2026 an der Kinokasse durchmarschiert: über 900 Millionen Dollar allein in Nordamerika, weltweit über zwei Milliarden Dollar und damit Platz drei der weltweiten Bestenliste. Destin Daniel Cretton hat den Film inszeniert, neben Holland spielen Zendaya, Sadie Sink, Jacob Batalon, Jon Bernthal und Mark Ruffalo. Ein Studio, das auf solchen Zahlen sitzt, lässt die Reihe normalerweise nicht liegen.

Was das für den MCU-Fahrplan heißt

Nach „Avengers: Doomsday” im Dezember 2026 und „Avengers: Secret Wars” 2027 ist der Marvel-Kalender dünn besetzt. Angekündigt sind bislang das X-Men-Reboot, ein neuer „Ghost Rider” und „Black Panther 3”. Ein weiterer Spider-Man-Film wäre der naheliegende Anker für die Zeit danach – nur steht er eben noch nicht im Kalender.

Solange die Studios auf Einzelfilm-Basis verhandeln, bleibt dieser Anker unverbindlich. Rechnet man die übliche Vorlaufzeit vom grünen Licht bis zum Kinostart, käme ein fünfter Teil frühestens gegen Ende des Jahrzehnts – vorausgesetzt, Sony und Marvel einigen sich zügig und Holland unterschreibt. Beides ist wahrscheinlich, aber beides ist offen.

Bei Google bevorzugen scifiscene.de bei Google bevorzugen Lege uns als bevorzugte Quelle fest – und sieh unsere Sci-Fi-News bei Google-Suchen ganz oben. Jetzt bevorzugen

Darum geht's