Strange New Worlds: Das gejagte Schiff in Folge 8 ist der Romulaner aus Balance of Terror
Folge 8 von Strange New Worlds ließ offen, welches Schiff Admiral Reeger jagt. Autor Alan B. McElroy hat die Antwort jetzt bestätigt: Es ist der romulanische Bird-of-Prey, den Kirk vier Jahre später in Balance of Terror stellt.
Die achte Folge der vierten Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” ließ eine Frage bewusst offen: Welches Schiff jagt Admiral Simon Reeger (Joe Morton), als er die Enterprise unter sein Kommando stellt? Der Autor der Episode hat die Antwort jetzt bestätigt — es ist der romulanische Bird-of-Prey aus Balance of Terror, jener Folge der Originalserie, in der Captain Kirk zum ersten Mal auf die Romulaner trifft.
Der Autor bestätigt die Verbindung
Achtung, ab hier Spoiler zu Staffel 4, Folge 8. Alan B. McElroy, Drehbuchautor von Orders of Magnitude, war zu Gast im Podcast Open Pike Night und wurde dort auf das getarnte Schiff angesprochen, das fünf Millionen Menschen der Föderation getötet hat — darunter Reegers Frau und seine Töchter. Seine Antwort lässt keinen Spielraum: Kirk lasse in dieser Folge genau den Gegner entkommen, dem er später noch einmal gegenüberstehen werde.
„In Wahrheit liegt Kirk falsch, denn dieses Schiff wird zu dem Schiff, dem er sich am Ende in Balance of Terror stellen muss”, sagte McElroy. „In gewisser Weise lässt er also einen Feind durch die Finger gleiten, den er wieder vor sich haben wird. Deshalb ist diese eine Zeile so wichtig. Wenn Reeger am Ende sagt: Das Blut und der Schrecken werden auf deinem Kopf lasten — das war eine direkte Verbindung zu Balance of Terror.”
Orders of Magnitude spielt im Jahr 2262, Kirks Konfrontation mit dem Bird-of-Prey folgt vier Jahre später. Die Serie stellt damit fest, dass der getarnte Romulaner vier Jahre lang die Neutrale Zone verletzt, Außenposten angreift und Millionen Menschen tötet, bevor ihn überhaupt jemand als Romulaner erkennt. Die Föderation weiß zu diesem Zeitpunkt nicht einmal, wie Romulaner aussehen — der Krieg zwischen Erde und Romulanern im 22. Jahrhundert wurde ohne einen einzigen Sichtkontakt geführt.
Für die Serie ist es der zweite Anlauf auf dieselbe Episode. Schon das Finale der ersten Staffel, A Quality of Mercy, schickte Pike in eine alternative Zukunft, in der er statt Kirk gegen den Bird-of-Prey antritt und den Konflikt diplomatisch lösen will — mit dem Ergebnis eines jahrzehntelangen Krieges. Die vierte Staffel dreht die Perspektive um: Diesmal ist es Kirk, der zu früh und zu unwissend auf denselben Gegner trifft und ihn ziehen lässt.
Ein Admiral, ein Notruf und Kirk an Bord
Die Folge teilt sich in zwei Stränge. Auf der einen Seite steht ein Außenteam: Pike (Anson Mount), Number One (Rebecca Romijn), Chapel (Jess Bush), Uhura (Celia Rose Gooding) und Kadettin A’Sha (Bianca Nugara) suchen auf einem trostlosen Planeten nach der Quelle eines Notrufs. Auf der anderen Seite bleibt Spock (Ethan Peck) auf der Enterprise zurück — und untersteht dort einem Admiral, der mit eigenen Befehlen an Bord kommt.
Diesen Admiral spielt Joe Morton, bekannt als Miles Dyson aus Terminator 2. Simon Reeger jagt das Schiff, das seine Familie ausgelöscht hat, und ist bereit, dafür die Generalorder 24 zu vollstrecken und einen ganzen Planeten zu zerstören. Gestoppt wird er von Paul Wesleys James T. Kirk, den Reeger zuvor selbst zu seinem Ersten Offizier gemacht hatte. Am Ende entkommt das fremde Schiff.
Genau darauf zielt McElroys Auflösung: Der Sieg, den Kirk in dieser Folge über seinen Vorgesetzten erringt, ist zugleich eine Niederlage, von der er nichts ahnt. Regie führte Sharon Lewis.
Star Trek: Strange New Worlds – Vorschau auf Folge 8
Wie es mit der Staffel weitergeht
Orders of Magnitude erschien am Donnerstag, dem 10. September 2026, bei Paramount+. Danach bleiben nur noch zwei Folgen: Once La’an a Time am 17. September und das Staffelfinale Tomorrow’s Enterprise am 24. September. Einen deutschen Episodentitel zu Folge 8 gibt es bislang nicht; eingedeutscht wurden bisher die Folgen 1 bis 6, zuletzt Schichtende.
Viel Zeit bleibt der Enterprise ohnehin nicht mehr. Paramount+ hat eine fünfte und zugleich finale Staffel bestellt, die nur noch sechs Folgen umfasst. Abgedreht ist sie längst — die Dreharbeiten endeten im Dezember 2025, seither läuft die Postproduktion. Ein Starttermin steht bislang nicht fest, erwartet wird die letzte Staffel 2027.
Ob die Enterprise dem getarnten Schiff dort noch einmal begegnet, ist offen. Der Kanon setzt enge Grenzen: Pikes Crew darf nicht erfahren, wen sie da vor sich hat, sonst steht Kirks Erstkontakt in Balance of Terror auf dem Spiel. Reizvoll wäre es trotzdem — eine Serie, die ihre letzte Staffel auf sechs Folgen verkürzt bekommt, hat wenig zu verlieren.
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