James Bond / Casting

Bill Skarsgård winkt beim Bond-Schurken ab: „Sie haben mich nicht angerufen“

Bill Skarsgård zum Bond-Schurken-Wunsch der Fans: Amazon hat ihn nicht angerufen. Warum er bei Bösewichten zögert, was aus der X-Men-Rolle wurde und wo das 007-Casting steht.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·4 Min. Lesezeit
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Bill Skarsgård winkt beim Bond-Schurken ab: „Sie haben mich nicht angerufen“
Lionsgate

Viele Fans wünschen sich Bill Skarsgård als Gegenspieler des neuen James Bond – bei Amazon MGM ist der Wunsch offenbar nicht angekommen. Im Podcast „Happy Sad Confused“ von Josh Horowitz sagte der Pennywise-Darsteller, wegen Bond habe sich niemand bei ihm gemeldet: „Sie haben mich wegen James Bond nicht angerufen, ich war nicht einmal im Gespräch.“

Die Frage kam nicht von ungefähr. In sozialen Netzwerken wird Skarsgård immer wieder als nächster großer 007-Schurke gehandelt – passend zu einer Karriere, die er zu einem guten Teil mit unheimlichen Figuren bestritten hat. Skarsgård selbst kommentierte die Fan-Castings knapp: „Komm schon, Mann.“

Schurke nur, wenn es etwas Neues ist

Grundsätzlich ausschließen will Skarsgård eine weitere Bösewicht-Rolle nicht, er knüpft sie aber an eine Bedingung. „Es müsste etwas sein, das sich für mich originell anfühlt, etwas, das ich noch nicht gemacht habe“, sagte er. Mit den bisherigen Rollen dieser Art fühle er sich „irgendwie ausgebrannt“. Es gebe aber Schurken, die auf ganz andere Weise Spaß machen könnten, „wenn es die richtige Sorte ist“.

Mit Blick auf das klassische Bild des Bond-Bösewichts, der eine weiße Katze auf dem Schoß krault, schob er nach: „Ich streichle gern Katzen – das klang jetzt komisch.“ Wie er seine Rollen auswählt, könne er ohnehin schwer erklären. Er müsse sich zu einem Stoff hingezogen fühlen. Zugleich wolle er nicht abstumpfen und könne sich vorstellen, auch längere Zeit nicht zu drehen, bis ihn etwas wirklich packt.

Wo die Suche nach dem neuen 007 steht

Für Amazon MGM ist der Gegenspieler ohnehin noch nicht die drängendste Personalie. Zuerst braucht das Studio seinen Bond. Nach Informationen von Deadline haben Ende Oktober in London fünf Schauspieler Screentests absolviert: Jack Lowden, Callum Turner, Josh O'Connor und – überraschend – Robert Pattinson und Nicholas Hoult. Bestätigt hat Amazon MGM keinen Namen. Eine Entscheidung wird bis Ende November erwartet; alle Entwicklungen zum Casting haben wir hier zusammengefasst.

Regie beim 26. Bond-Film führt Denis Villeneuve, das Drehbuch schreibt Steven Knight, produziert wird von Amy Pascal und David Heyman. Gedreht werden soll ab 2027, ein Kinostart ist frühestens 2028 vorgesehen. Zu den Gegenspielern gibt es bislang weder eine Ankündigung noch einen belastbaren Bericht – nur Wunschlisten. Wer in den bisherigen 25 Filmen gegen 007 antrat, steht in unserer Übersicht aller James-Bond-Filme.

Auch bei den X-Men war es „nicht nah dran“

Im selben Gespräch räumte Skarsgård mit einem zweiten Gerücht auf. Er galt in den vergangenen Monaten als Kandidat für Professor X in Marvels X-Men-Neustart. Ein Treffen mit Regisseur Jake Schreier habe es tatsächlich gegeben, mehr aber nicht: „Ich habe keine Drehbücher gelesen. Ich hatte ein Treffen mit ihm, und ich mochte ihn. Aber nein, es war nicht nah dran.“

Professor X ist ohnehin vergeben: Christopher Abbott spielt Charles Xavier, neben ihm stehen unter anderem Sadie Sink als Jean Grey, Kit Connor als Cyclops und Adam Driver als Mister Sinister fest. Zuletzt kam Ben Wang als Iceman ins Gespräch, wie wir hier berichtet haben. In den USA soll „X-Men“ am 5. Mai 2028 starten.

Superhelden, Constantine und Pennywise

Ganz fremd ist Skarsgård das Comic-Kino nicht: Er spielte Zeitgeist in „Deadpool 2” und lieh dem Deviant Kro in „Eternals” per Performance-Capture seine Bewegungen. Auf eine Rückkehr in „Avengers: Secret Wars” solle man aber „nicht die Luft anhalten“, fasste Horowitz zusammen, und Skarsgård widersprach nicht. Mehr Interesse zeigte er an John Constantine: Gemeinsam mit „Es“-Regisseur Andy Muschietti hätte er gern einen Film gemacht. DC Studios arbeitet gerade selbst an einem neuen Constantine-Film mit Francis Galluppi.

Dass Skarsgård als Schurke so gefragt ist, hat er sich selbst zuzuschreiben. Als Pennywise prägte er die beiden „Es“-Kinofilme und kehrt in der Rolle für die zweite Staffel von „Es - Welcome to Derry” zurück – was dort auf ihn wartet, bleibt nach seinen Worten unter Verschluss: „Meine Lippen sind versiegelt.“ In Robert Eggers' Neuverfilmung von „Nosferatu“ spielte er Graf Orlok, in „John Wick: Kapitel 4” den Marquis de Gramont. Als Nächstes ist er in Peter Bergs Kriegsfilm „The Mosquito Bowl“ zu sehen, der am 25. November bei Netflix erscheinen soll.

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