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Erste Kritiken gespalten: „Cyberpunk: Edgerunners 2“ läuft jetzt komplett bei Netflix

Seit heute stehen alle zehn Folgen von „Cyberpunk: Edgerunners 2“ bei Netflix. Die ersten Kritiken liegen weit auseinander: Lob für die Animation, Zweifel an den vier parallelen Handlungssträngen.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·3 Min. Lesezeit
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Erste Kritiken gespalten: „Cyberpunk: Edgerunners 2“ läuft jetzt komplett bei Netflix
Netflix

Night City ist zurück: Seit heute, dem 20. Oktober 2026, stehen alle zehn Folgen von „Cyberpunk: Edgerunners 2” bei Netflix. Den Termin hatte CD Projekt Red bereits im August zusammen mit einem Trailer bekannt gegeben. Wie schon die erste Staffel von „Cyberpunk: Edgerunners” entsteht auch die Fortsetzung beim japanischen Animationsstudio Trigger, in Zusammenarbeit mit dem polnischen Spielestudio, das die Rechte an der Marke hält.

Eine direkte Fortsetzung der Geschichte um David und Lucy ist „Edgerunners 2” nicht. CD Projekt Red beschreibt die neue Staffel als eigenständige Serie mit einem neuen Figurenensemble, die eine „rohe, menschliche Geschichte von Rache und Erlösung” erzählen soll. Wer die erste Staffel nicht kennt, kann also direkt einsteigen.

Erste Kritiken: Bestnote und Enttäuschung

Die ersten US-Kritiken, die kurz vor dem Start erschienen sind, liegen weit auseinander. Am begeistertsten urteilt Kasey Moore bei What’s on Netflix: Sie vergibt die volle Punktzahl, spricht von einer „perfekten Rückkehr nach Night City” und lobt, dass sich die Serie „nicht auf den Lorbeeren der Vorgängerstaffel ausruht”. Besonders gefällt ihr der Filmfan Roman Carax, durch dessen Kamera die Serie die Bewohner der Stadt „in ihren besten und schlimmsten Momenten” zeigt.

Deutlich kritischer fällt das Urteil von Isaiah Colbert bei Gizmodo aus. Optisch sei „Edgerunners 2” zwar „absolut atemberaubend”, die Serie sei aber eine maximalistische Show mit „einer Idee zu viel”, verteilt auf vier Hauptfiguren. Unterm Strich bleibe sie „spürbar hinter den Höhepunkten ihres Vorgängers” zurück. Einig sind sich beide Kritiken bei der Animation von Trigger – der Streitpunkt ist die neue Erzählweise mit mehreren Handlungssträngen.

Vier neue Hauptfiguren statt David und Lucy

Vorgestellt wurden die neuen Figuren auf der Anime Expo Ende Juni. Im Zentrum steht Weak Kingsley, einst als „King” einer der gefragtesten Edgerunner von Night City und heute ein Mann, der im Schatten seines früheren Ruhms lebt. Dazu kommt D, ein Netrunner der Snake Nation, der den Mörder jagt, der seinen Clan ausgelöscht hat.

Die beiden übrigen Hauptfiguren sind deutlich jünger: Roman Carax ist ein Cineast auf der Suche nach echten Geschichten, in einer Stadt, die das Kino längst gegen Braindances eingetauscht hat. Talia Yang stammt aus den Konzerntürmen, fühlt sich aber zur Chrom- und Gewaltkultur der Gang Maelstrom hingezogen. Mehrere Erzählstränge statt einer einzigen Liebesgeschichte – das ist der auffälligste Unterschied zur ersten Staffel.

Was von der ersten Staffel bleibt

Geschrieben und produziert wird die Serie wieder von Bartosz Sztybor, der schon die erste Staffel für CD Projekt Red verantwortet hat. Regie führt Kai Ikarashi, der schon an der ersten Staffel im Animationsteam mitgearbeitet hat und nun den Platz von Hiroyuki Imaishi übernimmt. Die Messlatte liegt hoch: Die erste Staffel startete im September 2022, wurde zum Überraschungserfolg und schob damals sogar die Verkaufszahlen des Spiels „Cyberpunk 2077” wieder an.

Night City ist inzwischen eine Marke, die über das Spiel hinauswächst. Anfang Oktober wurde bekannt, dass Paramount mit Transformers-Produzent Lorenzo di Bonaventura einen Realfilm im Cyberpunk-Universum entwickelt. Bis daraus etwas wird, dürfte allerdings einige Zeit vergehen – Regie, Drehbuch und Besetzung sind dort noch offen.

„Cyberpunk: Edgerunners 2” ist seit dem 20. Oktober 2026 exklusiv bei Netflix abrufbar, die erste Staffel steht dort ebenfalls bereit.

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