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Marvel / VisionQuest

Brad Winderbaum holte Terry Matalas für „VisionQuest“, weil er und Kevin Feige „Picard“ verschlangen

Marvels TV-Chef Brad Winderbaum verrät, warum Terry Matalas „VisionQuest“ bekam: Er und Kevin Feige verfolgten „Star Trek: Picard“ Staffel 3 Woche für Woche. Dazu spricht er über das „Hausaufgaben-Problem“ des MCU.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
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Brad Winderbaum holte Terry Matalas für „VisionQuest“, weil er und Kevin Feige „Picard“ verschlangen
Disney

Marvels Fernsehchef Brad Winderbaum hat verraten, wie Terry Matalas zu „VisionQuest” kam: über „Star Trek: Picard”. Die dritte Staffel der Star-Trek-Serie, die Matalas als Showrunner verantwortete, hätten er und Marvel-Studios-Chef Kevin Feige Woche für Woche verfolgt. „Das ist der Grund, warum wir Terry geholt haben“, sagte Winderbaum im Gespräch mit dem Moderator Brandon Davis, wie The Direct berichtet. Kurz vor dem Finale der Marvel-Serie gibt er damit einen seltenen Einblick, wie bei Marvel Television Showrunner ausgewählt werden.

Winderbaum ist bei Marvel für Fernsehen, Animation und Comics zuständig. „VisionQuest” mit Paul Bettany als Vision läuft seit dem 14. Oktober 2026 bei Disney+, die achte und letzte Folge erscheint in Deutschland am 11. November.

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„Dude, hast du das gesehen?“

Winderbaum beschreibt sich selbst als „Star-Trek-Typ“, aufgewachsen mit „Das nächste Jahrhundert“. Matalas habe die dritte Staffel von „Star Trek: Picard” übernommen, „zu seiner eigenen gemacht“ und eingelöst, was sich ein Fan der Serie mit Patrick Stewart erhofft habe. „Kevin und ich kamen jeden Tag ins Büro und sagten: ‚Dude, hast du das gesehen? Hast du die Folge gesehen?‘ Wir haben uns einfach als Fans ausgetobt.“

Danach folgte ein Abendessen zu dritt. Dabei sei sofort klar gewesen, wie sehr Matalas das MCU liebe und wie viel er darüber wisse. „Dass wir diesen Kopf für eine so zentrale Serie wie den dritten Teil der WandaVision-Trilogie bekommen konnten, war großartig, und er hat geliefert“, sagte Winderbaum. Die Serie sei „eine Feier des MCU“.

Ein Fan von Jac Schaeffer

Matalas übernahm ein Projekt, das ursprünglich anders geplant war. Jac Schaeffer, die Chefautorin von „WandaVision” und „Agatha All Along”, war wegen anderer Verpflichtungen nicht an Bord. Winderbaum betont, dass Matalas ihre Arbeit geschätzt habe: „Er versteht die Figuren. Er versteht, was WandaVision und Agatha funktionieren ließ, und war ein großer Fan von Jac Schaeffer.“ Dazu liebe er „Avengers: Age of Ultron” und Iron Man. „Er kennt die Lore.“

Wie tief diese Kenntnis reicht, hat die Serie in den vergangenen Wochen gezeigt. Folge 7 verband den unbekannten Auftraggeber mit der Entstehung der KI hinter J.A.R.V.I.S. und holte mit Jim Hammond die erste synthetische Figur des MCU zurück. Matalas hatte in Interviews zuvor erklärt, wie Ultron die Zerstörung in „Avengers: Age of Ultron” überlebt hat.

Kein „Hausaufgaben-Problem“

Im selben Gespräch ging Winderbaum auf einen Vorwurf ein, der Marvel seit Jahren begleitet: Man müsse alles gesehen haben, um irgendetwas zu verstehen. Intern nenne man das das „Hausaufgaben-Problem“. Es entstehe, wenn eine Mythologie einen Kipppunkt erreiche. Die Lösung liege aber im Erzählen selbst, „in der Art, wie die Geschichte gebaut ist“.

„VisionQuest” sieht er als Gegenbeispiel. Man könne die Serie schauen, „ohne irgendetwas zu wissen“, und trotzdem verstehen, was die Figuren antreibe und welche Hindernisse ihnen im Weg stünden. „Aber wer die Lore liebt, bekommt all diese unglaublichen Auflösungen. Manche Dinge begleiten dich schon seit Phase 1.“ Ob das Finale diesen Anspruch einlöst, zeigt sich am 11. November, wenn auch der Name des Auftraggebers fallen dürfte.

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