Jon-Snow-Serie: Kit Harington hält eine Rückkehr wieder für möglich

Jon-Snow-Serie: Kit Harington hält eine Rückkehr wieder für möglich HBO
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Die Nachfolgeserie um Jon Snow lag seit 2024 auf Eis. Im Podcast Happy Sad Confused sagt Kit Harington nun, er halte eine Fortsetzung weiterhin für möglich – und fühle sich mit der Figur wieder wohler. Bestellt ist sie nicht.

Die Serie um Jon Snow galt seit 2024 als gestorben. Jetzt klingt Kit Harington zum ersten Mal seit Langem wieder zuversichtlich: Im Podcast Happy Sad Confused sagt der Schauspieler, er halte eine Rückkehr in die Welt von „Game of Thrones” weiterhin für möglich – und fühle sich der Figur inzwischen wieder gewachsen.

Auf einen Blick

Worum es geht: HBO entwickelte ab 2022 eine Nachfolgeserie um Jon Snow. 2024 wurde das Projekt auf Eis gelegt.

Was neu ist: Kit Harington sagt im Podcast Happy Sad Confused, es gebe weiterhin eine Variante, in der die Serie funktioniert.

Warum es damals scheiterte: Harington, HBO und George R. R. Martin hatten sich darauf verständigt, das Projekt nur bei der richtigen Geschichte zu machen. Die fand sich nicht.

Stand der Entwicklung: Laut The Hollywood Reporter wurde im vergangenen Jahr ein neuer Autor verpflichtet, der die Handlung nach Essos verlegen soll.

Bestätigt ist: nichts. Weder HBO noch Harington haben eine Produktion angekündigt.

Was Harington jetzt sagt

Zwei Jahre lang habe man an dem Ableger gearbeitet, erzählt Harington im Gespräch mit dem Podcast Happy Sad Confused. Sein Fazit von damals fällt nüchtern aus: Er sei von Anfang an darauf festgelegt gewesen – und HBO und Romanautor George R. R. Martin ebenso –, das Projekt lieber liegen zu lassen, als es mit der falschen Geschichte zu erzwingen. Irgendwann habe er selbst den Schlussstrich gezogen und gesagt, das sei nicht die richtige Geschichte.

Der zweite Teil seiner Aussage ist der interessantere. Harington hält daran fest, dass es weiterhin eine Welt gebe, in der etwas funktionieren könne – er wäre sonst gar nicht erst eingestiegen. Und er beschreibt einen Sinneswandel bei sich selbst: Inzwischen habe er viele andere Dinge gemacht und fühle sich mit dieser Figur, dieser Welt und ihrem Platz in seinem Leben wieder wohler. Das ist keine Ankündigung, aber es ist deutlich mehr als das Schweigen der vergangenen zwei Jahre.

Der gebrochene Jon Snow – das verworfene Konzept

Was HBO entwickeln ließ, war kein Heldenepos. Die Serie sollte einen gealterten, gebrochenen Jon Snow zeigen, der an den Folgen des Serienfinales trägt: nach Norden verbannt, mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, getrennt von seinem Schattenwolf Geist und von seinem Schwert Langklaue. Harington selbst wollte, dass die Figur am Ende nicht triumphiert, sondern stirbt.

Genau an dieser Schwere dürfte das Projekt gescheitert sein. Eine Fortsetzung, die ihren Helden demontiert, lässt sich schwer gegen die Erwartung verkaufen, die das Publikum an eine Jon-Snow-Serie mitbringt. Dass Harington heute sagt, er fühle sich mit der Figur wieder wohler, könnte deshalb auch heißen: Der Zugriff müsste ein anderer sein als der von 2023.

Ein neuer Autor und ein neuer Schauplatz

Ganz tot war das Projekt offenbar nie. Nach Informationen des Hollywood Reporter wurde im vergangenen Jahr der Drehbuchautor Quoc Dang Tran verpflichtet, um den Stoff neu aufzusetzen und die Handlung nach Essos zu verlegen – also auf den östlichen Kontinent, den die Hauptserie vor allem über Daenerys Targaryens Jahre in Meereen erzählt hat. Ob aus diesem zweiten Anlauf etwas wird, ist offen.

Belegt ist damit ein Entwicklungsstand, keine Bestellung. HBO hat weder eine Staffel geordert noch einen Termin genannt, und Harington spricht ausdrücklich in Möglichkeitsform. Wer auf eine Rückkehr hofft, sollte das als das lesen, was es ist: ein Schauspieler, der eine Tür offen lässt, die er selbst zugezogen hatte.

Wo das Westeros-Universum gerade steht

Die Ausgangslage ist eine andere als 2024. HBO hat das Franchise seither deutlich ausgebaut: „House of the Dragon” läuft, „A Knight of the Seven Kingdoms” ist gestartet, und mit einem Kinofilm um Aegons Eroberung steht erstmals seit dem Serienende wieder ein Westeros-Projekt fürs große Publikum an. Ein Sequel zur Hauptserie fehlt in dieser Aufstellung als einziges.

Harington selbst ist in der Zwischenzeit in einer anderen Fantasywelt gelandet: In der zweiten Staffel der HBO-Serie zu Harry Potter übernimmt er Gilderoy Lockhart und ersetzt dort Nicholas Hoult. Die erste Staffel startet zu Weihnachten, die zweite wird bereits in Leavesden gedreht. Terminlich spricht also wenig dagegen, dass er sich mittelfristig noch einmal mit Jon Snow befasst – inhaltlich fehlt bislang alles.

Bestätigt ist sie nicht. Kit Harington sagt im Podcast Happy Sad Confused nur, dass es weiterhin eine Variante gebe, in der eine Fortsetzung funktionieren könne, und dass er sich mit der Figur wieder wohler fühle. Eine Bestellung durch HBO gibt es nicht.

Nach rund zwei Jahren Entwicklung fand sich kein tragfähiger Ansatz. Harington, HBO und George R. R. Martin hatten sich von Beginn an darauf verständigt, das Projekt nur mit der richtigen Geschichte umzusetzen. 2024 wurde es auf Eis gelegt.

Um einen gealterten, gebrochenen Jon Snow nach den Ereignissen des Serienfinales – mit posttraumatischer Belastungsstörung, ohne seinen Schattenwolf Geist und ohne sein Schwert Langklaue. Harington wollte, dass die Figur am Ende stirbt.

Derzeit nicht. Harington schließt eine Rückkehr nicht aus, aber es existiert kein bestelltes Projekt. Als Nächstes ist er in der zweiten Staffel der Harry-Potter-Serie von HBO als Gilderoy Lockhart zu sehen.

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