„Naruto“ hat grünes Licht: Lionsgate und Sony drehen Destin Daniel Crettons Realfilm ab Frühjahr 2027
Lionsgate hat die Realverfilmung von „Naruto“ offiziell freigegeben und Sony als Partner gewonnen. Regie führt „Spider-Man: Brand New Day“-Macher Destin Daniel Cretton, gedreht wird ab dem Frühjahr 2027.
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Der „Naruto”-Realfilm ist offiziell beschlossen: Lionsgate hat die Verfilmung des Mangas von Masashi Kishimoto freigegeben und sich nach einem Bieterwettstreit mehrerer Studios Sony Pictures als Partner gesichert, wie The Hollywood Reporter exklusiv berichtet. Sony finanziert den Film mit und übernimmt den internationalen Vertrieb, Lionsgate behält Entwicklung, Produktion und den Verleih in Nordamerika. Gedreht wird ab dem Frühjahr 2027.
Regie führt Destin Daniel Cretton, der auch das Drehbuch schreibt und den Film mitproduziert. Für ihn ist „Naruto” das nächste Projekt nach „Spider-Man: Brand New Day”, der bis heute weltweit rund 2,5 Milliarden Dollar eingespielt hat. Die einzige bislang bekannte Besetzung ist Charles Melton: Er soll Kakashi Hatake spielen, den Mentor des jungen Titelhelden und seiner Freunde. Die Suche nach dem Darsteller für Naruto selbst läuft noch.
Warum Sony fast zwangsläufig gewann
Dass am Ende Sony den Zuschlag bekam, ist wenig überraschend. Cretton hat im September einen dreijährigen First-Look-Vertrag mit dem Studio unterschrieben, über den wir bereits berichtet haben. Dazu kommt die Nähe zum Stoff: Sony hat seinen Hauptsitz in Japan, und zum Konzern gehört Crunchyroll, der wohl größte Streamingdienst für Anime.
Sonys Filmchef Tom Rothman sagte in einer Mitteilung, Lionsgate habe „eine Adaption der A-Klasse” auf die Beine gestellt, und spielte auf die Zusammenarbeit mit Cretton an: Man habe in diesem Sommer einen „süßen Erfolg” mit ihm gehabt. Lionsgate-Filmchef Adam Fogelson nannte Sony mit seiner Erfahrung in Manga und Anime und seinem weltweiten Vertrieb einen „perfekten Partner” für ein „wirklich globales Kinoereignis”.
Was hinter dem Projekt steht
Produziert wird der Film von Avi Arad, Ari Arad und Emmy Yu für Arad Productions sowie von Cretton und Jeyun Munford über dessen Firma Hisako. Kishimoto selbst soll laut Deadline eng in die Entwicklung eingebunden sein. Cretton beschreibt sich als langjährigen Fan: Unter der außergewöhnlichen Action stecke „eine Geschichte voller Herz, Humor und Menschlichkeit”, und genau das wolle er einfangen und einer neuen Generation näherbringen.
Die Vorlage erzählt vom jungen Ninja Naruto Uzumaki, der Anführer seines Dorfes werden will und den Geist eines neunschwänzigen Dämonenfuchses in sich trägt. Der Manga erschien von 1999 bis 2014 im japanischen Weekly Shonen Jump, wurde mehr als 250 Millionen Mal in über 60 Ländern verkauft und als Anime in mehr als 145 Ländern ausgestrahlt. An Realverfilmungen großer Anime-Marken hat sich Hollywood bislang mit wechselndem Erfolg versucht; „Naruto” soll nun die nächste große werden.
Wann der Film kommen könnte
Einen Starttermin gibt es noch nicht, weder für die USA noch für Deutschland. Mit dem Drehstart im Frühjahr 2027 ist ein Kinostart vor 2028 kaum realistisch – bei einem Film dieser Größe mit aufwendigen Effekten dauert die Nachbearbeitung erfahrungsgemäß deutlich länger als ein halbes Jahr.
Spannend wird die Frage auch für Spider-Man-Fans: Weil Cretton 2027 für „Naruto” hinter der Kamera steht, verschiebt sich jeder mögliche Einsatz bei einem weiteren Spider-Man-Film entsprechend nach hinten. Eine offizielle Bestätigung für einen fünften Teil mit Tom Holland gibt es bislang ohnehin nicht.
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