„Event Horizon“-Regisseur Paul W. S. Anderson verfilmt die Weltraum-Horrorromane „Nether Station“ und „Nether Vortex“
Paul W. S. Anderson kehrt zum kosmischen Horror zurück: Der Regisseur von „Event Horizon“ adaptiert die beiden Romane von „Dune“-Autor Kevin J. Anderson als Filmduologie. Das Drehbuch schreibt Jonathan Wakeham.
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Der Regisseur von „Event Horizon” kehrt in den Weltraum zurück: Paul W. S. Anderson verfilmt die beiden Science-Fiction-Horrorromane „Nether Station” und „Nether Vortex” von Kevin J. Anderson, wie Deadline exklusiv berichtet. Geplant sind zwei Filme, beide unter seiner Regie. Das Drehbuch schreibt Jonathan Wakeham, der zuletzt am Brian-Epstein-Film „Midas Man” und an „To Catch a Killer” beteiligt war.
Für Anderson ist es eine Rückkehr zu dem Genre, mit dem er sich 1997 einen Namen gemacht hat. Danach drehte er vor allem Action und Videospielverfilmungen, darunter sechs Teile der „Resident Evil”-Reihe mit Milla Jovovich. Zuletzt brachte er den Endzeitfilm „In the Lost Lands” mit Jovovich und Dave Bautista heraus.
Darum geht es in Nether Station
Im Mittelpunkt der Romane steht Cammie Skoura, eine junge, neurodivergente Wissenschaftlerin an Bord einer Expedition ins tiefe All. Die Crew stößt auf eine Spur aus uralten Ruinen und längst ausgestorbenen außerirdischen Zivilisationen, die zu einer Entdeckung führt, die den Verstand zu sprengen droht. Deadline vergleicht die Hauptfigur mit Beth Harmon, dem Schachgenie aus „Das Damengambit”.
„Nether Station” erschien vor drei Jahren, die Fortsetzung „Nether Vortex” kam am 27. Oktober beim Verlagslabel Weird Tales Presents heraus. Autor Kevin J. Anderson nennt „Event Horizon” ausdrücklich als Einfluss: Er habe „all meine Ängste und meine Paranoia” in das Buch gesteckt, und einen besseren Regisseur als Paul W. S. Anderson könne er sich nicht vorstellen.
Ein Autor mit Dune-Erfahrung
Kevin J. Anderson ist Genrefans vor allem als Co-Autor zahlreicher Vor- und Fortsetzungen zu Frank Herberts „Dune” bekannt, die er gemeinsam mit Herberts Sohn Brian geschrieben hat. Daraus ergab sich auch seine Mitarbeit als Co-Produzent an Denis Villeneuves „Dune: Part Two” und an der Serie „Dune: Prophecy”.
Paul W. S. Anderson zeigt sich begeistert: Lovecraft’scher kosmischer Horror, erlebt durch eine so ungewöhnliche junge Hauptfigur, habe „alle Zutaten für ein unglaublich fesselndes und furchterregendes Kinoerlebnis”. Er habe nicht nur den ersten Roman, sondern auch die Fahnen der Fortsetzung gelesen und mit dem Autor ausführlich besprochen, wie dieser das Universum weiter ausbauen will.
Wer hinter den Filmen steht
Produziert werden beide Filme von Paul W. S. Anderson gemeinsam mit Jeremy Bolt, seinem langjährigen Partner seit „Event Horizon” und „Death Race”, sowie von Weird-Tales-Präsident John Harlacher und Tony Eldridge, der bei Weird Tales die Filmsparte leitet und an der „The Equalizer”-Reihe beteiligt war.
Ein Studio, eine Besetzung oder ein Drehbeginn sind noch nicht bekannt. Bis die Filme ins Kino kommen, dürfte also noch einige Zeit vergehen – für Fans des Weltraumhorrors ist schon die Rückkehr des „Event Horizon”-Regisseurs zu seinen Wurzeln eine gute Nachricht.
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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