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„Glorifiziertes WWE“: Nicolas Cage rechnet nach dem Spider-Noir-Aus mit dem MCU ab

„Glorifiziertes WWE“: Nicolas Cage rechnet nach dem Spider-Noir-Aus mit dem MCU ab Sony Pictures
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Nicolas Cage hält das aktuelle MCU für „ein gut finanziertes und glorifiziertes WWE“. Auf der Fan Expo Dallas sprach der Spider-Noir-Star über das Serien-Aus und darüber, was Marvel aus seiner Sicht verloren hat.

Nicolas Cage hat für das Marvel Cinematic Universe derzeit vor allem einen bissigen Vergleich übrig. Bei einer Fragerunde auf der Fan Expo Dallas sagte der Oscar-Preisträger, das MCU entwickle sich zu „einem gut finanzierten und glorifizierten WWE” – also zu einer Art Wrestling-Show im Superhelden-Kostüm. Deadline hat seine Aussagen veröffentlicht.

Anlass war das Aus seiner eigenen Marvel-Serie: Prime Video hatte „Spider-Noir” im September nach nur einer Staffel abgesetzt. Cage spielte darin den Privatdetektiv Ben Reilly im New York der 1930er Jahre – und genau diese Art Geschichte vermisst er im MCU.

Was Nicolas Cage über das MCU gesagt hat

Ganz abschreiben wollte Cage die Marvel-Filme nicht. Der Anfang sei aus seiner Sicht „großartig” gewesen, einige der frühen Geschichten „wunderbar” – im Original ein Wortspiel mit „marvelous”. Besonders gefallen habe ihm, wie das Studio die einzelnen Fäden verwoben und den Figuren eigene Geschichten und Hintergründe gegeben habe.

In letzter Zeit sehe er aber „50-plus ansonsten intelligente, bemerkenswert begabte Schauspieler”, die „lächerliche Outfits” anziehen und sich für den Kampf bereitmachen. „Seien wir ehrlich, es läuft alles auf den Kampf hinaus”, sagte Cage. Da falle es ihm schwer, nicht an eine gut finanzierte Wrestling-Show zu denken. Er betonte ausdrücklich, er sage das „mit Liebe”.

Warum Spider-Noir für Cage anders war

An „Spider-Noir” habe ihm gerade gefallen, dass die Serie nicht sofort zur Prügelei schneide. „Es war eine Detektivgeschichte. Da gab es ein Rätsel”, so Cage. Er wünsche sich, dass das Genre wieder Geschichten erzählt, „statt einfach zum Wrestling-Kampf zu schneiden”.

Die Serie lief seit dem 27. Mai 2026 bei Prime Video und gewann fünf Emmys bei elf Nominierungen. Eine zweite Staffel bekommt sie trotzdem nicht; Cage hatte die eine Staffel nach der Absetzung bereits als „perfekt” bezeichnet. Was die Macher für eine Fortsetzung geplant hatten, haben wir zur Absetzung von Spider-Noir zusammengefasst.

Wie es mit Spider-Man bei Prime Video weitergeht

Ganz verabschiedet sich Amazon nicht von Sonys Marvel-Figuren. Amazon MGM Studios und Sony Pictures Television prüfen weitere gemeinsame Marvel-Projekte. Am weitesten ist eine Live-Action-Serie zur Klon-Saga aus den Comics, die Prime Video kurz vor der Bestellung hat – mehr dazu in unserem Artikel zur geplanten Spider-Man-Serie.

Das MCU selbst setzt in den kommenden Wochen auf beides: Am 14. Oktober startet mit „VisionQuest” eine Serie, die sich eher als Mysterium um Vision und Ultron versteht, am 16. Dezember folgt mit „Avengers: Doomsday” das große Team-Spektakel im Kino. Ob Cages Kritik dort etwas bewegt, ist offen – eine Debatte darüber hat er mit seinem Vergleich auf jeden Fall angestoßen.

Auf der Fan Expo Dallas sagte Nicolas Cage, das MCU entwickle sich zu „einem gut finanzierten und glorifizierten WWE”. Die frühen Marvel-Filme lobte er, die aktuellen liefen ihm zu sehr auf Kämpfe hinaus.

Nein. Prime Video hat Spider-Noir im September 2026 nach einer Staffel abgesetzt, obwohl die Serie fünf Emmys gewann.

Die einzige Staffel von Spider-Noir mit Nicolas Cage ist bei Prime Video abrufbar.

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