Nicolas Cage

Nicolas Cage

Ben Reilly / The Spider in „Spider-Noir"

Geboren
07.01.1964 · 62 Jahre
Geburtsort
Long Beach, California, USA
Nationalität
Amerikanisch
Bekannt aus
Spider-Noir, Knowing - Die Zukunft endet jetzt, Im Körper des Feindes
Aktiv seit
1997

Biografie

Nicolas Cage hat Anfang Oktober 2026 einen Satz gesagt, der dem Marvel Cinematic Universe nachhängt: Es entwickle sich zu einem gut finanzierten und glorifizierten WWE. Gefallen ist er bei einer Fragerunde auf der Fan Expo Dallas, kurz nachdem Prime Video seine eigene Marvel-Serie „Spider-Noir” nach einer einzigen Staffel abgesetzt hatte; Deadline hat die Aussagen veröffentlicht. Was den Satz interessant macht, ist die Person dahinter: Kaum ein Schauspieler hat so viele Anläufe im Superheldenkino genommen wie Cage – und so wenige davon zu Ende gebracht.

Cage, Jahrgang 1964 und bürgerlich Nicolas Kim Coppola, steht seit den frühen Achtzigern vor der Kamera und gewann 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Für Genre-Fans ist seine Filmografie trotzdem eine eigene Geschichte: Er war der erste Johnny Blaze auf der Kinoleinwand, er sprach Spider-Man Noir in zwei Animationsfilmen und spielte ihn danach in einer Realserie, er war Dracula – und Ende der Neunziger wäre er beinahe Superman geworden. Dieser Überblick sortiert, welche dieser Rollen zählen, was davon belegt ist und was als Nächstes kommt.

Auf einen Blick

Wer ist Nicolas Cage? Ein US-amerikanischer Schauspieler, Jahrgang 1964, Oscar-Preisträger und seit über vier Jahrzehnten im Geschäft.

Welche Superhelden hat er gespielt? Johnny Blaze alias Ghost Rider in zwei Kinofilmen und Spider-Man Noir in der Prime-Video-Serie Spider-Noir.

Kehrt er als Ghost Rider zurück? Nein. Marvel Studios besetzt die Figur mit Ryan Gosling neu, der US-Kinostart steht auf dem 28. Juli 2028.

Was sagt er über das MCU? Er nennt es ein gut finanziertes und glorifiziertes WWE und wünscht sich mehr Geschichte statt Kampf.

Woran arbeitet er aktuell? An der Sportbiografie Madden für Prime Video und an dem postapokalyptischen Actionfilm Parish.

Der erste Ghost Rider

2007 war Cage der erste Schauspieler, der Johnny Blaze in einem Kinofilm verkörperte: In „Ghost Rider” verkauft ein Stuntfahrer seine Seele und wird zum brennenden Schädel auf dem Motorrad. Vier Jahre später folgte „Ghost Rider: Spirit of Vengeance”, der die Figur ruppiger anlegte und an den Kinokassen hinter dem ersten Teil zurückblieb. Danach lag Ghost Rider im Kino brach – lange genug, dass eine ganze Fangeneration die Figur nur noch über Comics und Serien kennenlernte.

Die Nachfolge ist inzwischen geklärt, und Cage gehört nicht dazu: Marvel Studios besetzt Ghost Rider mit Ryan Gosling neu, Shawn Levy führt Regie, das Drehbuch schreibt Jonathan Tropper. Der US-Kinostart steht auf dem 28. Juli 2028, ein deutscher Termin fehlt bislang. Wie die beiden Cage-Filme, der Neustart und die Comic-Vorlagen zusammenhängen, liest du in unserem Überblick zur Ghost-Rider-Reihenfolge.

Spider-Man Noir: zweimal Animation, einmal Realserie

Seine zweite Marvel-Figur begleitet Cage inzwischen länger als Ghost Rider. 2018 sprach er Spider-Man Noir in „Spider-Man: A New Universe”, den schwarz-weißen Ermittler aus dem New York der dreißiger Jahre, und kehrte dafür 2023 in „Spider-Man: Across the Spider-Verse” zurück. Der dritte Teil, „Spider-Man: Beyond the Spider-Verse”, soll im Juni 2027 in die Kinos kommen. Woher die Figur stammt und warum sie aus dem Rahmen fällt, steht auf unserer Seite zu Spider-Man Noir.

2026 kam die Realverfilmung dazu. „Spider-Noir” startete am 27. Mai bei Prime Video, mit Cage als abgehalfterter Privatdetektiv Ben Reilly – in den Comics ist Spider-Man Noir eigentlich Peter Parker, der Name wurde aus Rechtegründen getauscht. Die Serie kam auf elf Emmy-Nominierungen und fünf Siege, verlängert wurde sie trotzdem nicht: Im September 2026 setzte Prime Video sie nach einer Staffel ab. Was eine zweite Runde erzählt hätte, hat der Showrunner nach der Absetzung von Spider-Noir verraten.

Der Superman, den es nie gab

Die bekannteste Superheldenrolle in Cages Filmografie ist eine, die er nie gespielt hat. Ende der neunziger Jahre sollte er unter der Regie von Tim Burton den Mann aus Stahl verkörpern. Das Projekt scheiterte, nachdem Burton zum Horrorfilm Sleepy Hollow wechselte und weitere Beteiligte absprangen; geblieben sind Kostümfotos, die seither durch jede Rückschau wandern. Wo dieser Film in die Geschichte der Reihe gehört, zeigt unser Überblick zu den Superman-Filmen.

Daneben steht ein Genre-Werk, das ohne Comic-Vorlage auskommt. In „Im Körper des Feindes” tauschte er 1997 mit John Travolta das Gesicht, in „Knowing - Die Zukunft endet jetzt” (2009) entzifferte er eine Liste künftiger Katastrophen, und „Die Farbe aus dem All” (2020) verfilmte eine Erzählung von H. P. Lovecraft. 2023 spielte er Dracula in Renfield neben Nicholas Hoult – einer jener losen Dracula-Variationen, die entstanden, nachdem Universals Dark Universe gescheitert war.

Wie es weitergeht

Das nächste große Projekt liegt weit außerhalb von Science-Fiction und Fantasy: In der Sportbiografie Madden spielt Cage den Footballtrainer und Kommentator John Madden, Regie führt David O. Russell, und Christian Bale übernimmt den Raiders-Besitzer Al Davis. Amazon MGM Studios bringt den Film am 18. November 2026 weltweit zu Prime Video – also keine drei Wochen nach seiner MCU-Kritik, und beim selben Anbieter, der seine Marvel-Serie gerade abgesetzt hat.

Ins Genre führt dafür Parish: ein postapokalyptischer Actionfilm, in dem Cage es nach einem Atomkrieg mit Kannibalen zu tun bekommt, angekündigt im August 2026 über Deadline. Ein Starttermin ist dafür nicht bekannt, und eine neue Rolle in einem Superhelden-Franchise ist derzeit nicht angekündigt. Woran es ihm dort liegt, hat er in Dallas selbst beschrieben: an Geschichten mit einem Rätsel im Kern. Seine Begründung im Wortlaut steht in unserer Meldung zu Cages Abrechnung mit dem MCU.

Nein. Marvel Studios besetzt Johnny Blaze mit Ryan Gosling neu, Shawn Levy führt Regie. Der US-Kinostart ist der 28. Juli 2028, ein deutscher Termin steht noch nicht fest. Cage spielte die Figur in den Kinofilmen von 2007 und 2011.

Als Sprecher von Spider-Man Noir in „Spider-Man: A New Universe” (2018) und „Spider-Man: Across the Spider-Verse” (2023) sowie als Hauptdarsteller der Prime-Video-Serie „Spider-Noir”, die am 27. Mai 2026 startete.

Nein. Prime Video hat die Serie im September 2026 nach einer Staffel abgesetzt, obwohl sie fünf von elf Emmy-Nominierungen in Siege verwandelte. Die einzige Staffel bleibt bei Prime Video abrufbar.

Er wurde im Januar 1964 geboren und ist damit 62 Jahre alt. Seine erste Superheldenrolle im Kino übernahm er mit 43 Jahren, im ersten Ghost-Rider-Film von 2007.

An der Sportbiografie Madden, die am 18. November 2026 bei Prime Video erscheint, und an dem postapokalyptischen Actionfilm Parish. Ein neues Engagement in einem Superhelden-Franchise ist nicht angekündigt.

Zuletzt aktualisiert am 08.10.2026

Filmografie

JahrTitelRolle
2027Spider-Man: Beyond the Spider-VerseSpider-Man Noir (voice)
2023The FlashSuperman
2020Die Farbe aus dem AllNathan Gardner
2018Spider-Man: A New UniverseSpider-Man Noir (voice)
2013Die CroodsGrug (voice)
2011Ghost Rider: Spirit of VengeanceJohnny Blaze / Ghost Rider
2010Duell der MagierBalthazar Blake
2009Knowing - Die Zukunft endet jetztJohn Koestler
2007Ghost RiderJohnny Blaze / Ghost Rider
1997Im Körper des FeindesCastor Troy

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