Star Trek: William Shatner dämpft Hoffnung auf Kirk-Comeback – „Das kam nie zur Sprache“
William Shatner würde als Captain Kirk zurückkehren – aber nur mit einer Idee, die Star Trek etwas hinzufügt. Und die habe ihm bislang niemand angeboten, schreibt der 95-Jährige auf X.
William Shatner hat sich zu den Spekulationen über eine Rückkehr als Captain James T. Kirk zu Wort gemeldet – und sie deutlich gedämpft. Auf X schrieb der 95-Jährige am 25. September, er würde eine Rückkehr „mit Vergnügen in Betracht ziehen”, wenn jemand eine bedeutungsvolle Idee dafür hätte. Und schob gleich hinterher: „Aber das ist nie zur Sprache gekommen.”
Damit rückt Shatner selbst zurecht, was im Sommer nach einem Comeback klang. Er will Kirk nicht grundsätzlich ruhen lassen, aber er wartet auf ein Angebot, das es bislang nicht gibt. Ein konkretes Projekt mit Kirk ist weder bei Paramount noch bei einer der laufenden Serien angekündigt.
Was Shatner auf X geschrieben hat
Anlass war nach seinen eigenen Worten die Gerüchteküche: Er wolle sie stoppen, „bevor sie noch mehr Fiktion produziert, als Star Trek es je getan hat”. Wenn jemand einen bedeutungsvollen Weg finde, Captain Kirk zurückzubringen, und ihm etwas wirklich Interessantes zu tun gebe, das der Schönheit und dem Geist von Star Trek etwas hinzufügt, würde er das gern prüfen. Nur sei das eben nie passiert.
Deutlich wird Shatner auch bei der Frage, was er nicht will: Kirk sei ein außergewöhnlicher Teil seines Lebens gewesen, und er würde ihn „niemals nur um des Zurückbringens willen” zurückholen. Er liebe Star Trek genauso wie die Fans. Seine Nachricht endet mit einem Satz, der zur Figur passt: Bis jemand mit einer Idee anklopfe, die Kirks würdig sei, warte er – „auf sie. Oder auf die Ewigkeit.”
Warum die Klarstellung jetzt kommt
Versuche, Shatner zurückzuholen, hat es durchaus gegeben – sie sind nur nie zu einem Angebot geworden, das ihn überzeugt hat. Henry Alonso Myers, gemeinsam mit Akiva Goldsman Showrunner von „Star Trek: Strange New Worlds”, hatte der Fanseite TrekMovie erzählt, man habe es in jeder Staffel versucht und sei einmal „sehr nah dran” gewesen. Geplant war eine ernste Zeichentrickfolge rund um Shatner, eine Art zweiter Teil zur Klassiker-Episode „Griff in die Geschichte” (im Original „The City on the Edge of Forever”).
Daraus wird nichts mehr: Die fünfte Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” ist abgedreht und die letzte der Serie. Präsent bleibt Shatner trotzdem. Am 10. Oktober sitzt er beim Star-Trek-Panel der New York Comic Con auf der Bühne, wie wir berichtet haben. Nach seiner Nachricht ist dort allerdings eher kein Kirk-Comeback zu erwarten.
Was Shatner im Sommer gesagt hatte
Im Juli hatte Shatner in einem Interview mit TV Insider und dem TV Guide Magazine darüber nachgedacht, wie ein Kirk in seinem Alter aussehen könnte. Die Frage war, was ihn zu einer Rückkehr bewegen würde – seine Antwort klang nach Lust auf die Rolle.
Es ist einfach, Geld zu sagen, aber weißt du, je länger ich Kirk spielte, desto mehr durfte ich dem Charakter verschiedene Nuancen verleihen. Ich denke, Captain Kirk – als Captain eines tödlichen Kriegsinstruments sowie eines Friedensschiffs – könnte sehr gut in jemandem wie mir residieren. Ich meine, ich habe immer noch die Aggression und den Instinkt für den Kampf, und ich habe mich in sehr gefährliche Dinge begeben. Aber es gibt ein Abschleifen, eine Glättung all dieser Höhen und Tiefen von Einstellung und Aktivität, die mit dem Alter kommt, im Gegensatz zur Aggression, die eher eine jugendliche Eigenschaft ist. Selbst mit 95 denke ich, wäre Captain Kirk ein wirklich guter Captain eines Raumschiffs, das zu Krieg und Frieden fähig ist.
Eine Zusage war das nie, und die Nachricht vom 25. September macht das jetzt ausdrücklich: Der Reiz einer gereiften Kirk-Figur ist für Shatner da, ein Drehbuch dafür nicht. Die „Glättung” der Aggression, von der er sprach, bleibt damit vorerst eine Idee.
Wie passt das in den Star-Trek-Kanon?
Offiziell trug William Shatner die Sternenflottenuniform zum letzten Mal in „Star Trek - Treffen der Generationen” (1994), wo Kirk sein kanonisches Ende fand. Dennoch versuchten Kreative immer wieder, ihn zurückzuholen. Bereits 2005 pitchte er gemeinsam mit den Autoren Judith und Garfield Reeves-Stevens einen Gastauftritt für „Star Trek: Enterprise”. Der Plan: Shatner sollte sein böses Spiegeluniversum-Alter-Ego Tiberius Kirk spielen und gegen Captain Jonathan Archer antreten. Die Idee scheiterte.
Eine Hintertür gibt es trotzdem: Die dritte Staffel von „Star Trek: Picard” verriet, dass Kirks sterbliche Überreste in einer geheimen Einrichtung der Sternenflotte unter der Obhut von Project Phoenix lagern. Erzählerisch wäre eine Rückkehr also möglich – es bräuchte nur jemanden, der sie schreibt. Neue Serien sind nach „Star Trek: Starfleet Academy” und der letzten Staffel „Star Trek: Strange New Worlds” bislang nicht angekündigt.
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