Star Trek: Year One ist erledigt – Goldsman gibt das Kirk-Spin-off auf

Star Trek: Year One ist erledigt – Goldsman gibt das Kirk-Spin-off auf Paramount
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Die Sets sind abgebaut und versteigert, angerufen hat nie jemand: Akiva Goldsman erklärt das geplante Kirk-Spin-off Star Trek: Year One für gescheitert. Auch seine eigene Zeit bei Star Trek sieht er als beendet.

Damit ist die Hoffnung endgültig beerdigt: Akiva Goldsman, Mitschöpfer und Executive Producer von „Star Trek: Strange New Worlds”, hat das seit über einem Jahr diskutierte Kirk-Spin-off Star Trek: Year One faktisch für gescheitert erklärt. Die Kulissen in Toronto sind abgebaut und in Einzelteilen versteigert, das Team hat sich längst anderweitig verpflichtet – und aus der Chefetage hat schlicht nie jemand angerufen.

Goldsman äußerte sich anlässlich des 60. Geburtstags von Star Trek gegenüber dem britischen Magazin Radio Times. Was er dort sagt, ist kein Dementi und keine Absage im formalen Sinne – es ist etwas Endgültigeres: die nüchterne Feststellung, dass die Voraussetzungen für das Projekt nicht mehr existieren.

„Niemand hat angerufen, die Sets sind weg”

Paramount+ hat Star Trek: Year One nie bestellt. Der Pitch von Goldsman und Co-Showrunner Henry Alonso Myers lag dem Streamer seit dem Frühjahr vor, formal beantwortet wurde er nie. In der Zwischenzeit hat der neue Eigentümer Paramount Skydance die Original-Serien des Dienstes reihenweise gestrichen, darunter „Star Trek: Starfleet Academy”. Mit dieser Absetzung fielen auch die Toronto-Sets der Academy und von „Star Trek: Strange New Worlds” – abgerissen, Teile davon in die Auktion.

Niemand hat angerufen, die Sets sind weg, alle anderen haben angefangen, andere Jobs anzunehmen. Es war nie offiziell ein Ja, und es war nie offiziell ein Nein. Aber ich sehe es nicht kommen.

Goldsman lässt die Tür formal einen Spalt offen: Sollte doch noch jemand anrufen und einen Zweistünder oder die Serie bestellen, sei er sofort dabei. Er benennt aber selbst, warum genau das unwahrscheinlich ist – der günstigste Moment sei gewesen, direkt weiterzumachen, solange die Bauten und die Mannschaft noch beisammen waren. Dieser Moment ist vorbei, und er kommt nicht zum selben Preis zurück.

Goldsman zieht für sich einen Schlussstrich

Bemerkenswerter als die Prognose zum Spin-off ist, was Goldsman über sich selbst sagt. Nach vier Staffeln „Star Trek: Strange New Worlds” betrachtet er sein eigenes Kapitel im Franchise als abgeschlossen – ohne Bitterkeit, aber ohne Hintertür.

Ich glaube, zumindest für mich ist meine Zeit mit Star Trek jetzt vorbei. Ich hatte großes Glück – Strange New Worlds war alles, was ich mir vorgestellt hatte, als ich es mir noch gar nicht vorstellen konnte, als kleiner Junge, der Star Trek gespielt hat.

Auch Paul Wesley, der James T. Kirk in der Serie spielt und in Year One das Kommando hätte übernehmen sollen, hat sich ähnlich geäußert: Er wisse nicht, ob es jemals dazu komme. Wie der Rest der Besetzung nimmt er inzwischen andere Aufträge an. Zurückkehren würde er nach eigener Aussage sofort – nur fragt eben niemand.

Wie es für Star Trek im Fernsehen weitergeht

Die Entscheidung darüber, wohin Star Trek im Streaming steuert, liegt laut Goldsman bei Chris Parnell, dem Verantwortlichen für Originals bei Paramount+. Goldsman beschreibt ihn als echten Fan und zeigt sich zuversichtlich, dass daraus wieder richtiges Star Trek wird – nur eben nicht Year One. Er versteht ausdrücklich auch den Reiz eines Neuanfangs: Ob sich das Franchise in der ersten, zweiten oder dritten Anläufen neu erfinde, sei zweitrangig – es finde immer seinen Weg.

Für uns heißt das kurzfristig: Es bleibt bei dem, was ohnehin geplant ist. Die vierte Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” läuft derzeit bei Paramount+, die fünfte und letzte Staffel ist für 2027 angekündigt. Danach steht im Star-Trek-Fernsehen erst einmal nichts Konkretes mehr – und das ist für ein Franchise, das seit 2017 durchgehend Serien produziert hat, die eigentliche Nachricht hinter dieser Absage.

Rückblick: Im März stand der Pitch noch

Wie anders die Lage noch vor einem halben Jahr aussah, zeigt der Stand vom März 2026. Auf den 53. Saturn Awards bestätigte Co-Showrunner Henry Alonso Myers im Gespräch mit TrekMovie, dass er und Goldsman Paramount+ einen offiziellen Pitch für das Spin-off rund um Wesleys James T. Kirk vorgelegt hatten.

Ja, wir haben ihnen viel präsentiert. Wir haben viel getan, um es ihnen schmackhaft zu machen. Es liegt jetzt in ihren Händen. Sie schauen es sich an und versuchen, eine Entscheidung zu treffen.

Das gewichtigste Indiz dafür, dass es weitergehen könnte, stand damals in Mississauga: Die aufwendigen Kulissen von „Star Trek: Strange New Worlds” waren nach dem Drehschluss der fünften Staffel bewusst nicht abgebaut worden. Myers wertete das als strategische Entscheidung des Studios, die Wesley eine nahtlose Übernahme der Brücke von Anson Mounts Captain Pike ermöglicht hätte. Genau dieses Indiz existiert seit der Academy-Absetzung nicht mehr.

Inhaltlich sollte Star Trek: Year One Kirks erstes Jahr als Captain beleuchten, zeitlich angesiedelt vor dem zweiten Pilotfilm der Originalserie. Dass Wesley das Format tragen kann, hatte die von Valerie Weiss inszenierte Episode The Sehlat Who Ate Its Tail in der dritten Staffel vorgeführt: Kirk übernahm dort das Kommando der USS Farragut, umgeben von Spock (Ethan Peck), Scotty (Martin Quinn), Uhura (Celia Rose Gooding) und Schwester Chapel (Jess Bush).

Auch das Casting für das Serienfinale von „Star Trek: Strange New Worlds” las sich wie eine Vorbereitung: Thomas Jane als Dr. Leonard ‚Bones‘ McCoy und Kai Murakami als Hikaru Sulu wirkten wie Bausteine für eine Fortsetzung. Nach Goldsmans jüngsten Worten bleiben sie, was sie sind – Gastauftritte in einer Serie, die zu Ende erzählt wird.

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