The Batman Part II: Pattinson hält einen DCU-Auftritt seines Batman für schwierig
Robert Pattinson sieht seinen Batman nicht im DCU von James Gunn: Die Rolle sei zu sehr an Reeves’ Gotham gebunden. Dazu beschreibt er acht Monate Dreh im Dunkeln – und nennt die Fortsetzung eine echte Kehrtwende.
Ein Auftritt seines Batman im DC-Universum von James Gunn? Robert Pattinson hält das für schwer vorstellbar. „Ich glaube, es wäre ziemlich schwierig, diese Version von Bruce außerhalb seiner Welt zu zeigen”, sagte er in einem Interview mit dem britischen Portal LADbible, das am 24. September erschienen ist. Kaum eine Figur sei so sehr an ihren eigenen Ton gebunden – und der gehe einem beim Dreh unter die Haut.
Es ist die erste direkte Antwort des Hauptdarstellers auf eine Frage, die seit dem Start des neuen DCU immer wieder gestellt wird. Zugleich hat Pattinson zuletzt beschrieben, wie sehr sich „The Batman: Part II” vom ersten Teil unterscheiden soll: Er nennt die Fortsetzung eine echte Kehrtwende.
Pattinson: Sein Batman gehört nach Reeves’ Gotham
Seine Begründung hat weniger mit Verträgen oder Studioplänen zu tun als mit der Arbeit am Set. Batman sei eine der wenigen Rollen, die einen wegen der langen Drehzeiten und des sehr eigenen Stils nicht loslasse, sagte Pattinson. Beim ersten Film habe es eine Weile gedauert, bis er danach wieder bei sich gewesen sei: „Man ist die ganze Zeit im Dunkeln.” Sowohl von der Stimmung als auch vom Licht her sehe er monatelang praktisch nichts, und hinterher fühle man sich merkwürdig.
Dazu kommt ein Detail, das den Mythos etwas erdet: „Gotham ist Watford”, sagte Pattinson – gedreht werde in einer Halle in Watford nördlich von London. Acht Monate im Dunkeln, ohne jedes Gefühl, mit irgendetwas in der Welt verbunden zu sein, machten es schwer, überhaupt bei klarem Verstand zu bleiben. Das Interview führte LADbible anlässlich seines neuen Films „Primetime”, in dem er an der Seite von Skyler Gisondo spielt.
Für die Frage nach einem Crossover heißt das: Offiziell ausgeschlossen hat ihn niemand, geplant ist er aber auch nicht. DC-Studios-Chef James Gunn führt Reeves’ Reihe seit Jahren als eigenständiges Elseworlds-Projekt neben dem DCU, dessen eigener Batman für „The Brave and the Bold” noch nicht besetzt ist. Pattinsons Einschätzung passt zu dieser Trennung – sie ist die Sicht eines Schauspielers, keine Entscheidung des Studios.
Pattinson: „Eine echte Kehrtwende”
Schon vor dem Erscheinen des LADbible-Interviews hatte Pattinson die Fortsetzung eingeordnet. Er habe kürzlich schon an anderer Stelle gesagt, dass der erste Film ein anderer Zugriff auf einen Batman-Film gewesen sei, erklärt Pattinson – und dieser sei wieder einer. Es sei eine echte Kehrtwende gegenüber dem ersten Teil, bewahre aber irgendwie Elemente von dessen Stimmung. Der Film wirke einfach sehr ambitioniert, und er sei gespannt, wie er am Ende ausfalle.
Was genau die Kehrtwende ausmacht, lässt Pattinson offen. Zur Handlung schweigen Warner Bros. und DC Studios weiterhin, auch die Rollen von Scarlett Johansson und Sebastian Stan sind offiziell nicht benannt. Die Aussage ist damit vor allem eine Tonangabe: Wer nach dem ersten Teil einen zweiten Detektivfilm im selben Takt erwartet, sollte sich auf etwas anderes einstellen – ohne dass Reeves das düstere Gotham von 2022 verlässt.
Dass sich das Warten dehnt, ist längst Teil der Debatte um den Film. Bis zum Kinostart werden sechs Jahre seit dem ersten Teil vergangen sein. James Gunn hatte die lange Pause schon im vergangenen Jahr auf Threads verteidigt: Abstände von fünf Jahren und mehr seien bei großen Fortsetzungen durchaus üblich, zwischen „Alien” und „Aliens” etwa hätten sieben Jahre gelegen.
Das erste offizielle Bild zum Batman Day
Der dritte Samstag im September ist seit Jahren der Batman Day, und 2026 fiel er zum ersten Mal seit Langem mitten in einen laufenden Batman-Dreh. Matt Reeves hat den Anlass genutzt und über seine Social-Media-Kanäle ein erstes offizielles Bild aus „The Batman: Part II” veröffentlicht – direkt vom Set in London, wo die Fortsetzung derzeit entsteht.
Kurz darauf hat Reeves nachgelegt und sich zum Look des Films geäußert: Gedreht wird digital, das fertige Material wird anschließend auf echtes Filmmaterial ausbelichtet. Es ist dasselbe Verfahren, mit dem schon der erste Teil seine körnige Textur bekommen hat.
Digital gedreht, auf Film ausbelichtet
Der sogenannte Film-Out-Prozess überträgt digital aufgenommenes Bildmaterial im Nachgang auf Zelluloid. Das Ergebnis behält die Schärfe und Kontrolle der digitalen Aufnahme, bekommt aber Korn, Farbverhalten und die leichten Unregelmäßigkeiten eines analogen Bildes. Bei „The Batman” war das einer der Gründe, warum der Film auf der Leinwand anders aussah als der übliche Comicfilm.
Warum er dann nicht gleich komplett analog dreht, hat Reeves auf X selbst beantwortet. Die Präzision und die Kontrolle über das Bild beim digitalen Dreh seien unverzichtbar, schreibt er – man wisse genau, was man bekomme. Durch die Übertragung auf Film und die Wahl der Objektive lasse sich dem bereits aufgenommenen Material danach wieder eine organischere, analoge Qualität geben. Er nennt das eine sorgfältig entwickelte Unvollkommenheit.
Für den Zuschauer heißt das vor allem eines: Der zweite Teil wird optisch nicht anders aussehen als der erste. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn hinter der Kamera hat es einen Wechsel gegeben.
Erik Messerschmidt löst Greig Fraser an der Kamera ab
Die Kameraarbeit von Greig Fraser gehörte 2022 zu dem, was an „The Batman” am meisten gelobt wurde – dasselbe Auge, das auch „Rogue One: A Star Wars Story” und „Dune” geprägt hat. Für die Fortsetzung kehrt Fraser nicht zurück. An seiner Stelle steht Erik Messerschmidt, der seit 2017 jedes Projekt von David Fincher begleitet und für „Mank” den Oscar für die beste Kamera gewonnen hat.
Ein solcher Wechsel ist der Punkt, an dem ein Sequel optisch auseinanderfallen kann. Nach allem, was bislang aus der Produktion zu sehen war, orientiert sich Messerschmidt eng an den visuellen Vorgaben des ersten Teils – das offizielle Bild vom Batman Day mit seinem orange-bräunlichen Licht und der Silhouette im Gegenlicht könnte in dieser Form auch aus dem Vorgänger stammen.
Ein Detail unterscheidet sich trotzdem, und es ist an den Kanten der Silhouette zu erkennen: Die Fledermausohren des Kostüms fallen länger und etwas geschwungener aus als bisher. Ein offizielles Wort zum überarbeiteten Batsuit gibt es dazu nicht.
Was auf dem Bild zu sehen ist
Zu sehen ist Robert Pattinson im Batsuit von hinten, den Umhang um die Schultern gelegt, vor einem einzelnen Licht, das weit entfernt in der Dunkelheit glimmt. Links und rechts von ihm türmt sich, was nach aufgeschobenem Schnee aussieht. Ein Gesicht, ein Gegenspieler oder ein eindeutig erkennbarer Schauplatz sind nicht zu erkennen. Reeves hat das Bild ohne Erklärung gepostet und nur einen Gruß mitgeschickt: „Happy Batman Day to everyone from London.”
Zwei Dinge lassen sich daraus ablesen, und beide sind Beobachtung, keine Bestätigung. Der Schnee deutet darauf hin, dass Reeves seinen zweiten Teil in einem winterlichen Gotham ansiedelt – das passt zu Aufnahmen, die im Sommer vom Set kursierten. Und in der Fangemeinde wird seit Monaten darüber spekuliert, ob der Film den Court of Owls einführt, jene Geheimgesellschaft aus den Comics, die Gotham im Verborgenen kontrolliert. Belegt ist davon nichts: Reeves hat sich zu den Gegenspielern des Sequels öffentlich nicht geäußert, und ein dunkler Gang ist noch kein Eulengericht.
Der Dreh läuft seit Juni in Großbritannien
Gedreht wird seit dem 12. Juni 2026, durchgängig in Großbritannien. Aufnahmen entstanden unter anderem in Glasgow, Liverpool und zuletzt in London. Aus diesen Wochen kursieren reichlich inoffizielle Bilder und Videos von Passanten, die Batsuit und Fahrzeuge in Teilen zeigen – ein offizielles Bild aus der Produktion gab es bis zu diesem Batman Day jedoch nicht.
Pattinson selbst hat Anfang September beschrieben, wie fordernd die Produktion ist. Gegenüber Variety sagte er, er spüre bei den vielen Kampfszenen inzwischen sein Alter, es sei deutlich anstrengender als beim ersten Film. Spaß mache es trotzdem, und er halte den Film für ziemlich gut – ein Marathon sei es aber allemal. Der Dreh soll ihn noch bis zum Jahresende in London halten.
Wer vor und hinter der Kamera steht
Regie führt erneut Matt Reeves, das Drehbuch hat er gemeinsam mit Mattson Tomlin geschrieben. Vor der Kamera stehen neben Pattinson unter anderem Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Brian Tyree Henry und Charles Dance. Dazu kehren Jeffrey Wright als Gordon, Andy Serkis als Alfred und Colin Farrell als Pinguin zurück. Stan hatte im September in Toronto erstmals ausführlicher über den Dreh gesprochen und ihn mit „Der Pate 2” verglichen; seine Rolle bestätigt er weiterhin nicht – nachzulesen in unserem Bericht zum Interview.
Ein anderes hartnäckiges Gerücht ist dagegen erledigt: James Gunn hat im August dementiert, dass Reeves Teil 2 und einen dritten Teil gemeinsam abdreht. Auch am Batman Day selbst blieb der DC-Studios-Chef bei Grundsätzlichem und teilte lediglich ein Comic-Artwork – eine Neuigkeit zu „The Brave and the Bold”, dem Batman-Film innerhalb des DCU, gab es nicht. Wie die Kinoreihen zueinander stehen, sortiert unsere Übersicht aller Batman-Filme.
Wann der Film in die deutschen Kinos kommt
In den deutschen Kinos startet „The Batman: Part II” am 17. Februar 2028, einen Tag vor dem US-Start am 18. Februar 2028. Der Termin steht seit Juli fest, nachdem Warner Bros. den Film zuvor mehrfach nach hinten geschoben hatte – ursprünglich war der 1. Oktober 2027 vorgesehen.
Bis zum ersten Trailer dürfte es entsprechend dauern. Realistisch wird es der kommende Sommer, wenn Warner den Vorlauf für seine DC-Titel bündelt. Bis dahin bleiben Bilder wie dieses und Auskünfte wie die zum Film-Out die einzige Währung.
Bildquelle: Matt Reeves auf X (@MattReevesLA).
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