The Batman: Part II – Sebastian Stan vergleicht den Dreh mit „Der Pate 2“
Sebastian Stan sprach in Toronto erstmals ausführlich über den Dreh zu The Batman: Part II – er fühle sich an „Der Pate 2“ erinnert. Seine Rolle bestätigt er weiter nicht, dafür erzählt er von seinem Anruf bei James Gunn.
Sebastian Stan hat beim Filmfestival von Toronto zum ersten Mal ausführlich über die Arbeit an „The Batman: Part II” gesprochen – und dabei einen Vergleich gezogen, den man bei einem Superheldenfilm selten hört. Gegenüber Variety sagte er sinngemäß: Wenn er am Set stehe und sich umsehe, denke er manchmal, sie drehten hier „Der Pate 2”.
Seine Rolle bestätigt Stan weiterhin nicht. Zur Produktion selbst sagt er dafür mehr als alle bisherigen Wortmeldungen zusammen – und erzählt nebenbei, wie er überhaupt in den Film kam.
„Ich glaube, wir drehen Der Pate 2”
Stan ordnet den Film im Gespräch ungewöhnlich hoch ein. Matt Reeves habe drei Jahre an dem Stoff gearbeitet, sagt er, und man werde erst beim Sehen begreifen, was das für ein Film sei. Er wolle ihn gar nicht überhöhen, aber er glaube, dass sich die Wartezeit auszahle. Was ihm daran gefalle, sei, dass alles geerdet und echt bleibe.
Bemerkenswert ist der Nachsatz: Man habe noch viel Zeit. Das deckt sich mit dem, was Robert Pattinson zuletzt über die Länge des Drehs gesagt hat – und passt zu einem US-Kinostart, der erst im Februar 2028 liegt.
Zur Frage nach Harvey Dent, der Rolle, die ihm seit Monaten zugeschrieben wird, bleibt Stan konsequent stumm. Variety beschreibt, wie ihm bei der Nennung des Namens sichtbar das Licht ausgeht. Bestätigt hat er die Figur bis heute nicht.
Wie Stan zum Film kam: ein Anruf bei James Gunn
Der Weg dorthin verlief nach Stans Schilderung über zwei Wege gleichzeitig. Matt Reeves habe „The Apprentice” gesehen, den Film, für den Stan 2024 eine Oscar-Nominierung bekam, und sich bei ihm gemeldet, um über ein neues Projekt zu sprechen. Etwa zur selben Zeit habe Stan von sich aus bei DC-Studios-Chef James Gunn angerufen – sinngemäß mit der Ansage, er sei da, es gehe ihm gut, und er sei bereit.
Dass er damit als Marvel-Darsteller die Seite wechselt, ist ihm bewusst. Er habe lange gedacht, er komme nie auf die andere Seite und bleibe eben Bucky, sagt Stan. Manchmal frage er sich noch, ob er das Team verlassen habe – die beiden Welten liefen parallel und hälfen einander seltsamerweise sogar.
Batman selbst war ihm aus der Kindheit näher als jede Marvel-Figur: Aufgewachsen in Europa sei Batman für ihn die bekannteste Comicfigur überhaupt gewesen. Sein Lieblings-Superheldenfilm ist bis heute „Batmans Rückkehr”.
Pattinson: „Es ist ein Marathon”
Der Dreh zu „The Batman: Part II” läuft seit dem Sommer in Großbritannien. Hauptdarsteller Robert Pattinson hatte sich Anfang September gegenüber dem Magazin GQ erstmals ausführlich dazu geäußert – und beschreibt die Arbeit an der Fortsetzung von Matt Reeves als Marathon.
Der Dreh laufe gut, sagte Pattinson – bei den Kampfszenen spüre er allerdings deutlich sein Alter. Sinngemäß aus dem Englischen: Er denke dann, das sei erheblich härter als früher. Trotzdem mache es eine Menge Spaß, der Film werde großartig, die Besetzung sei richtig gut.
Der Vergleich ist nicht bloß eine Floskel. Bereits im Juni hatte Pattinson in einem früheren GQ-Gespräch erzählt, ein Stuntman habe ihm elf zusammenhängende Wochen Nachtdreh angekündigt. Bei einer Figur, die praktisch nur nach Einbruch der Dunkelheit arbeitet, ist das eingepreist – für einen Hauptdarsteller, der in fast jeder Szene im Anzug steckt, ist es trotzdem eine Zumutung. Dazu kommt der Faktor Zeit: Pattinson ist inzwischen 40. Als im Januar 2020 der erste Teil anlief, war er Mitte 30.
Kurze Pause in Venedig – und eine klare Ansage
Am 5. September ist Pattinson beim Filmfestival von Venedig aufgetaucht, laut The Hollywood Reporter in einer kurzen Drehpause. Anlass war die Weltpremiere von „Primetime”, in der er den US-Fernsehmoderator Chris Hansen spielt. Bei der Pressekonferenz zog er Bilanz über ein ungewöhnlich dichtes Jahr: Mit „The Drama”, „Die Odyssee”, „Primetime” und „Dune: Part Three” laufen vier Filme mit ihm kurz hintereinander an.
Für den Batman-Dreh zog er dabei eine klare Grenze: Nach dem Abschluss von „Dune: Part Three” habe er eine kurze Pause gehabt, um in die Produktion hineinzugehen – Paralleldrehs während Batman schließe er dagegen aus, das sei schlicht unmöglich. Er habe seinen Terminplan erstmals über zwei Jahre im Voraus gekannt und sich darauf einstellen können; abgesagt hätte er keines der Projekte, dazu sei ihm jedes einzelne zu wertvoll gewesen.
Das deckt sich mit dem Marathon-Bild: Wer über Monate hinweg nachts in Gotham dreht, hat daneben keine Kapazität. Einen Drehschluss nennt auch diese Aussage nicht – aber die Ansage, dass Batman bis auf Weiteres der einzige Eintrag im Kalender ist, grenzt den Zeitraum zusätzlich ein.
Was zum Dreh belegt ist
Die Dreharbeiten begannen im Juni 2026 und laufen von den Warner-Bros.-Studios in Leavesden aus; als Drehorte sind London und Liverpool bestätigt. Die Produktion liegt bei Warner Bros. gemeinsam mit DC und Reeves’ eigener Produktionsfirma. Zur Handlung hält das Studio bis heute nichts fest – Reeves hat den Stoff konsequent unter Verschluss.
Aus dem ersten Teil kehren neben Pattinson auch Colin Farrell als Oz Cobb, Jeffrey Wright als Commissioner Gordon und Andy Serkis als Alfred Pennyworth zurück. Neu dabei sind Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Brian Tyree Henry und Charles Dance – Reeves hatte die Zugänge nach und nach selbst über seine Kanäle bestätigt, wie unter anderem Variety berichtete. Zu keiner dieser Rollen gibt es bislang eine offizielle Beschreibung.
Was noch offen bleibt
Die naheliegendste Frage beantwortet auch das Toronto-Interview nicht: Wann ist der Dreh vorbei? Einen Drehschluss hat weder Warner Bros. noch Reeves genannt. Pattinson grenzt den Zeitraum immerhin ein – er bleibe bis zum Jahresende in London, sagte er GQ. Damit läuft die Produktion noch mindestens vier Monate, und zwischen Drehende und Kinostart bliebe gut ein Jahr für die Nachbearbeitung.
Offen ist außerdem, wen Sebastian Stan und Scarlett Johansson spielen. Um Stan hielt sich hartnäckig das Gerücht, er übernehme Harvey Dent – zurück ging es auf ein Interview, das ihn falsch zitiert hatte; die Zeitung korrigierte später, wir haben das hier aufgedröselt. Bestätigt ist bis heute nur, dass Stan an Bord ist. Bei Johansson gibt es nicht einmal ein belastbares Gerücht.
Wann der Film ins Kino kommt
Der US-Kinostart steht auf dem 18. Februar 2028. Bis dahin war es ein weiter Weg: Ursprünglich sollte die Fortsetzung deutlich früher laufen, der Termin wanderte mehrfach nach hinten. Ein offiziell bestätigter deutscher Starttermin liegt bislang nicht vor. Da deutsche Kinostarts in aller Regel donnerstags erfolgen, wäre Donnerstag, der 17. Februar 2028, der zu erwartende Termin – bestätigt ist er nicht.
Einzuordnen ist der Film weiterhin außerhalb des DC Universe von James Gunn: Reeves’ Gotham läuft als eigene Reihe neben dem Neustart und hat mit dessen Zeitleiste nichts zu tun. Wie die Batman-Filme insgesamt zusammenhängen, klärt unsere Übersicht zur Reihenfolge der Batman-Filme.
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