Walter Koenig ist tot: Der Chekov aus „Raumschiff Enterprise“ starb mit 90 Jahren
Walter Koenig ist tot. Der Schauspieler, der in „Raumschiff Enterprise“ und sieben Kinofilmen den Navigator Pavel Chekov spielte, starb mit 90 Jahren eines natürlichen Todes. George Takei verabschiedete sich von seinem langjährigen Freund.
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Walter Koenig ist tot. Der US-Schauspieler, der in „Raumschiff Enterprise” den russischen Navigator Pavel Chekov spielte, starb am Sonntag, dem 25. Oktober 2026 (Ortszeit), in seinem Haus in North Hollywood eines natürlichen Todes. Er wurde 90 Jahre alt. Das hat sein Sprecher mitgeteilt, wie The Hollywood Reporter berichtet. Nach Angaben seines Managements waren seine Tochter und seine Nichte bei ihm.
Als einer der Letzten der Original-Brückencrew hinterlässt Koenig eine Lücke, die gerade im Jubiläumsjahr schmerzt: „Star Trek” feiert 2026 seinen 60. Geburtstag. Koenig gehört noch zu den Gesprächspartnern der Jubiläums-Doku mit William Shatner und George Takei.
Auf einen Blick
Wer war Walter Koenig? Ein US-Schauspieler und Autor, geboren am 14. September 1936 in Chicago.
Wann ist er gestorben? Am 25. Oktober 2026 im Alter von 90 Jahren, eines natürlichen Todes.
Bekannteste Rollen? Pavel Chekov in „Raumschiff Enterprise” (1967–1969) und sieben „Star Trek”-Kinofilmen, Psi-Cop Alfred Bester in „Babylon 5”.
Wie viele Folgen? 36 der 79 Episoden der Originalserie, ab der zweiten Staffel.
George Takei: „Mein Herz ist schwer”
Als einer der Ersten verabschiedete sich George Takei, der Sulu der Originalserie. „Mein Herz ist schwer. Walter Koenig, unser Fähnrich Pavel Chekov, ist heute früh von uns gegangen”, schrieb er. „Walter und ich haben uns in den 1960er-Jahren auf der Brücke der Enterprise kennengelernt, und wir sind fast sechs Jahrzehnte lang Freunde geblieben.” Als Takei 2008 seinen Partner Brad Altman heiratete, war Koenig sein Trauzeuge.
„Walter war mehr als Chekov. Er war Autor, Lehrer, ein nachdenklicher Mensch und ein treuer Freund”, so Takei weiter. „Ruh dich aus, mein lieber Freund. Halte weiter einen ruhigen Kurs.” Dabei war das Verhältnis der beiden am Set anfangs angespannt – Chekov war in der zweiten Staffel auch deshalb an die Navigationskonsole gekommen, weil Takei für Dreharbeiten zu einem Film fehlte.
Chekov: Ein Teenie-Schwarm für die Brücke
Koenig stieß 1967 zur zweiten Staffel von „Raumschiff Enterprise” und spielte Chekov in 36 der 79 Folgen. Die Produzenten wollten mit der Figur ein junges Publikum erreichen: Der Fähnrich bekam eine Pilzkopf-Perücke nach dem Vorbild von Davy Jones von den Monkees. „Ich habe Hunderte und Aberhunderte Briefe bekommen, die dritthäufigsten nach Bill und Leonard”, erinnerte sich Koenig später – gemeint waren William Shatner und Leonard Nimoy. Zum Running Gag wurde Chekovs Gewohnheit, jede große Erfindung der Menschheitsgeschichte für Russland zu reklamieren.
Größeres Gewicht bekam die Figur erst im Kino. Koenig spielte Chekov in sieben Filmen, von „Star Trek - Der Film” (1979) bis „Star Trek - Treffen der Generationen” (1994). In „Star Trek II - Der Zorn des Khan” entdeckt Chekov auf Ceti Alpha V die „Botany Bay” und fällt Khan in die Hände, und in „Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart” sorgt er mit seiner Suche nach „nuclear wessels” im San Francisco der 1980er für eine der bekanntesten Szenen der Reihe. Für die Zeichentrickserie der 1970er, in der Chekov aus Budgetgründen fehlte, schrieb er die Folge „The Infinite Vulcan”.
Alfred Bester in „Babylon 5”
Eine zweite große Genre-Rolle schrieb ihm J. Michael Straczynski auf den Leib: In „Babylon 5” spielte Koenig von 1994 bis 1998 den skrupellosen Psi-Cop Alfred Bester, benannt nach dem Science-Fiction-Autor. Anders als Chekov war Bester eine vielschichtige Figur, die mehrere Handlungsstränge der Serie trug. Insgesamt war Koenig in zwölf Folgen zu sehen.
Daneben arbeitete Koenig als Autor – er schrieb Folgen für „Der unglaubliche Hulk” und „Land of the Lost”, den Sci-Fi-Film „InAlienable” und die Erinnerungen „Warped Factors”. Er unterrichtete Schauspiel an der UCLA und inszenierte Theaterstücke. In der Reboot-Reihe ab 2009 übernahm Anton Yelchin die Rolle des jungen Chekov. Koenig hinterlässt seine Tochter, die Schauspielerin und Autorin Danielle Koenig. Seine Frau Judy Levitt, die in drei „Star Trek”-Filmen mitspielte, starb 2022.
Laut seinem Sprecher eines natürlichen Todes. Er starb am 25. Oktober 2026 im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in North Hollywood.
Fähnrich Pavel Chekov, den russischen Navigator der Enterprise – ab der zweiten Staffel der Originalserie und in sieben Kinofilmen von 1979 bis 1994.
In den Reboot-Filmen ab 2009 spielte Anton Yelchin den jungen Chekov.
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