95 Jahre William Shatner: Warum er für Star Trek Fans immer Captain Kirk bleibt
Unendliche Weiten, unendlicher Kult! Am 22. März feiert William Shatner seinen 95. Geburtstag. Begleite uns auf eine Zeitreise durch das bewegte Leben des legendären Captain James T. Kirk.
Erinnerst du dich an die magischen Worte: "Der Weltraum, unendliche Weiten..."? Mit diesem Intro startete 1966 ein Phänomen, das die Science-Fiction für immer veränderte. Im Zentrum der Brücke stand ein draufgängerischer Kommandant, der TV-Geschichte schrieb. Am 22. März feiert Schauspieler William Shatner, der ewige Captain James T. Kirk aus „Raumschiff Enterprise”, seinen stolzen 95. Geburtstag!
Der späte Start in Deutschland
Während US-Zuschauer bereits im September 1966 mit der Crew auf Sternenreise gingen, ließ das deutsche Fernsehen die Fans zappeln. Zwischen 1972 und 1974 ignorierte das ZDF die eigentliche Auftaktfolge komplett. Erst am 28. September 1987 flimmerte die synchronisierte erste Episode unter dem Titel "Das letzte seiner Art" bei SAT 1 über die hiesigen Bildschirme. Doch der Kult um das langlebigste Sci-Fi-Franchise aller Zeiten war längst nicht mehr aufzuhalten.
Küsse, Krisen und ein Neuanfang
William Shatner und seine Crew brachen im Fernsehen echte Tabus. Die Serie zeigte den allerersten Kuss zwischen einem Weißen und einer Schwarzen im US-TV – ein Moment zwischen Kirk und Lieutenant Uhura, der einen eigenen Wikipedia-Eintrag erhielt. Doch als die Originalserie 1969 endete, stürzte Shatner in eine tiefe Krise. Er erlitt einen brutalen Karriereknick, seine erste von vier Ehen zerbrach und der einstige Star musste zeitweise in einem Wohnmobil hausen.
Erst als „Krieg der Sterne” Ende der 1970er Jahre das Publikumsinteresse für Science-Fiction massiv entfachte, wendete sich das Blatt. Paramount Pictures witterte die Chance und brachte die Original-Crew 1979 auf die große Leinwand. In insgesamt sieben Kinofilmen feierte Shatner bis 1994 sein verdientes Comeback.
Die komplizierte Liebe zu den Fans
Lange Zeit fremdelte der Schauspieler mit seinem Legendenstatus bei den Hardcore-Trekkies. In einer Folge der US-Comedyshow "Saturday Night Live" rief er den Fans 1986 sogar frustriert "Get a life!" entgegen. Dennoch etablierte er sich als vielseitiger Darsteller, der später als exzentrischer Anwalt in Boston Legal (2004) zwei Emmys und einen Golden Globe abräumte. Er selbst schätzte sich stets pragmatisch ein:
Ich habe mich selbst nie als einen großen Schauspieler gesehen wie zum Beispiel Laurence Olivier. Ich war eher ein arbeitender Schauspieler. Ich habe die Leute unterhalten und immer versucht hervorragend zu sein – egal in welcher Rolle.
Mit 90 Jahren endlich ins All
Den ultimativen Gänsehaut-Moment erlebte Shatner im Oktober 2021. Satte 55 Jahre nach seinem Dienstantritt auf der Enterprise flog er im Alter von 90 Jahren an Bord einer Rakete von Blue Origin tatsächlich ins Weltall. Für ihn war es die tiefgreifendste Erfahrung, die ich mir vorstellen kann.
Wer jetzt denkt, der 95-Jährige lässt es fortan ruhiger angehen, irrt gewaltig. Passend zu seinem Jubiläum kündigte Shatner jüngst sein allererstes Heavy-Metal-Album an. Seine Kampfansage klingt wie der perfekte Schwur für die nächsten galaktischen Abenteuer:
Wir werden kühn headbangen, wo noch niemand zuvor geheadbangt hat. Bleibt dran. Die Metal-Reise beginnt dieses Jahr.
- Start
- 09.02.1995
- Regisseur/in
- David Carson
- Drehbuch
- Brannon BragaRonald D. Moore
- Franchise / Filmreihe(n)