Star Trek: Der Trailer zur Jubiläums-Doku mit William Shatner ist da
Zum 60. Geburtstag von Star Trek gibt es den ersten Trailer zur Kino-Doku „The Sixty-Year Mission“: Shatner, Takei, Koenig und Frakes vor der Kamera, Start am 8. Oktober in den USA. Tickets sind im Verkauf.
Star Trek wird 60 – und zum Jubiläum kommt eine Dokumentation ins Kino. „The Sixty-Year Mission: How Star Trek Changed Television and the World” startet Anfang Oktober 2026 in den US-Kinos der Regal-Kette, wie Deadline exklusiv berichtete. Vor der Kamera steht dabei ein Großteil der Franchise-Geschichte, allen voran William Shatner, der zugleich als Executive Producer an Bord ist.
Der Trailer ist da, die Tickets auch
Pünktlich zum eigentlichen Jubiläumstag ist der erste Trailer erschienen: exakt 60 Jahre nach der US-Erstausstrahlung der ersten Folge am 8. September 1966. Zu sehen ist er exklusiv bei Variety. Tickets für die US-Vorstellungen sind ab sofort im Verkauf. Als Starttermin nennen die Produzenten inzwischen den 8. Oktober 2026 in den Kinos der Regal-Kette – in der ersten Ankündigung Anfang August war noch vom 9. Oktober die Rede. Ein deutscher Termin fehlt weiterhin.
Der Trailer zeigt zugleich, wie breit die Doku ihre Gesprächspartner streut. Neben Shatner, Walter Koenig und George Takei sind Rod Roddenberry, Jonathan Frakes, Brent Spiner, Gates McFadden, Denise Crosby, Nana Visitor, Robert Picardo, Ethan Peck und Christina Chong zu sehen. Dazu kommen Terry Farrell und Armin Shimerman aus „Star Trek: Deep Space Nine” sowie zwei prominente Fans, die selbst im Genre zu Hause sind: Simon Pegg, der in den Kinofilmen der Kelvin-Zeitlinie Scotty spielt, und Rainn Wilson.
Regisseur und Autor Mark A. Altman formuliert den Anspruch des Films deutlich. Es gehe nicht um die nächste Verbeugung vor einer Legende, sondern um die Frage, warum ausgerechnet diese unwahrscheinliche Fernsehserie überlebt hat:
Star Trek ist unzählige Male gefeiert worden, aber wir wollten den Film machen, der über die Mythologie hinausgeht und fragt, warum diese unwahrscheinliche Fernsehserie überlebt, sich gewandelt und am Ende zu einer Ikone der Populärkultur geworden ist.
Die eigentliche Geschichte, so Altman weiter, stecke voller künstlerischer Risiken, Streitigkeiten, Fehlschläge und Durchbrüche – und was daraus entstanden sei, sei am Ende weit mehr gewesen als ein Franchise. Genau darauf zielt auch das Material, das der Trailer andeutet: Archivaufnahmen, die bislang niemand gesehen hat, und Berichte aus erster Hand von Leuten, die das Franchise aufgebaut haben.
Für die US-Auswertung planen die Produzenten zusätzliche Fragerunden mit Star-Trek-Beteiligten direkt in den Kinosälen.
Wer in der Doku zu Wort kommt
Aus der Originalbesetzung von „Raumschiff Enterprise” sind neben Shatner auch Walter Koenig (Ensign Chekov) und George Takei (Lt. Sulu) dabei. Ebenfalls interviewt wurde Gene Roddenberry Jr., der Sohn des Serienerfinders – eine Konstellation, die es in dieser Form seit Jahren nicht mehr auf die Leinwand geschafft hat.
Dazu kommt ein Querschnitt durch die späteren Serien: Jonathan Frakes, Brent Spiner und Denise Crosby aus „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”, Gates McFadden aus „Star Trek: Picard”, Robert Picardo aus „Star Trek: Raumschiff Voyager” und „Star Trek: Starfleet Academy”, Ethan Peck und Christina Chong aus „Star Trek: Strange New Worlds” sowie Nana Visitor aus „Star Trek: Deep Space Nine”. Ergänzt wird das Ganze durch Autoren, Regisseure, Produzenten, Kritiker und prominente Fans.
Konflikte hinter den Kulissen
Inhaltlich zielt der Film auf die Entstehungsgeschichte der Originalserie. Laut Synopsis geht es darum, wie mutige künstlerische Entscheidungen, Konflikte hinter den Kulissen und bahnbrechende Ideen zusammenkamen und daraus ein Fernsehklassiker wurde. Dafür setzt die Doku auf exklusive Interviews und bislang unveröffentlichtes Archivmaterial – die Wahrheit sei, so das Versprechen, seltsamer als jede Science-Fiction.
Regie und Drehbuch übernimmt Mark A. Altman, der als Autor der Oral History „The Fifty-Year Mission” tief im Stoff steckt. Produziert wird der Film von Michael S. Broder (Galaxie Pictures) und Aaron Rattner; als Executive Producer sind neben Shatner unter anderem Altman, Broder, Daren Dochterman, Ashley E. Miller, Alan Pao und Thomas P. Vitale gelistet. Hinter der Produktion stehen Altman2 Entertainment, Vital Signs Entertainment und Galaxie Productions, den Soundtrack veröffentlicht La-La Land Records.
Das Jubiläumsjahr und der Zustand des Franchise
Der Anlass ist hart datiert: Am 8. September 1966 lief in den USA die erste Folge der Originalserie, in Deutschland startete „Raumschiff Enterprise” erst am 27. Mai 1972 im ZDF. Paramount hatte das Jubiläumsprogramm bereits zum Star Trek Day 2025 angekündigt – vom eigenen Wagen bei der Rose Parade über eine LEGO-Kooperation bis hin zu Podcasts und Web-Comics.
Die Kino-Doku trifft allerdings auf ein Franchise im Umbruch. „Star Trek: Strange New Worlds” läuft seit dem 23. Juli 2026 mit der vierten Staffel auf Paramount+, danach folgt eine verkürzte fünfte und finale Staffel. „Star Trek: Starfleet Academy” wurde nach der zweiten Staffel abgesetzt, ein neuer Kinofilm ist zwar bestätigt, aber weiterhin ohne Termin. Und Shatner selbst liebäugelt mit 95 Jahren nach wie vor mit einer Rückkehr als James T. Kirk.
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