- Franchise
Fünf Monate sind seit dem Staffelfinale vergangen, in dem Karen das Schiff um acht Jahre vom Kurs gebracht hat. Kapitän Ryan hat den Passagieren die Wahrheit verschwiegen; sie glauben weiter, nur noch vier Wochen von der Erde entfernt zu sein, und haben sich an rekonstituiertes Aal-Fleisch und Franks improvisierte Kochshow gewöhnt. Matt drängt Ryan täglich, die Wahrheit zu sagen, doch dieser wartet lieber auf Ravs Lösung des Nahrungsproblems.
Ravs Vorschlag ist zynisch: Sie will die Passagiere in zwei Gruppen aufteilen – „The Guaranteed“, die versorgt werden, und „The Pioneers“, die mit knappen Vorräten unter Deck eingeschlossen werden sollen. Niemand hält das für eine gute Idee, am wenigsten Ryan, der schließlich beschließt, den Passagieren doch reinen Wein einzuschenken. Nebenbei kommt heraus, dass Frank seine Frau Karen mit der Lüge, alle würden sie hassen, die ganze Zeit in der Kabine gefangen gehalten hat.
Auf der Erde versucht Iris vergeblich, in einer Live-Sendung auf das Versagen der Regierung aufmerksam zu machen. Dann übernimmt Lucas vom „Office of the Other President“ die Rettungsoperation; sein erstes Ziel ist, die absichtlich verzögerte Kommunikationsverbindung wieder zu öffnen. Als Iris daraufhin Judd erreicht, schnappen einige Passagiere die Wahrheit über die acht Jahre auf – und an Bord bricht das Chaos aus.
Doch es kommt noch schlimmer: Ein Kind spielt im Maschinenraum mit den Bedienelementen und verstellt den Kurs. Ein Treibstoffmanöver zurück auf die alte Bahn würde die Passagiere erst mit rund 400 Jahren nach Hause bringen – und der neue Kurs steuert das Schiff direkt in die Sonne. Als Billie das vor versammelter Mannschaft verkündet, weiß nun jeder, warum Panik angebracht ist.
Da die Avenue 5 auf gefährlichen Kollisionskurs mit der Sonne geraten ist, beschließt die Crew, alle Passagiere in die der Sonne abgewandte Schiffshälfte zu evakuieren. Weil die extreme Hitze die lebenden Aale – die wichtigste Nahrungsquelle des Schiffs – zu töten droht, müssen auch diese eimerweise in Sicherheit gebracht werden.
Die Crew entdeckt einen Wartungstunnel, der zwölf Grad kühler ist als der Rest des Schiffs und rund dreihundert Personen Platz bietet – über die Frage, wer Einlass erhalten soll, zerbricht sie sich jedoch den Kopf. Unterdessen eröffnet die inzwischen hochschwangere Mia Doug, dass möglicherweise Mads der Vater ihres Kindes ist.
Zurück auf der Erde kauft Iris die Produktionsfirma auf, die die Avenue-5-Dramaserie herstellt, und besetzt Sarahs Zwillingsschwester Zarah als neue Hauptdarstellerin und wissenschaftliche Offizierin der Serie – um so die öffentliche Unterstützung für eine Rettungsmission anzukurbeln.
Die Aal-Vorräte an Bord der Avenue 5 schrumpfen rapide – die Tiere, Hauptnahrungsquelle des Schiffs, sterben in Scharen. Da erscheint ein winziger Punkt auf dem Radar, der zur Hoffnung wird: eine Raumstation namens Stormfalcon. Captain Ryan führt eine Delegation aus Billie, Matt und Spike an Bord, wo sie auf eine betont entspannte Forschungscrew aus schrulligen Wissenschaftlern treffen, die sich obendrein als Fans der Avenue-5-Fernsehshow entpuppen.
Johanna, die selbsternannte Anführerin der Stormfalcon, lädt die Delegation zum Abendessen ein. Was als komödiantische Gesellschaftsszene beginnt, kippt, als Rav eines der Telefone entsperrt und feststellt, dass die Station in Wahrheit ein Gefängnisschiff ist: Alle an Bord sind verurteilte Schwerverbrecher, zu gefährlich, um auf der Erde eingesperrt zu werden – darunter ein Kannibale, der einst in Franks Kochshow zu Gast war.
Weil das Schiff seine Aale dennoch braucht, wird ein verurteilter, fachkundiger Häftling herübergelockt, um den Aaltank zu reparieren – zur Sicherheit der Passagiere paddelt er in einer aufblasbaren Kugel durch einen durchsichtigen Tunnel, eine Idee von Judd. Kaum ist der Tank repariert, schieben Billie und die Ingenieure den Mann, dem ein Bleiberecht versprochen worden war, kurzerhand zurück auf die Stormfalcon. Der Kannibale jedoch setzt heimlich auf die Avenue 5 über; die Crew verhängt eine Ausgangssperre, und als Rav versehentlich die Bordsprechanlage anlässt, ernennen sich die Passagiere selbst zu Fahndern und verdächtigen einander.
Auf der Erde offenbart Lucas gegenüber Iris, dass der Menschheit das für sämtliche moderne Technik nötige Lithium ausgeht. Iris betäubt ihn daraufhin und startet mit einem kleinen Shuttle zurück zur Avenue 5 – im Gepäck sowohl Werkzeug für den Aaltank als auch diese brisante Nachricht. Die Ironie: Hätte die Crew nur etwas länger gewartet, wäre das riskante Rendezvous mit der Stormfalcon gar nicht nötig gewesen.
Nachdem am Ende der Vorepisode ein gefährlicher Kannibale an Bord der Avenue 5 gelangt ist, riegelt Billie das gesamte Schiff ab: Jede Tür wird verschlossen, jeder Passagier bleibt in dem Raum, in dem er sich beim Beginn der Abriegelung gerade befindet. Das übersieht jedoch, dass eine unbekannte Zahl von Menschen mit dem Kannibalen eingeschlossen ist. Da Captain Ryan einen Generalschlüssel besitzt, durchsuchen er und Billie das Schiff über das Sicherheitssystem – bis ihnen auffällt, dass sie den Gesuchten noch nie gesehen haben.
Rav lässt versehentlich die Bordsprechanlage offen und verkündet dem ganzen Schiff, dass ein Kannibale unter ihnen ist, obwohl niemand weiß, wie er aussieht. Die Passagiere ernennen sich selbst zu Hilfssheriffs, Paranoia und Chaos wachsen. Mehrere Reisende werden fälschlich verdächtigt, darunter Frank im Spa, den niemand von seiner Kochshow wiedererkennt. Karen glaubt, endlich wieder nützlich und in der Verantwortung sein zu können, weil sie den Kannibalen kennt, verschweigt ihr Wissen aber, um sich stattdessen in ihrem Raum zu profilieren.
Tatsächlich ist der Kannibale Nathan mit Matt, Mia, Elena und deren Tochter Paloma eingeschlossen, ohne dass diese es zunächst ahnen. Verschiedene Versuche, ihn in den abgeriegelten Bereichen zu stellen, scheitern daran, dass niemand ihn erkennt. Schließlich identifiziert Frank Nathan auf den Sicherheitsmonitoren; Ryan eilt herbei, überwältigt ihn und sperrt ihn in den Arrest.
Parallel versuchen Iris und Judd, den auf der Erde sitzenden Lucas Sato zu erpressen: Sie drohen, den drohenden Lithium-Mangel der Erde öffentlich zu machen, um ihn zur Rettung der Avenue 5 zu zwingen. Der Plan scheitert jedoch, als Judd sein Gesicht in die Avenue-5-Fernsehshow einspeist und dabei versehentlich den Lithium-Mangel selbst verrät – womit das Druckmittel verloren ist.
Am Ende fällt vieles auf Ryan zurück: Doug wird bei der Abriegelung ein Bein von einer Tür zerquetscht, Matt ist wütend, weil Ryan seine Aussprache unterbrochen hat, und Billie ist genervt, weil Ryan ständig den Schlüssel verliert. Als Ryan, Billie und Rav über die schwindenden Vorräte und die acht Jahre lange Reise streiten, hört das ganze Schiff mit, weil Rav erneut das Mikrofon nicht abschaltet. Die Folge endet in völligem Chaos mit heulenden Alarmen und schreienden Passagieren – und die einzige Rettungsleine zur Erde ist nun ebenfalls gekappt.
Nachdem die Passagiere erfahren haben, dass man sie über die Vorräte und die um Jahre längere Restdauer der Reise belogen hat, eskaliert die Lage zum offenen Aufstand. Als Erstes stürzen sie Captain Ryan Clark – was diesen insgeheim erleichtert, weil er die Verantwortung ohnehin nie tragen wollte.
Die Passagiere versuchen, sich in eigenen Komitees selbst zu organisieren, verzetteln sich aber sofort in Streitereien. Schließlich befreien Elena und Charles den eingesperrten Ryan, damit er wieder für Ordnung sorgt. Er schlägt eine demokratische Wahl zum Schiffspräsidenten vor.
Ein Feld chancenloser Kandidaten tritt an – darunter Matt, Frank, Rav, Billie und Iris, die eine „wohlwollende Diktatur“ verspricht. Ryan versucht vergeblich, brauchbare Bewerber wie Billie, Karen und Isaac zu empfehlen. Ausgerechnet Nathan, der Kannibale, wird zum Favoriten, der mit Kannibalismus-Sprüchen und dem Thema mentale Gesundheit um Stimmen wirbt.
Erst als Isaac schließlich Ryan nominiert, kippt die Wahl: Ryan wird gegen seinen Willen zum Präsidenten und damit erneut zum Kapitän. Zurück auf der Erde beschließt derweil das „Office of the Other President“, das gestrandete Schiff kurzerhand zu „entsorgen“. Die Episode endet damit, dass von der Erde aus eine Rakete auf Avenue 5 abgefeuert wird.
Nach seiner Ernennung zum obersten Befehlshaber wird Ryan wie sein TV-Ebenbild kostümiert und von ergebenen Anhängern umgeben. Das Schiff spaltet sich in Ryan-Getreue und Gegner; Matt Spencer führt eine Untergrund-Revolte an, die jederzeit in Gewalt umzuschlagen droht.
Billie gibt sich Ryan-kritisch, um sich bei Herman Judd einzuschmeicheln - denn nur ein CEO darf mit der Erde verhandeln, und Billie will eine neue Rettungsmission erreichen. Als Druckmittel dient ein lithiumreicher Meteor, den Rav entdeckt hat und der die Erde zwingen könnte, die Rettung der Avenue 5 neu zu priorisieren.
Ryans beiläufige Bemerkung, jemand solle sich um Matt kümmern, wird wörtlich genommen: Matt landet nach einer gewaltsamen Umarmung im Krankenhaus. Bei einem gefilmten Versöhnungs-Handschlag wird Matt von einem Armbrustschützen in den Bauch getroffen - Täter ist Mads, der Matt damit zugleich zu Popularität verhelfen wollte.
Höhepunkt ist eine kostümierte Watch-Party der Avenue-5-Fernsehserie. Dort erfährt Judd von einer Rakete, die das Schiff vernichten soll und nicht mehr aufzuhalten ist. Als die ausgestrahlte Serienfolge ausgerechnet die Zerstörung des Schiffes durch eine Rakete zeigt, begreifen die Passagiere ihre wahre Lage und geraten in Panik.
Auf die Avenue 5 rast eine Rakete zu, die das Schiff zerstören soll. Herman Judd offenbart, dass sich das Schiff – aus reinen Steuergründen so gebaut – in zwei Hälften teilen lässt, sodass nur ein Teil getroffen würde. Das Problem: Nicht alle Passagiere können in der geretteten Hälfte überleben.
Da Ryan zuvor zum „Diktator“ des Schiffs gewählt wurde, fällt ihm die Aufgabe zu, über Leben und Tod zu entscheiden. Hilfe bietet ein bordeigenes KI-System, das seit dem Einstieg jede Interaktion der Passagiere ausgewertet hat und ihren Wert für das Schiff als schlichte Zahl darstellt. Niedrig eingestufte Passagiere sollen in den hinteren Teil mit den Triebwerken, der am ehesten getroffen wird.
Ryan verrät den Passagieren das Ranking – nicht aber dessen tödlichen Zweck. Über Armbänder kann jeder seinen Rang verfolgen, der bei jedem Auf- oder Abschlag piept oder summt. Rasch versuchen alle, das System auszutricksen, denn Ehrlichkeit und kühle Entscheidungen werden belohnt. Karen verschafft sich mithilfe einer Ryan-Maske Zugang zu seinen Logbüchern, hört all die abfälligen Dinge, die er über sie gesagt hat, und lässt daraufhin – weiter maskiert – seinen Rang durch Randale abstürzen. Billie erfährt, dass sie auf Platz zwei steht, ist damit aber nicht zufrieden und sucht die Nummer eins.
Als es ernst wird, tauscht Ryan sein Armband mit Elena, weil er unter den ersten 3000 liegt und sie nicht – und rettet ihr so vermeintlich das Leben. Im letzten Moment führt jedoch Judd, der ebenfalls dem hinteren Teil zugeteilt wurde, eine Menge nach vorn, um sich selbst zu retten, und verlagert damit das Gewicht des Schiffs. Am Ende der Folge bleibt offen, welche Schiffshälfte die Rakete trifft – während Mia zugleich ihr Kind zur Welt bringt.
Das Raumschiff ist in zwei Hälften geteilt, um die Rakete des TOTOPOTUS (The Office of the Other President of the United States) zu täuschen und nur eine Hälfte treffen zu lassen. Doch nachdem Judd in Panik alle auf die vermeintlich sichere Seite gelockt hat, ist völlig unklar, welche Hälfte getroffen wird. Schlüsselfiguren wie Ryan und Elena oder Doug und Mia sind getrennt, niemand hat wirklich das Kommando – und die Rakete schlägt in weniger als einer Stunde ein.
Als Ausweg offenbart Spike, dass er an einem Herzleiden sterbe, und erklärt sich bereit, sich in einer Fluchtkapsel direkt in die Rakete zu stürzen. Ryan behält diese Nachricht für sich und verhandelt weiter mit Judd, der die andere Schiffshälfte kontrolliert, sowie mit der Erde um eine sichere Heimreise – im Tausch gegen den wertvollen Lithium-Asteroiden.
Im allgemeinen Chaos will Elena plötzlich sowohl Ryan als auch Charles heiraten. Rav wiederum hat die Idee, die Energie auf ihrer Schiffshälfte komplett abzuschalten, damit die Rakete die andere Seite anvisiert. Am Ende ist Ryan in der Hektik mit Charles und Karen verheiratet – nur nicht mit Elena.
Kurz vor dem Start erkennt Spike am Medizinscanner der Kapsel, dass er gar nicht todkrank ist; Ryan und Billie versuchen trotzdem, ihn zum Opfer zu überreden. Ironischerweise rettet gerade sein Ausweichen alle: In letzter Sekunde weicht er der Rakete aus, sodass diese genau zwischen den beiden Schiffshälften hindurchfliegt und niemanden trifft.
Statt des Schiffs trifft die Rakete jedoch den lithiumreichen Asteroiden – und zerstört damit Ryans Faustpfand für die Heimreise, das er Lucas bereits versprochen hatte. In einer der Schlussszenen täuschen Ryan und Billie mit einem Perspektiventrick einen riesigen Lithiumbrocken vor, obwohl ihnen nur ein handtellergroßes Stück geblieben ist.