DC / Batman

„Nicht viel Spaß“: Ben Affleck über „Justice League“ und das Dilemma der DC-Filme

Ben Affleck blickt auf seine Batman-Zeit zurück: „Batman v Superman“ habe Spaß gemacht, „Justice League“ eher nicht. Und er erklärt, woran sich DC bis heute reibt – und warum Kevin Feige für ihn ein Genie ist.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 07.10.2026 ·4 Min. Lesezeit
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„Nicht viel Spaß“: Ben Affleck über „Justice League“ und das Dilemma der DC-Filme
Skydance

Ben Affleck hat in einem ausführlichen Gespräch mit Variety auf seine Zeit als Batman zurückgeblickt – und dabei eine klare Rangfolge gezogen. „Batman v Superman: Dawn of Justice” habe ihm „wirklich Spaß gemacht”, sagte der 54-Jährige. Über „Justice League” fällt sein Urteil deutlich kühler aus: Der Film habe „viele Probleme” gehabt und sei „ehrlich gesagt nicht so viel Spaß” gewesen. Anlass des Interviews ist eigentlich sein neuer Film „Animals”, den er für Netflix inszeniert hat – in den Büros seiner Firma Artists Equity steht allerdings ein Batman-Kostüm am Eingang, und die Frage nach der Rolle ließ nicht lange auf sich warten.

Auf einen Blick

Was sagt Affleck über Justice League? Der Film habe viele Probleme gehabt und wenig Spaß gemacht. Dass Zack Snyder seine eigene Fassung veröffentlichen konnte, nennt er lohnend.

Welcher Batman-Film war sein liebster? „Batman v Superman” – der habe ihm wirklich Spaß gemacht.

Was ist das Dilemma der DC-Filme? Laut Affleck die Frage, ob DC erwachsene Versionen der Figuren erzählt oder Filme für ein junges Publikum macht.

Wie oft hat Affleck Batman gespielt? In vier Filmen zwischen 2016 und 2023.

Snyders Fassung „war lohnend”

Affleck spielte den Dunklen Ritter zwischen 2016 und 2023 in vier Filmen, zuletzt mit einem Gastauftritt in „The Flash”. Die Produktion von „Justice League” gilt bis heute als die schwierigste dieser Zeit: Zack Snyder stieg während der Nachdrehs aus, der Kinofilm kam in einer stark umgeschnittenen Fassung heraus, und erst 2021 erschien mit „Zack Snyder's Justice League” die Version des ursprünglichen Regisseurs. Darauf spielt Affleck an: Er sei froh, dass Snyder „seine Vision dafür, wie er diesen Film haben wollte, herausbringen” konnte. „Das war lohnend.”

Zugleich benennt er, woran sich das Studio damals gestoßen habe. Es habe das Gefühl gegeben, der Film sei „ein bisschen zu düster oder zu unheimlich” und habe einen Teil des jüngeren Publikums verloren. Eine Abrechnung mit Snyder ist das nicht – Affleck beschreibt eher eine Spannung, die seiner Meinung nach bis heute nicht aufgelöst ist.

Das Dilemma der DC-Filme

Genau diese Spannung macht Affleck zum Kern seiner Antwort. Es sei eine fortlaufende Frage, auf die er selbst keine Antwort habe: Geht man den Weg bis zu einem harten R-Rating wie bei „Joker” – oder macht man es wie Marvel, „das etwas Breites macht”, mit Ausnahme von „Deadpool & Wolverine”? Bei den DC-Figuren laufe das auf das Erbe von Frank Miller hinaus, dessen Comics wie „The Dark Knight Returns” Batman dauerhaft verdüstert haben. Es gebe dort mehr Spannung zwischen der erwachsenen Version und der, die auch Kindern offensteht.

„Es besteht die Gefahr, ein gefiederter Fisch zu sein”, sagt Affleck – also weder das eine noch das andere. „Das ist etwas, das sie bei DC immer noch austarieren.” Ein Seitenhieb auf die Konkurrenz ist das nicht, im Gegenteil: Kevin Feige sei „eine Art Genie”. Er kenne keinen Produzenten auf der Welt, der sagen könne, was das Publikum will, und damit recht behalte – außer ihm.

Was die Aussage für das DCU bedeutet

Die Frage, die Affleck aufwirft, beschäftigt das DC-Universum von James Gunn und Peter Safran gerade ganz konkret. Mit „Clayface” steht ein Film mit R-Rating im Kalender, der als Body-Horror angelegt ist, während „Superman” und die Fortsetzung „Man of Tomorrow” ein breites, familientaugliches Publikum ansprechen. Matt Reeves' eigenständige Reihe um „The Batman” läuft daneben als dritte Tonart. Dass DC mehrere Wege parallel geht, ist auch eine Antwort auf genau das Dilemma, das Affleck beschreibt.

Affleck selbst hat mit der Rolle abgeschlossen. Im Variety-Gespräch geht es überwiegend um Artists Equity, die Produktionsfirma, die er 2022 mit Matt Damon und dem Investor Gerry Cardinale gegründet hat. Cardinale fasst die Arbeitsteilung der beiden Freunde dort so zusammen: „Matt will Oscars gewinnen und Ben will Geld verdienen.” Afflecks Thriller „Animals” mit Kerry Washington, Steven Yeun und Gillian Anderson entstand über die Partnerschaft der Firma mit Netflix. Wer Afflecks Batman-Filme nachholen will, findet sie in unserer Übersicht der Batman-Filme in der richtigen Reihenfolge; alle Darsteller des Dunklen Ritters stehen in unserem Überblick der Batman-Schauspieler.

In vier Filmen zwischen 2016 und 2023: „Batman v Superman: Dawn of Justice”, „Suicide Squad” (Gastauftritt), „Justice League” und „The Flash”. Dazu kommt die 2021 veröffentlichte Fassung „Zack Snyder's Justice League”.

Er sagt, der Film habe viele Probleme gehabt und ihm nicht viel Spaß gemacht. Dass Zack Snyder seine eigene Fassung veröffentlichen konnte, nennt er lohnend.

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