Deathstroke sollte Commissioner Gordon töten: Joe Manganiello verrät Ben Afflecks Batman-Plot
In seinen Memoiren beschreibt Joe Manganiello, was Ben Affleck für seinen nie gedrehten Batman-Film plante: Deathstroke sollte Gordon ermorden, Alfred entführen und Batmans ganzes Leben zerstören.
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
In Ben Afflecks nie gedrehtem Batman-Film hätte Deathstroke den Dunklen Ritter systematisch zerstört. Joe Manganiello beschreibt in seinen Memoiren „Bloodlines”, dass Slade Wilson Commissioner Gordon ermorden, Alfred Pennyworth als Geisel nehmen und in die Bathöhle eindringen sollte. Entertainment Weekly hat die entsprechenden Passagen aus dem Buch veröffentlicht, das am 13. Oktober in den USA erschienen ist.
Für DC-Fans ist das der bislang genaueste Blick auf ein Projekt, das nie entstanden ist: Afflecks eigenen Batman-Solofilm, in dem Manganiello den Hauptgegner spielen sollte. Bereits ein erster Auszug hatte geschildert, unter welchen Umständen er die Rolle damals angenommen hat.
„The Game” als Superheldenfilm
Affleck, der den Film schreiben, inszenieren, produzieren und selbst die Titelrolle spielen wollte, plante laut Manganiello eine Superheldenversion von David Finchers Thriller „The Game”. Deathstroke sollte glauben, Batman habe seinen Sohn getötet – und als Rache das gesamte Leben des Helden demontieren. Zu dem Plan gehörten der Mord an Commissioner Gordon, die Geiselnahme von Alfred und der Einbruch in die Bathöhle.
Für die Actionszenen war unter anderem ein Kampf vorgesehen, in dem Deathstroke Batman und Batgirl beinahe getötet hätte, bevor beide mit einer Hochbahn entkommen. Am Ende sollte ein Showdown Mann gegen Mann durch die Straßen von Gotham stehen. „Das klang gut für mich”, schreibt Manganiello. Er habe Affleck gesagt, dass er sich auf dessen „Best-Picture-Version eines Batman-Films” freue.
Seine einzige Sorge sei gewesen, dass Affleck mit Drehbuch, Regie, Produktion und Hauptrolle zu viel auf einmal übernehme. Affleck habe geantwortet: „Ja, ich weiß … Aber keine Sorge, du bist in guten Händen.” Dazu kam es nicht: Affleck stieg aus, und das Projekt ging an Matt Reeves. Affleck selbst nannte die Nachdrehs zu „Justice League” jüngst in einem Podcast den Tiefpunkt seiner Karriere.
Zusammenbruch am Set
Laut seinem Buch brach Manganiello 2016 bei Dreharbeiten zur Serie „Six” in Wilmington, North Carolina, zusammen. Eine Autoimmunerkrankung, die die Ärzte lange nicht erklären konnten, hatte seine Schilddrüse und seinen Darm angegriffen. Während des Krankenhausaufenthalts fiel sein Gewicht nach eigener Angabe von rund 107 auf etwa 80 Kilogramm.
In einer Notoperation wurde ihm der gesamte Dickdarm entfernt. Ohne den Eingriff wäre er nach seiner Darstellung an einer Sepsis gestorben. Die Entscheidung traf seine damalige Ehefrau Sofía Vergara als nächste Angehörige. Danach musste Manganiello für unbestimmte Zeit mit einem Stomabeutel leben.
Das Angebot von Ben Affleck
Noch während er sich erholte und mühsam von starken Schmerzmitteln loskam, rief sein Agent an: Ben Affleck wolle über eine Rolle in seinem Batman-Film sprechen. Manganiello verschwieg seinen Zustand, ging zum Treffen und bekam die Rolle des Deathstroke angeboten – des Hauptschurken in dem Film, den Affleck schreiben, inszenieren und mit sich selbst in der Titelrolle drehen wollte.
Die Rolle sei genau der Anreiz gewesen, den er gebraucht habe, schreibt Manganiello. Vergara habe entsetzt reagiert: „Bist du wahnsinnig? Du kannst diesen Film nicht machen!” Er dagegen habe daran glauben müssen, ein Jahr später einen sechsmonatigen Superheldendreh durchzustehen. Die Ehe habe in dieser Phase zu bröckeln begonnen.
Kostümprobe in London
Bei der ersten Kostümanprobe in London aß Manganiello nach eigener Schilderung rund 18 Stunden lang nichts, damit unter dem mehrlagigen DC-Anzug aus Spandex, Latex und Rüstungsteilen nichts schiefgehen konnte. Die Garderobe probierte verschiedene Knie- und Armteile aus, um den Look der Figur aus dem Videospiel nachzubilden; lackiert werden sollten sie später in Deathstrokes typischem Dunkelblau und Orange.
Zu sehen war das Ergebnis nur kurz. Manganiello trat 2017 in der Abspannszene von „Justice League” als Slade Wilson auf und 2021 noch einmal in „Zack Snyder's Justice League”. Afflecks Batman-Film wurde nie gedreht: Matt Reeves übernahm das Projekt und machte daraus „The Batman” mit Robert Pattinson.
Deathstroke im neuen DCU
Im DC-Universum von James Gunn und Peter Safran ist Slade Wilson bislang nicht aufgetaucht. DC Studios entwickelt seit 2024 einen Film, der Deathstroke und Bane zusammenbringt; das Drehbuch stammt von Matthew Orton. In einer Übersicht von Deadline über die Warner-Projekte, die der neue Skydance-Konzern nach der Fusion übernimmt, steht der Film unter dem Titel „Savage Hunters” in der frühen Entwicklung.
Grünes Licht, eine Besetzung und ein Kinotermin stehen damit weiter aus. Ob Manganiello in dem neuen Projekt eine Rolle spielt, ist nicht bekannt. „Bloodlines” ist bislang nur auf Englisch erschienen.
Darum geht's
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.













