Horror / Studios

Neuer Name für das Horror-Imperium: Jason Blum und James Wan heißen jetzt Blumhouse Atomic

Zwei Jahre nach der Fusion tauft das Studio hinter „Conjuring“, „Saw“ und „Backrooms“ sich um: Blumhouse Atomic. Die Bilanz seither: 2,5 Milliarden Dollar Einspiel bei unter 330 Millionen Budget. Für 2027 stehen neun Filme an.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Neuer Name für das Horror-Imperium: Jason Blum und James Wan heißen jetzt Blumhouse Atomic
KI

Aus Blumhouse und Atomic Monster wird endgültig eine Firma mit einem Namen: Jason Blum und James Wan nennen ihr gemeinsames Unternehmen ab sofort Blumhouse Atomic. Das haben die beiden Gründer am Dienstag bekannt gegeben, gut zwei Jahre nach der Fusion der Horror-Schmieden im Jahr 2024. Bisher lief der Verbund unter dem Behelfsnamen Blumhouse Atomic Monster.

Blumhouse und Atomic Monster verschwinden damit nicht. Beide bleiben als eigene Produktionslabels mit eigenen Kreativteams bestehen und entwickeln weiterhin getrennt Filme und Serien. Der neue Name gilt für das Dach darüber, unter dem inzwischen einige der bekanntesten Horrorreihen der letzten zwanzig Jahre liegen – von „Conjuring” und „Insidious” bis „Saw”, „Paranormal Activity” und „Blair Witch”.

2,5 Milliarden Dollar seit der Fusion

Die Bilanz, die das Unternehmen zur Umbenennung vorlegt, erklärt das Selbstbewusstsein. Seit der Fusion haben die Filme des Verbunds nach eigenen Angaben weltweit mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingespielt, bei Produktionsbudgets von zusammen weniger als 330 Millionen Dollar. Sowohl 2025 als auch 2026 lag das Einspiel jeweils über einer Milliarde. Allein die Filme dieses Jahres kommen auf knapp 1,3 Milliarden Dollar – bei Budgets von zusammen weniger als 70 Millionen.

Getragen wird das Jahr von zwei Überraschungserfolgen. Curry Barkers „Obsession – Du sollst mich lieben” hat weltweit rund 525 Millionen Dollar eingespielt, Kane Parsons’ „Backrooms” rund 400 Millionen. Beide wurden zum jeweils erfolgreichsten Film ihres Verleihs, Focus Features und A24. Dazu kommt aus dem Vorjahr „Conjuring 4: Das letzte Kapitel” mit knapp 500 Millionen Dollar.

Was Blum und Wan sagen

„Als wir unsere Firmen zusammengelegt haben, haben wir geglaubt, dass das Ganze mehr sein würde als die Summe seiner Teile – und genau so ist es gekommen”, sagt Jason Blum in der Mitteilung. Blumhouse Atomic sei die natürliche Weiterentwicklung. Kein Filmemacher habe mehr Horrorreihen geschaffen als James Wan, und dass „Saw” zu ihm zurückkehre, sei ein gutes Beispiel für das, was die beiden gemeinsam erreichen könnten. Man habe den Ausstoß eines Studios und zugleich die Freiheit und Haushaltsdisziplin einer unabhängigen Firma.

Wan setzt den Akzent auf den Nachwuchs: „Die Zukunft des Horrors kommt von neuen Stimmen.” Er selbst habe mit einem kleinen Film angefangen und mit Menschen, die ein Risiko eingegangen seien. Solche Chancen für andere zu schaffen, sei ihm persönlich wichtig. Namentlich nennt er Kane Parsons, Curry Barker, Josh Giuliano und Dylan Clark. Für günstige Genreprojekte hat das Unternehmen in diesem Jahr den früheren Shudder-Manager Sam Zimmerman geholt; er betreut Filme mit Budgets unter fünf Millionen Dollar.

Saw, Blair Witch und Exorzist: der Plan für 2027

Für 2027 hat Blumhouse Atomic neun Kinofilme angekündigt: „River”, „The Revenge of La Llorona”, „The Exorcist: Martyrs”, „Anything but Ghosts”, einen neuen „Paranormal Activity”, „Molepeople”, „Blair Witch”, „Sleepover” und „Seasons”. Zu „The Exorcist: Martyrs” mit Scarlett Johansson gibt es bereits den ersten Trailer, bei „Molepeople” hat zuletzt Ben Wheatley die Regie übernommen.

Auch „Saw” geht weiter. Blumhouse hatte sich 2025 die Rechte an künftigen Filmen der Reihe gesichert und Wan damit wieder mit dem Franchise zusammengebracht, das er mit Leigh Whannell erfunden hat. Die bestehenden Filme bleiben bei Lionsgate. Neben dem Kino ist Blumhouse Atomic im Fernsehen aktiv, etwa mit „Scarpetta” bei Prime Video und der „Worst Ever”-Reihe bei Netflix, dazu kommen ein Videospiel, eine „Paranormal Activity”-Bühnenfassung am Broadway und Kooperationen mit den Halloween Horror Nights von Universal.

Bildquelle: Blumhouse Atomic

scifiscene bei Google folgen

Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.

Als bevorzugte Quelle