„Das Wunder von Narnia“: Netflix zeigt den ersten Blick auf Greta Gerwigs Fantasy-Epos
Netflix hat das erste offizielle Material zu Greta Gerwigs Narnia-Film veröffentlicht und beide Termine genannt: ab 12. Februar 2027 im Kino, ab 2. April 2027 im Abruf. Gezeigt werden bislang nur das Logo und ein Set-Foto.
Netflix hat am Dienstag den ersten offiziellen Blick auf „Das Wunder von Narnia” freigegeben: das Logo des Films und ein Foto von Greta Gerwig am Set. Dazu nennt der Streamer erstmals beide Termine – erst das Kino, dann der Abruf.
Es ist die erste Verfilmung von C. S. Lewis’ „Das Wunder von Narnia” überhaupt. Das Buch erschien 1955 als sechster Band der Reihe, erzählt aber die Entstehung Narnias und steht damit chronologisch ganz vorn. Gerwig hat Drehbuch und Regie übernommen.
Erst 49 Tage Kino, dann Netflix
Der Film läuft am 12. Februar 2027 weltweit in den Kinos an, in IMAX und in der regulären Auswertung. IMAX-Vorpremieren gibt es bereits ab dem 10. Februar. Auf Netflix steht „Das Wunder von Narnia” dann ab dem 2. April 2027 – also rund sieben Wochen später.
Dieses Fenster ist für Netflix ungewöhnlich: Der Dienst bringt eigene Produktionen sonst nur symbolisch und für wenige Tage ins Kino, wenn überhaupt. Hier liegen knapp sieben Wochen zwischen Kinostart und Abruf. Für Deutschland kommt eine zweite Besonderheit dazu – den Kinovertrieb außerhalb Nordamerikas übernimmt Sony Pictures, Netflix selbst verantwortet nur den nordamerikanischen Start.
Was auf den ersten Bildern zu sehen ist – und was nicht
Viel Handlung gibt die Ankündigung nicht preis. Zu sehen sind ein kurzer animierter Logo-Clip mit der Zeile „A universe begins” und eine Aufnahme von Gerwig am Set, fotografiert von Peter Mountain: im schweren Tweedmantel neben einer ARRI-Kamera, dahinter Oldtimer, Komparsen in Kostümen der Jahrhundertwende und eine praktisch gebaute Londoner Straße. Szenenbilder, ein Teaser oder ein Blick auf Narnia selbst fehlen bislang vollständig. Parallel hat Netflix die offiziellen Kanäle des Films gestartet und narniafilm.com neu aufgesetzt.
Gerwig ordnete das Projekt in der Ankündigung persönlich ein. Sie habe das Buch als Kind gelesen und sich in „das wunderschön unwahrscheinliche, aber vollkommen brillante Bild eines kosmischen Löwen” verliebt, der die Welt Narnias ins Leben singt. Ein Universum, das aus Musik gebaut sei, habe immer in ihrem Herzen gewohnt. Dass sie es nun bauen dürfe, sei „die Ehre eines Lebens”.
Der Cast: zwei Neulinge, zwei Oscar-Gewinner
Im Zentrum stehen zwei unbekannte Gesichter: David McKenna und Beatrice Campbell spielen Digory Kirke und Polly Plummer, die beiden Kinder, die über die Ringe von Digorys Onkel zwischen den Welten landen. Um sie herum hat Netflix ein auffällig großes Ensemble versammelt – Emma Mackey, Carey Mulligan, Ciarán Hinds, Kobna Holdbrook-Smith, Denise Gough und Susan Wokoma, dazu Daniel Craig und Meryl Streep.
Welche Rollen Craig, Streep, Mulligan und Hinds übernehmen, führt Netflix in der Ankündigung nicht auf. Hinter der Kamera arbeitet Gerwig mit Leuten, die sie kennt: Den Score schreiben Mark Ronson und Andrew Wyatt, die schon Barbie vertont haben, die Kostüme kommen von Jacqueline Durran. Die Kamera führt Seamus McGarvey, das Szenenbild verantwortet James Chinlund, die Kreatureneffekte übernimmt Neal Scanlan – der Mann, der seit Episode VII die praktischen Star-Wars-Wesen baut.
Warum ausgerechnet dieses Buch zuerst
Netflix hält die Rechte an allen sieben Narnia-Büchern und hat Gerwig für zwei Filme verpflichtet. Dass der Auftakt nicht „Der König von Narnia” ist, sondern das nie verfilmte Prequel, löst ein praktisches Problem: Die Disney-Trilogie aus den 2000ern ist vielen noch präsent, ein direkter Vergleich wäre unvermeidlich gewesen. „Das Wunder von Narnia” hat dagegen kein Vorbild auf der Leinwand.
Inhaltlich ist es die Ursprungsgeschichte: Wie Narnia entsteht, woher die Weiße Hexe kommt, warum ausgerechnet ein Laternenpfahl mitten im Wald steht und wie der Kleiderschrank aus dem ersten Band überhaupt in Digorys Haus gelangt. Lewis’ Reihe hat sich weltweit über 120 Millionen Mal verkauft und liegt in mehr als 60 Sprachen vor. Wie die bisherigen Verfilmungen zusammenhängen, steht in unserer Übersicht zur Reihenfolge der Narnia-Filme.
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