Alice im Wunderland: Die Reihenfolge der Filme
Nur zwei Alice-Filme bilden eine echte Reihe — der Rest sind eigenständige Verfilmungen desselben Buchs. Hier steht, welcher Film zuerst kommt, wo der Zeichentrickfilm hingehört und warum kein Teil 3 folgt.
Wer nach der Reihenfolge der Alice-Filme sucht, sucht meistens nach zwei verschiedenen Dingen gleichzeitig. Denn Alice im Wunderland ist kein Franchise mit durchnummerierten Teilen, sondern ein Stoff, den das Kino seit über 120 Jahren immer wieder neu verfilmt. Eine zusammenhängende Filmreihe mit Teil 1 und Teil 2 gibt es nur einmal — bei Disneys Realverfilmungen mit Johnny Depp und Mia Wasikowska.
Auf einen Blick
Wie viele Filme gehören zur Reihe? Zwei: die Realverfilmung von 2010 und ihre Fortsetzung von 2016. Alles andere sind eigenständige Verfilmungen desselben Buchs.
Welcher Film ist der erste? Der erste Teil der Reihe ist Tim Burtons „Alice im Wunderland” von 2010. Der älteste Alice-Film überhaupt stammt dagegen von 1903.
Ist „Hinter den Spiegeln” der zweite Teil? Ja. „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” (2016) setzt die Handlung von 2010 direkt fort.
Gehört der Zeichentrickfilm dazu? Nein. Disneys Zeichentrickfilm von 1951 ist kein Teil 0 — der Realfilm von 2010 spielt Jahre nach dessen Handlung und zitiert ihn nur.
Kommt ein dritter Teil? Nein. Nach dem Misserfolg von 2016 hat Disney das Projekt nicht weiterverfolgt.
Alice im Wunderland Filmreihe: Chronologische Reihenfolge und Boxoffice
Die Alice im Wunderland Filmreihe befindet sich derzeit auf Platz 83 der erfolgreichsten Filmreihen.
- Reihenfolge Filme
- Einnahmen
- Grafik
| Jahr | Film | |
|---|---|---|
| 1903 | Alice in Wonderland | - |
| 1933 | Alice im Wunderland | - |
| 1952 | Alice im Wunderland | Streamen |
| 1988 | Alice | - |
| 1999 | Alice im Wunderland | - |
| 2010 | Alice im Wunderland | Streamen |
| 2016 | Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln | Streamen |
| Jahr | Film | Einspielergebnisse Weltweit |
| 2010 | Alice im Wunderland | 1.03 Milliarden US Dollar |
| 2016 | Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln | 299.82 Millionen US Dollar |
1.33 Milliarden US Dollar
17. September 2026
Box Office Mojo
Die Filmreihe in der richtigen Reihenfolge
Nur zwei Filme bilden eine echte Reihe mit fortlaufender Handlung. Sie werden in Kinoreihenfolge geschaut, und diese ist zugleich die chronologische.
1. „Alice im Wunderland” (2010) — deutscher Kinostart am 4. März 2010, Regie: Tim Burton. Alice ist hier 19 und kehrt ins Wunderland zurück, an das sie sich nur noch als Traum erinnert. Mit Mia Wasikowska als Alice, Johnny Depp als Hutmacher, Helena Bonham Carter als Rote Königin und Anne Hathaway als Weiße Königin. Der Film spielte weltweit 1,025 Milliarden Dollar ein und war damit der zweiterfolgreichste Film des Jahres 2010 — und bis heute Burtons größter kommerzieller Erfolg.
2. „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” (2016) — deutscher Kinostart am 25. Mai 2016, Regie: James Bobin. Burton blieb als Produzent an Bord, die Hauptbesetzung kehrte zurück, neu dazu kam Sacha Baron Cohen als Figur „Zeit”. Alice reist mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit des Wunderlands, um die Familie des Hutmachers zu retten. Es war die letzte Kinorolle von Alan Rickman, der die Raupe Absolem sprach.
Warum der Zeichentrickfilm nicht Teil 1 ist
Der bekannteste Alice-Film ist gar keiner der beiden: Disneys Zeichentrickfilm von 1951, der 13. abendfüllende Trickfilm des Studios. Genau daher kommt die Verwirrung — viele erwarten, dass der Realfilm von 2010 dessen Neuverfilmung ist und beide zusammen eine Reihe ergeben.
Das stimmt nicht. Der Film von 2010 erzählt die Geschichte nicht noch einmal, sondern danach: Alice ist erwachsen, das Wunderland heißt dort Unterland, und die Ereignisse des Zeichentrickfilms liegen als halb vergessene Kindheitserinnerung hinter ihr. Wer die Reihenfolge sauber haben will, schaut den Zeichentrickfilm also als Vorgeschichte — nötig ist es nicht, denn 2010 erklärt alles Wesentliche noch einmal.
Alice im Wunderland 3: Warum kein dritter Teil kommt
Nach „Alice im Wunderland” war ein drittes Kapitel keine ausgemachte Sache mehr, und nach „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” war es faktisch erledigt. Der zweite Teil kam weltweit auf 299,5 Millionen Dollar — nicht einmal ein Drittel des ersten — und war für Disney ein Verlustgeschäft. Auch die Kritiken fielen deutlich schlechter aus.
Eine offizielle Absage hat Disney nie ausgesprochen; das Projekt wurde schlicht nicht mehr verfolgt. Zwischen Teil 1 und Teil 2 lagen allerdings auch sechs Jahre — endgültig begraben ist bei einem Stoff, der gemeinfrei ist und alle paar Jahrzehnte neu verfilmt wird, ohnehin nichts.
Die anderen Alice-Verfilmungen
Lewis Carrolls Buch von 1865 ist gemeinfrei, und entsprechend oft wurde es verfilmt. Diese Filme gehören zu keiner Reihe und lassen sich in beliebiger Folge sehen — wer nach „Alice im Wunderland 1985” oder „Alice im Wunderland 1999” sucht, meint fast immer eine davon und nicht die Disney-Reihe.
1903 — Alice in Wonderland von Cecil Hepworth und Percy Stow, ein britischer Stummfilm und die älteste Verfilmung überhaupt.
1933 — Alice im Wunderland von Paramount, mit Charlotte Henry in der Titelrolle und Gastauftritten von Gary Cooper, Cary Grant und W. C. Fields.
1951 — Disneys Zeichentrickfilm, der bis heute prägendste Alice-Film.
1988 — Neco z Alenky von Jan Švankmajer, eine surreale Mischung aus Realfilm und Stop-Motion und die radikalste Auslegung des Stoffs.
1985 und 1999 — zwei aufwendige US-Fernsehfassungen mit großen Star-Ensembles, die beide Carroll-Bücher in einem Stück erzählen.
Als zusammenhängende Filmreihe gibt es zwei: „Alice im Wunderland~2010” (2010) und „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” (2016). Daneben existieren Dutzende eigenständige Verfilmungen des Buchs, darunter Disneys Zeichentrickfilm von 1951.
Der erste Film der Reihe ist Tim Burtons „Alice im Wunderland~2010” von 2010. Die erste Alice-Verfilmung der Filmgeschichte ist dagegen ein britischer Stummfilm von 1903.
Ja. Der Film von 2016 ist die direkte Fortsetzung des Films von 2010, mit derselben Besetzung und fortlaufender Handlung. Regie führte allerdings James Bobin statt Tim Burton, der als Produzent an Bord blieb.
Danach sieht es nicht aus. Der zweite Teil spielte weltweit 299,5 Millionen Dollar ein und war für Disney ein Verlustgeschäft; ein dritter Film wurde seither nicht angekündigt.
Nein. Der Realfilm von 2010 spielt zwar nach den Ereignissen des Zeichentrickfilms von 1951, erklärt aber alles Wichtige selbst. Der Zeichentrickfilm ist eine schöne Vorbereitung, keine Voraussetzung.
Auf den beiden Büchern von Lewis Carroll: Alice im Wunderland (1865) und Alice hinter den Spiegeln (1871). Die Disney-Reihe verteilt die Motive allerdings frei auf ihre beiden Filme, statt je ein Buch zu verfilmen.