Fantastic Four: Filmreihe und Reihenfolge der Filme
Fünf Fantastic-Four-Filme in 31 Jahren – und nur vier davon liefen je im Kino. Hier stehen alle Verfilmungen in der richtigen Reihenfolge, von Eichingers nie gezeigtem 1994er-Film bis zum MCU-Neustart mit Pedro Pascal.
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Fantastic Four Filmreihe: Chronologische Reihenfolge und Boxoffice
Die Fantastic Four Filmreihe befindet sich derzeit auf Platz 44 der erfolgreichsten Filmreihen.
Auf einen Blick
Wie viele Fantastic-Four-Filme gibt es? Fünf – 1994, 2005, 2007, 2015 und 2025. Im Kino liefen allerdings nur vier: Der erste wurde nie veröffentlicht.
In welcher Reihenfolge schaut man sie? Nach Erscheinungsjahr. Nur 2005 und 2007 gehören wirklich zusammen; 2015 und 2025 fangen jeweils bei null an.
Muss man die alten Filme für den MCU-Film kennen? Nein. „The Fantastic 4: First Steps” spielt in einem eigenen Universum und setzt keinen Vorgänger voraus.
Wo läuft der aktuelle Film? Seit dem 5. November 2025 im Abo bei Disney+.
Wann sieht man das Team wieder? In „Avengers: Doomsday”, deutscher Kinostart 16. Dezember 2026.
Kommt eine Fortsetzung? Marvel Studios hat einen zweiten Teil bislang nicht offiziell angekündigt (Stand 17. September 2026).
In welcher Reihenfolge schaust du die Fantastic-Four-Filme?
Kurz: nach Erscheinungsjahr – und selbst das ist eher eine Zeitleiste als eine Handlung. Die Fantastic-Four-Filme sind keine fortlaufende Reihe, sondern drei Anläufe mit jeweils neuer Besetzung. Nur „Fantastic Four” und „Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer” erzählen eine gemeinsame Geschichte weiter. „Fantastic Four” ist ein kompletter Neustart, und „The Fantastic 4: First Steps” ist noch einmal einer – diesmal im Marvel Cinematic Universe.
Daraus folgt ein praktischer Rat, den die reine Jahresliste nicht hergibt: Wer nur wissen will, worum es gerade geht, fängt bei „The Fantastic 4: First Steps” an und braucht keinen der älteren Filme. Wer die Reihe vollständig sehen will, nimmt 2005 und 2007 als Doppel und hängt 2015 als Kuriosität an. Und wer die Vorgeschichte der Reihe verstehen will, beginnt mit dem Film, den nie jemand zu sehen bekommen sollte – dem von 1994.
Wer sind die Fantastic Four?
Die Fantastic Four oder Fantastischen Vier ist eine Marvel Comicreihe. Das gleichnamige Team von Superhelden besteht aus Reed Richards (Mister Fantastic), Sue Storm (Invisible Woman), Johnny Storm (Human Torch) und Ben Grimm (The Thing). Geschaffen wurden die Fantastic Four von Stan Lee und seinem Zeichner Jack Kirby und hatten ihren ersten Auftritt im November 1961.
In der Entstehungsgeschichte der Fantastic Four werden Reed, Sue, Johnny und Ben im Weltall von kosmischer Strahlung getroffen und sie entdecken bei ihrer Ankunft auf der Erde, dass sie neue, fantastische Fähigkeiten bekommen haben. Der Erzfeind der Superhelden ist Dr. Doom (auch Victor von Doom).
Die Superkräfte der Fantastic Four basieren auf den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde.
- Der Wissenschaftler Reed Richards alias „Mister Fantastic” basiert auf dem Wasser und ist durch Verflüssigung nahezu endlos dehnbar.
- Sue Storm alias „Invisible Woman” basiert auf Luft und kann sich unsichtbar machen.
- Ihr Bruder Johnny Storm alias „Human Torch” basiert auf dem Feuer und wird dadurch zur „Menschlichen Fackel”.
- Ben Grimm alias „The Thing” bekam durch das vierte Element Erde eine steinerne Haut. Sue ist zudem mit Reed verheiratet und mit Ben eng befreundet.
Alle Fantastic-Four-Filme im Detail
The Fantastic Four (1994)
Bernd Eichinger hatte Mitte der 1980er Jahre die Rechte an der Verfilmung der Fantastic Four erworben und produzierte Anfang der 1990er einen Film mit Roger Corman. Mit „The Fantastic Four” bezweckte er aber nur die Verlängerung der Rechte an der Verfilmung. Weder Constantin Film, die Schauspieler noch der Regisseur Oley Sassone hatten Kenntnis von Eichingers Plan. Der Film wurde nie veröffentlicht, erzählt aber die Entstehungsgeschichte der Fantastic Four und wie sie sich gegen Dr. Doom beweisen.
Fantastic Four (2005)
Durch die Verlängerung behielt Bernd Eichinger die Filmrechte an den Superhelden und verfilmte die Entstehungsgeschichte mit 20th Century Fox und Constantin Film im Jahr 2005 neu. Die Entstehungsgeschichte der Fantastic Four beginnt mit einem missglückten Weltraumexperiment von Victor von Doom. Reed Richards, Susan Storm, Johnny Storm und Ben Grimm fliegen ins All, um Dooms Theorie zu testen, doch eine Katastrophe lässt ihr Raumschiff explodieren und setzt sie einer mysteriösen Strahlung aus. Diese Strahlung verleiht ihnen Superkräfte: Reed Richards (Mr. Fantastic) kann seinen Körper elastisch dehnen, Susan Storm (Invisible Girl) kann sich unsichtbar machen und Kraftfelder erzeugen, Johnny Storm (Human Torch) kann Feuer kontrollieren und Ben Grimm (Thing) verwandelt sich in ein Monster aus Stein.
Noch während sie lernen, mit ihren neuen Kräften umzugehen, müssen sie sich ihrer ersten Herausforderung stellen: Ihr ehemaliger Chef und Vorgesetzter Victor von Doom bedroht nun mit seinen eigenen Superkräften die Welt und nur die neu formierten "Fantastic Four" können ihn aufhalten. Der Film „Fantastic Four” mit Ioan Gruffudd, Jessica Alba, Chris Evans und Michael Chiklis wurde bei rottentomatoes.com aber nur mit 27% bewertet und blieb hinter den Erwartungen zurück.
Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (2007)
In einem neuen Abenteuer der Fantastic Four bereiten sich Reed Richards (Mr. Fantastic) und Susan Storm (Invisible Woman) erneut auf ihre Hochzeit vor, die diesmal durch das Auftauchen des mysteriösen Silver Surfer gestört wird. Der Silver Surfer, der dafür bekannt ist, Zerstörung und sogar die Vernichtung ganzer Planeten zu verursachen, zwingt die Fantastic Four, eine unerwartete Allianz mit ihrem Erzfeind Dr. Doom einzugehen, um die drohende Katastrophe abzuwenden. Im Laufe der Ereignisse stellt sich heraus, dass der Silver Surfer, der ohne sein Board praktisch machtlos ist, gar nicht so böse ist, wie es zunächst den Anschein hat, während Dr. Doom seine gewohnt verräterische Rolle beibehält.
Auch der zweite Teil „Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer” (2007) mit den gleichen Schauspielern schaffte nur eine Bewertung von 37% bei rottentomatoes.com und konnte ebenfalls nicht überzeugen. Der Film ist auch der letzte der Reihe, in dem Bernd Eichinger als Produzent tätig war, da er 2011 im Alter von 61 Jahren verstarb.
Fantastic Four (2015)
Bereits 2009 kündigte 20th Century Fox das Reboot der Fantastic Four-Filmreihe an, doch erst 2015 kam der Film „Fantastic Four” in die Kinos. Die Hauptrollen wurden mit neuen Schauspielern besetzt: Ben Grimm (Jamie Bell), Sue Storm (Kate Mara), Reed Richards (Miles Teller), Johnny Storm (Michael B. Jordan). Schon die Besetzung der Hauptfiguren sorgte für Kritik und letztendlich ist die Neuverfilmung der Entstehungsgeschichte die schlechteste Verfilmung der Fantastic Four, die je veröffentlicht wurde.
Als der hochintelligente Tüftler Reed Richards ein Teleportationsverfahren entwickelt, werden er, Johnny Storm, seine Schwester Sue und ihr gemeinsamer Freund Ben Grimm durch einen Forschungsunfall in ein Paralleluniversum versetzt. Dort erlangen sie außergewöhnliche Kräfte: Reed kann seinen Körper dehnen, Sue wird unsichtbar und kann Kraftfelder erzeugen, Johnny verwandelt sich in eine lebende Fackel und Ben in ein Monster aus Stein. Diese Kräfte erregen die Aufmerksamkeit des Militärs und des gefährlichen Dr. Victor von Doom, der zudem eine Vergangenheit mit dem Mentor der Storms, ihrem Vater Dr. Franklin Storm, hat.
Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022)
In „Doctor Strange in the Multiverse of Madness” gab es bereits den ersten Auftritt von Reed Richards (John Krasinski). Allerdings war dieser Reed Richards aus dem Universum Earth-838, während sich das MCU im Marvel Universum Earth-199999 bewegt. Mit dem Reed Richards aus „The Fantastic 4: First Steps” hat er nichts zu tun – der lebt auf einer dritten Erde, Earth-828.
The Fantastic Four: First Steps (2025)
Durch den Aufkauf von 20th Century Fox durch Disney fielen auch die Filmrechte an den Fantastic Four wieder zurück an Marvel. Anfang Dezember 2020 wurde bekannt gegeben, dass es eine Neuverfilmung und damit einen erneuten Reboot geben wird und die Fantastic Four ins MCU integriert werden. Auf der SDCC 2022 nannte Marvel Studios dafür zunächst das Jahr 2024.
Aufgrund der Streiks der WGA und SAG-AFTRA im Jahr 2023 verschob sich der Film mehrfach, ehe er am 24. Juli 2025 in die deutschen Kinos kam – gut ein Jahr später als ursprünglich geplant. Die Hauptbesetzung hatte Marvel am 14. Februar 2024 mit einem ersten Poster bekannt gegeben: Pedro Pascal als Reed Richards, Vanessa Kirby als Sue Storm, Joseph Quinn als Johnny Storm und Ebon Moss-Bachrach als Ben Grimm. Regie führte Matt Shakman. Auf der SDCC 2024 bekam der Film seinen endgültigen Titel: „The Fantastic 4: First Steps”.
Inhaltlich verzichtet der Film auf die übliche Entstehungsgeschichte und setzt ein, als das Quartett seine Kräfte längst hat. Erzählt wird stattdessen die Ankunft von Galactus (Ralph Ineson) und seiner Herold-Figur Silver Surfer, die Julia Garner als Shalla-Bal spielt – nicht als Norrin Radd, wie es die Comics meistens tun. Schauplatz ist eine retrofuturistische Erde der 1960er Jahre, die mit dem übrigen MCU zunächst nichts zu tun hat. Weltweit spielte der Film rund 521 Millionen US-Dollar ein.
Wo du die Fantastic-Four-Filme streamen kannst
„The Fantastic 4: First Steps” steht seit dem 5. November 2025 bei Disney+ im Abo – gut drei Monate nach dem Kinostart und wenige Tage nach der Veröffentlichung auf Blu-ray und 4K. Die drei Fox-Filme von 2005, 2007 und 2015 wandern dagegen zwischen den Anbietern hin und her und sind mal im Abo, mal nur als Leihfassung verfügbar; die Streaming-Buttons in der Tabelle oben zeigen den jeweils aktuellen Stand. Der Film von 1994 ist nirgends legal zu sehen – er wurde nie veröffentlicht.
Wie geht es mit den Fantastic Four weiter?
Der nächste Auftritt steht fest: In „Avengers: Doomsday” trifft das Quartett auf die übrigen MCU-Helden und auf Doctor Doom, gespielt von Robert Downey Jr. Pedro Pascal kehrt als Reed Richards zurück. Deutscher Kinostart ist der 16. Dezember 2026, zwei Tage vor dem US-Start. Damit löst sich auch die Universen-Frage aus „The Fantastic 4: First Steps” auf – die Erste Familie kommt aus ihrer eigenen Realität ins Haupt-MCU.
Einen eigenen zweiten Teil gibt es dagegen bislang nicht. Marvel Studios hat weder einen Titel noch einen Termin für eine Fortsetzung bekannt gegeben; alles, was dazu kursiert, sind Berichte über Absichten, keine Ankündigungen. Solange das so bleibt, ist „Avengers: Doomsday” der nächste Film, in dem die Fantastic Four vorkommen – und nicht der fünfte Fantastic-Four-Film.
Was die Reihe unterm Strich eingespielt hat
Die Tabelle oben führt die Fantastic-Four-Reihe mit rund 2,28 Milliarden US-Dollar auf Platz 45 der erfolgreichsten Filmreihen überhaupt (Erhebung 17. September 2026, Quelle Box Office Mojo). Diese Zahl verdeckt allerdings, wie ungleich sie zustande kommt: Der jüngste Film allein steuert mit rund 521 Millionen US-Dollar fast ein Viertel des Gesamtergebnisses bei. Vier Verfilmungen in über drei Jahrzehnten, von denen eine nie lief und zwei als Enttäuschung gelten – und trotzdem eine Reihe im oberen Feld. Das sagt mehr über die Zugkraft der Marke aus als über die Qualität der Filme.
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Die Gegenspieler der Reihe haben eigene Porträts: Doctor Doom, der Erzfeind aus den Comics und den Fox-Filmen, dazu Galactus, der Weltenverschlinger, und der Silver Surfer in seiner MCU-Fassung als Shalla-Bal.
Es gibt fünf Fantastic-Four-Filme: 1994, 2005, 2007, 2015 und 2025. Im Kino zu sehen waren allerdings nur vier – die Fassung von 1994 wurde nie veröffentlicht. Dazu kommt ein kurzer Auftritt von Reed Richards in „Doctor Strange in the Multiverse of Madness” (2022), der aber kein Fantastic-Four-Film ist.
Nach Erscheinungsjahr: 1994, 2005, 2007, 2015, 2025. Eine durchgehende Handlung gibt es nicht. Nur der Film von 2005 und sein Nachfolger von 2007 hängen zusammen; 2015 und 2025 sind jeweils eigenständige Neustarts mit neuer Besetzung.
Nein. Der Film von 2025 ist ein kompletter Neuanfang im Marvel Cinematic Universe und hat mit den Fox-Verfilmungen von 2005, 2007 und 2015 weder Figuren noch Handlung gemeinsam. Man kann ihn ohne Vorkenntnisse sehen.
„The Fantastic 4: First Steps” läuft seit dem 5. November 2025 im Abo bei Disney+. Die älteren Filme von 2005, 2007 und 2015 wechseln regelmäßig zwischen Abo und Leihangebot; der aktuelle Stand steht in der Tabelle am Anfang dieser Seite. Der Film von 1994 ist nicht legal verfügbar.
Zu Marvel. Stan Lee und Jack Kirby erfanden das Team 1961 für Marvel Comics, wo es als „erste Familie” gilt. Dass die Filme lange bei 20th Century Fox erschienen, lag nur an den Verfilmungsrechten – seit der Übernahme von Fox durch Disney liegen sie wieder bei Marvel Studios.
Weil er nie veröffentlicht werden sollte. Produzent Bernd Eichinger ließ ihn mit Roger Corman zu geringen Kosten drehen, um seine Verfilmungsrechte zu verlängern. Weder Constantin Film noch Regisseur Oley Sassone oder die Darsteller wussten davon. Der Film existiert, kam aber nie ins Kino und nie in den Handel.
Pedro Pascal spielt Reed Richards, Vanessa Kirby spielt Sue Storm, Joseph Quinn spielt Johnny Storm und Ebon Moss-Bachrach spielt Ben Grimm. Regie führte Matt Shakman. Dieselbe Besetzung ist in „Avengers: Doomsday” wieder dabei.
Offiziell angekündigt ist keiner. Marvel Studios hat bis zum 17. September 2026 weder Titel noch Starttermin für eine Fortsetzung genannt. Der nächste Film mit dem Quartett ist „Avengers: Doomsday” am 16. Dezember 2026.
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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