Deutscher Start steht: „Crystal Lake“ läuft ab 15. Oktober bei HBO Max
HBO Max zeigt die Prequel-Serie zu „Freitag der 13.“ ab dem 15. Oktober, zum Auftakt mit drei Folgen. Auf der New York Comic Con versprach Showrunner Brad Caleb Kane mehr Brutalität als in den Filmen.
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Jetzt ist es amtlich: „Crystal Lake” kommt pünktlich nach Deutschland. HBO Max zeigt die Prequel-Serie zu „Freitag der 13.” ab dem 15. Oktober 2026 – am selben Tag, an dem sie in den USA bei Peacock startet. Zum Auftakt gibt es laut der Oktober-Vorschau von HBO Max drei Folgen auf einmal, die übrigen fünf der insgesamt acht Episoden folgen bis Ende Oktober.
Linda Cardellini spielt darin Pamela Voorhees im Jahr 1971, lange bevor der Name zum Genre-Inventar wurde. Pünktlich zur Deutschland-Bestätigung hat Showrunner Brad Caleb Kane auf der New York Comic Con verraten, worauf sich Fans einstellen können: Die Serie soll in Teilen brutaler werden als die Filme.
Start bei HBO Max: drei Folgen zum Auftakt
Damit ist die größte offene Frage zur Serie beantwortet. Peacock gibt es hierzulande nicht, und lange war unklar, ob und wo „Crystal Lake” im deutschsprachigen Raum überhaupt zu sehen sein würde. HBO Max hat die Serie nun als Horror-Highlight seines Oktober-Programms angekündigt, mit Startpaket am 15. Oktober.
Das passt ins Timing: Die letzten Folgen landen unmittelbar vor Halloween. Wer die Staffel am Stück schauen will, muss also knapp drei Wochen warten – wer wöchentlich mitgeht, ist mit den ersten drei Episoden schon tief in Pams Geschichte.
Was Kane auf der New York Comic Con verspricht
Beim Panel am Donnerstagabend in New York, an dem neben Kane auch Cardellini, William Catlett, Devin Kessler, Cameron Scoggins, Gwendolyn Sundstrom und Callum Vinson teilnahmen, nahm der Showrunner Zweiflern den Wind aus den Segeln. Ein paar Folgen widme die Serie zwar Pams Psychologie, sagte er laut The Hollywood Reporter, aber er wisse, wofür Fans kommen: „wirklich kreative Kills, und zwar eine ganze Menge davon”. Die Serie sei „in vielerlei Hinsicht sogar brutaler als einige der Filme”.
Inhaltlich will Kane die Lücke füllen, die das Original offenlässt: Im ersten Film lerne man Pamela Voorhees nur rund zehn Minuten kennen, bevor sie geköpft wird. „Sie wurde nicht als Psychopathin geboren”, so Kane – die Serie zeige den Weg von der liebevollen, beschützenden Mutter zur Mörderin. Dabei greife man auch auf die Romanfassung des zweiten Films zurück, die tief in Jasons Vorgeschichte einsteige, ergänze das aber um eigene Erfindungen.
Eine Sache fehlt bewusst: die Hockeymaske. Sie passt zeitlich nicht in die Handlung. Dafür verspricht Kane Einstellung für Einstellung nachgebaute Szenen aus den Filmen, die „Dinge neu einordnen, die man zu kennen glaubt”. Cardellini wiederum beschrieb die Rolle als etwas, das ihr noch nie angeboten wurde: so viel Wut spielen zu dürfen, gebe es eigentlich nur in diesem Genre. Auch Figuren aus den Filmen kehren zurück, darunter Dorf (Cameron Scoggins) und der „verrückte Ralph” Neeley (Nick Cordileone).
Was der Trailer zeigt
Den ersten vollen Trailer hatte Peacock Mitte September veröffentlicht – ausgerechnet an einem Sonntag, dem 13. Er macht deutlich, dass die Serie nicht bei Jason anfängt, sondern bei seiner Mutter.
Pam arbeitet als Küchenhilfe im Ferienlager Camp Crystal Lake, wo ihr kranker Sohn Jason als Elfjähriger ertrinkt. Der Trailer setzt knapp ein Jahr danach an: Pam kommt über den Verlust nicht hinweg und beginnt zu glauben, dass Jason noch im Wald ist. „Ich will nicht heilen”, sagt sie zu einem örtlichen Polizisten, gespielt von William Catlett. „Ich will meinen Sohn finden.” In einer Einstellung wacht sie neben einem sehr großen Messer auf.
Den Ton setzt ein Kinderchor, der die Zeilen singt, während das Bild rot umkippt und eine verhüllte Leiche auf einer Trage aus dem Bild gefahren wird. Der offiziellen Inhaltsangabe zufolge geraten die Dinge ins Rollen, als zwei Fremde vor Pams Tür stehen und in ihrer Vergangenheit graben — und der ganze Ort sich zu fragen beginnt, wer Pam Voorhees eigentlich ist.
Gedreht am Originalschauplatz, vertont vom Originalkomponisten
Showrunner Brad Caleb Kane, der zuvor „Es: Welcome to Derry” mitverantwortet hat, hat Empire einen ausführlichen Vorabbericht gegeben. Gedreht wurde in Blairstown, New Jersey — genau dort, wo 1980 der erste Film entstand und wo sich seit 45 Jahren kaum etwas verändert hat. Einzelne Szenen des Originals seien bewusst nachgestellt, aber so, dass sie die eigene Lesart der Szene leicht verschieben.
Für die Titelsequenz hat Kane Harry Manfredini zurückgeholt, der schon den ersten Film vertont hat; die Schrift stammt vom Original, der Schriftzug zersplittert im 3D-Stil das Bild. Die Handlung setzt acht Jahre vor dem Film von 1980 an. Auf digitale Effekte hat die Produktion so weit wie möglich verzichtet — eine Szene der ersten Folge, bei der ein Stuntman mit einem Blutbeutel auf dem Kopf unterwegs war, habe erst im dritten Anlauf funktioniert.
Cardellini hat sich bewusst gegen eine Kopie von Betsy Palmer entschieden, der Pamela des Originals. Mit der ikonischen Frisur habe man anfangs experimentiert, sagt Kane, am Ende habe sich das aber nach Verkleidung angefühlt. Gegenüber Variety hatte Cardellini bereits angekündigt, dass es blutig wird: Manche Effekte seien so handfest umgesetzt worden, dass sie sich rückblickend etwas weniger Realismus gewünscht hätte.
Besetzung und Regie
Neben Cardellini und Catlett gehören Devin Kessler, Cameron Scoggins und Gwendolyn Sundstrom zur festen Besetzung. In wiederkehrenden Rollen sind Callum Vinson als junger Jason, Nick Cordileone, Joy Suprano, Danielle Kotch und Phoenix Parnevik zu sehen. Produziert wird die Serie von A24; unter den ausführenden Produzenten steht auch Victor Miller, der das Drehbuch zum ersten Film geschrieben hat.
Die Regie teilt sich auf drei Parteien auf: Michael Lennox hat die ersten drei Folgen inszeniert, Celine Held und Logan George die Folgen vier bis sechs, Quyen Tran die vorletzte und die letzte. Die Serie war ursprünglich von Bryan Fuller und Jim Danger Gray entwickelt worden; Fuller steht bei der ersten Folge weiterhin als Ideengeber in den Credits, Kane übernahm 2024 nach dessen Ausstieg.
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