Anzeige
Star Trek / Franchise

Star Trek: Kate Mulgrew rechnet mit „erheblicher Pause“

Kate Mulgrew erwartet nach der Fusion eine „erhebliche Pause“ für Star Trek und hält eine Live-Action-Janeway für vom Tisch. Rod Roddenberry ist dagegen sicher, dass das Franchise zurückkommt – nur nicht, wie.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 05.10.2026 ·Aktualisiert 06.10.2026 ·4 Min. Lesezeit
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Star Trek: Kate Mulgrew rechnet mit „erheblicher Pause“
Paramount

Zwei Stimmen vom selben Abend, zwei Erwartungen: Kate Mulgrew, die in „Star Trek: Raumschiff Voyager” als Kathryn Janeway den ersten weiblichen Captain einer Star-Trek-Serie spielte, rechnet nach der Fusion von Paramount und Warner Bros. mit einer langen Pause für das Franchise. „Ich vermute, es ist eine Pause, und wahrscheinlich eine erhebliche Pause”, sagte sie dem Fanportal TrekMovie. Rod Roddenberry, Sohn von Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry und Chef von Roddenberry Entertainment, ist dagegen sicher: „Dass Star Trek zurückkommt, wird definitiv passieren.” Wie die Rückkehr aussieht, könne er allerdings nicht sagen.

Beide Interviews entstanden bei der Gala der Broadcasting+Cable Hall of Fame in New York, bei der Star Trek als „Franchise of the Year” ausgezeichnet wurde. Mulgrew nahm den Preis gemeinsam mit Wilson Cruz und Celia Rose Gooding auf der Bühne entgegen. Roddenberry wurde unter anderem nach Chris Parnell gefragt, der bei Paramount+ die Originals verantwortet und damit über die Zukunft von Star Trek im Streaming entscheidet.

Kate Mulgrew: „Vermutlich eine erhebliche Pause”

Anlass für Mulgrews Einschätzung war die Frage nach einer Live-Action-Serie mit Janeway. Über eine solche Idee war vor einiger Zeit gesprochen worden, TrekMovie erinnerte an einen Entwurf, der im Wilden Westen spielen sollte und mit dem Mulgrew nicht glücklich war. Ihre Antwort fiel knapp aus: „Ich glaube, das alles ist vorbei. Das ist schon eine Weile her. Mit dieser Fusion kann jeder nur raten, was los ist. Ich vermute, es ist eine Pause, und wahrscheinlich eine erhebliche Pause. Das ist auch in Ordnung.”

Zuletzt war Mulgrew als Janeway in der Animationsserie „Star Trek: Prodigy” zu hören. Ihre Rolle nannte sie auf dem roten Teppich das, was ihr Leben „dramatisch” verändert habe – zum Besseren. Eine Rückkehr in Live-Action kündigt sie damit nicht an, sie hält sie im Gegenteil für erledigt. Das deckt sich mit dem Stand bei Paramount: Eine neue Serie ist nicht bestellt, und eine Janeway-Serie stand nie offiziell auf dem Plan.

„Keine Melkkuh”: Roddenberry lobt das neue Paramount

Jeder, mit dem er im „neuen Paramount” zu tun gehabt habe, verstehe, was Star Trek sei, so Roddenberry – in dem Sinne, dass niemand es vermasseln wolle. „Das ist für sie nicht einfach eine Melkkuh. Es geht nicht darum, ein paar Laserkanonen und ein Raumschiff zusammenzuwerfen und das rauszubringen.” Man arbeite hart daran, dass das, was als Nächstes kommt, diesem Anspruch gerecht wird.

Ganz festlegen will er sich trotzdem nicht. „So sehr ich glaube, dass die Leute dort verstehen, dass man es mit Liebe behandeln muss: Ich weiß nicht, was passieren wird”, sagte Roddenberry. „In dieser Branche ändert sich fast täglich etwas.” Er habe aber große Hoffnungen. Das Gespräch fand statt, bevor David Ellison verkündete, dass der Konzern aus Paramount und Warner Bros. künftig Skydance heißt.

Warum die Aussagen gerade jetzt Gewicht haben

Star Trek steht im Jubiläumsjahr an einem ungewohnten Punkt: Erstmals seit rund zehn Jahren ist keine neue Serie in Produktion. „Star Trek: Strange New Worlds” und „Star Trek: Starfleet Academy” enden 2027 mit ihren letzten Staffeln, das Kirk-Spin-off Year One ist nach Aussage von Akiva Goldsman praktisch erledigt. Der neue Kinofilm, den Paramount auf der CinemaCon bestätigt hat, hat noch keinen Termin.

Auch personell ist vieles offen. Der Vertrag von Franchise-Chef Alex Kurtzman und seiner Firma Secret Hideout läuft Ende 2026 aus; Picard-Showrunner Terry Matalas hat bereits erklärt, dass er den Job übernehmen würde. Zugleich ordnet die Fusion die Streaming-Spitze neu: Paramounts Streaming-Chefin Cindy Holland geht, HBO-Chef Casey Bloys übernimmt, wie unsere Chronik der Übernahme festhält. Ob Chris Parnell seine Rolle behält, ist nicht bekannt.

Was die Aussagen bedeuten – und was nicht

Weder Mulgrew noch Roddenberry treffen bei Paramount Entscheidungen. Ihre Worte sind Einschätzungen, keine Ankündigungen. Eine neue Serie ist weiterhin nicht bestellt, ein Nachfolger für Kurtzman nicht benannt. Bemerkenswert ist der Kontrast dennoch: Der Erbe des Schöpfers stellt sich ausdrücklich hinter die neuen Eigentümer, die frühere Voyager-Kapitänin stellt sich auf eine längere Wartezeit ein – und beide halten das, auf ihre Art, für keinen Grund zur Sorge.

Die nächste Gelegenheit für Neuigkeiten ist die New York Comic Con in dieser Woche, wo Starfleet Academy ihre zweite Staffel vorstellt. Welche Serien und Filme bei Star Trek noch anstehen, zeigt unsere Übersicht aller Star-Trek-Starttermine.

Derzeit ist keine neue Star-Trek-Serie bestellt. Strange New Worlds und Starfleet Academy enden 2027. Kate Mulgrew rechnet mit einer erheblichen Pause, Rod Roddenberry ist überzeugt, dass Star Trek zurückkommt, weiß aber nicht, in welcher Form.

Nein, davon ist nicht auszugehen. Kate Mulgrew sagte im Oktober 2026, die Pläne für eine Live-Action-Version seien „vorbei”. Eine solche Serie war nie offiziell bestellt.

Zuständig ist Chris Parnell, der bei Paramount+ die Originals verantwortet. Durch die Fusion mit Warner Bros. übernimmt HBO-Chef Casey Bloys zugleich die Streaming-Sparte.

Eugene „Rot” Roddenberry ist der Sohn von Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry und Chef von Roddenberry Entertainment.

scifiscene bei Google folgen

Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.

Als bevorzugte Quelle