Jetzt bei Paramount+: Kritiker loben „Avatar: Seven Havens“ als mutigen Neuanfang
Die ersten drei Folgen der neuen Avatar-Serie laufen seit dem 9. Oktober bei Paramount+. Variety, The Hollywood Reporter und TheWrap loben die Welt nach Korra, kritisieren aber Ton und Animation.
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Das Avatar-Universum hat seinen dritten Serienanlauf hinter sich gebracht – und die ersten Kritiken fallen deutlich positiv aus. Seit Freitag, dem 9. Oktober 2026, laufen die ersten drei Folgen von „Avatar: Seven Havens” bei Paramount+, in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeitgleich mit den USA. Im Deutschen führt Paramount+ die Serie als „Avatar: Sieben Zufluchten”.
Hinter der Serie stehen Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko – dieselben Schöpfer, die „Avatar – Der Herr der Elemente” und „Die Legende von Korra” gemacht haben. Produziert wird sie von Avatar Studios und den Nickelodeon Animation Studios; als Head Writer verantwortet Sehaj Sethi die Bücher.
Das sagen die ersten Kritiken
Die US-Kritiker kannten zum Start sechs der 13 Folgen von Buch 1. TheWrap nennt die Serie „wundersam” und „einfallsreich”: Die Welt sei so reich gebaut, dass sie daran erinnere, warum dieses Universum so besonders ist. Abzüge gibt es für einen kindlicheren Ton als erwartet und eine Animation, die spürbar weniger Details zeigt als „Die Legende von Korra” – Schwächen, die nach Ansicht der Rezension aber kaum ins Gewicht fallen.
The Hollywood Reporter spricht von einer „vielversprechenden” Ergänzung, die Neulinge wie Fans mit offenen Armen empfange. Die Geschichte komme etwas langsam in Gang, und manche Enthüllung sei für Erwachsene leicht zu durchschauen, die Figuren aber gewönnen sofort Sympathien. Variety hebt vor allem den Bruch mit der bekannten Welt hervor: Statt der vier Nationen gibt es eine verwüstete Ödnis, die Farbpalette ist wärmer, und Jeremy Zuckerman, der Komponist aller Avatar-Serien, setzt diesmal auf einen elektronischeren Klang.
Einig sind sich die drei Rezensionen darin, dass die Serie noch wachsen muss: Das Team um die Heldin finde sich in den ersten sechs Folgen erst zusammen. Über eine größere Wendung um Pavi und ihre Schwester dürfen die Kritiker wegen einer Sperrfrist noch nichts verraten – sie soll die Rolle des Avatars grundlegend verkomplizieren.
Worum es geht
Die Serie spielt rund 225 Jahre nach Korra, in einer Welt, die eine Katastrophe zerrissen hat – angeblich verursacht von Korra selbst. Die Überlebenden haben sich in sieben befestigte Städte zurückgezogen, die titelgebenden Zufluchten. Im Zentrum steht Pavi, eine junge Erdbändigerin, die entdeckt, dass sie der neue Avatar ist. Nur gilt dieser Titel in dieser Ära nicht mehr als Hoffnung, sondern als Bedrohung: Pavi wird gejagt, von Menschen wie von Geistern.
Gemeinsam mit ihrer lange verschollenen Zwillingsschwester Nisha soll sie der eigenen Herkunft auf den Grund gehen. An ihrer Seite stehen der Luftbändiger Jae und dessen Hauptmann Karthik, der im Avatar die Chance sieht, die aussterbende Kunst des Bändigens zu retten – mit jeder Generation werden weniger Bändiger geboren. Gesprochen wird Pavi im Original von Saheli Khan, Nisha von Aishu Devan.
Wie Paramount+ die Folgen ausspielt
Buch 1 – so heißt eine Staffel im Avatar-Universum traditionell – umfasst 13 Folgen von je rund 22 Minuten. Paramount+ veröffentlicht sie in Blöcken von drei: Die Folgen 1 bis 3 sind seit dem 9. Oktober abrufbar, am 16. Oktober folgen die Folgen 4 bis 6, am 23. Oktober die Folgen 7 bis 9, und am 30. Oktober schließen die Folgen 10 bis 13 das Buch ab.
Das ist ein Mittelweg zwischen den beiden üblichen Modellen: kein kompletter Binge-Drop, aber auch kein Wochenrhythmus mit Einzelfolgen. Für dich heißt das, dass die erste Staffel Ende Oktober komplett vorliegt.
Buch 2 ist schon bestellt
Paramount hat ein zweites Buch mit ebenfalls 13 Folgen bereits freigegeben. Ein Termin dafür steht noch nicht. Die Serie startet damit mit einer Sicherheit, die nicht selbstverständlich ist – viele Animationsprojekte müssen erst die Zahlen der ersten Staffel abwarten.
Einen Hinweis auf die Priorität gibt auch der Platz im Kalender: Der 9. Oktober war ursprünglich für den Film „Avatar Aang: The Last Airbender” vorgesehen. Der wurde auf den 25. Juli vorgezogen, nachdem er vorab im Netz aufgetaucht war – und die Serie rückte in den frei gewordenen Termin.
Wo die Serie im Franchise steht
„Avatar: Seven Havens” ist der dritte animierte Anlauf der Reihe und der erste, der zeitlich über „Die Legende von Korra” hinausgeht. Parallel läuft bei Netflix die Realserie zu „Avatar – Der Herr der Elemente”, deren dritte und letzte Staffel abgedreht ist.
Konietzko hat gegenüber Variety darauf hingewiesen, dass die Serie ihre südasiatischen Vorbilder diesmal bewusst stärker ausspielt: Begriff und Konzept des Avatars stammen aus indischer Tradition und dem Sanskrit, und Pavi sei ausdrücklich als südasiatisch geprägte Figur angelegt. Auch das Autorenteam ist laut TheWrap überwiegend asiatischstämmig besetzt.
Darum geht's
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.













