Hammer-Eigentümer sichert sich alle Rechte an „Die Frau in Schwarz“-Autorin Susan Hill
Hammer-Eigentümer John Gore Studios hat sich die Rechte am gesamten Werk von Susan Hill gesichert, der Autorin von „Die Frau in Schwarz“. Neue Film- und Serienadaptionen sollen folgen – Hill wird ausführende Produzentin.
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Hammer könnte zu einem seiner erfolgreichsten Stoffe zurückkehren. John Gore Studios, Eigentümer des britischen Horror-Traditionsstudios, hat sich die Rechte am gesamten Werk von Susan Hill gesichert. Die britische Autorin schrieb 1983 den Schauerroman „Die Frau in Schwarz”, den Hammer 2012 mit Daniel Radcliffe verfilmte. Das berichtet Variety exklusiv.
Was der Deal umfasst
Erworben hat John Gore Studios sämtliche Rechte an Hills Werken, die über mehr als sechs Jahrzehnte entstanden sind – neben Schauergeschichten auch Literatur, Kriminalromane, Kinderbücher, Erinnerungen und Hörspiele. Das Unternehmen will den Katalog in Film und Fernsehen verwerten und, wo bestehende Rechteverträge es zulassen, auch auf der Bühne. Konkrete Projekte, Titel oder einen Zeitplan nennt die Mitteilung nicht.
Hill bleibt an Bord: Sie soll an neuen Projekten kreativ beteiligt sein und als ausführende Produzentin mitwirken. „Für jede Autorin ist es ermutigend zu sehen, dass ihre Geschichten neues Leben finden”, sagte sie. Hammer habe einen langen und herausragenden Platz in der Geschichte des britischen Schauerkinos. Firmengründer John Gore sprach von dem Ziel, die Stoffe mit derselben Sorgfalt für Figuren, Spannung und Atmosphäre anzugehen, die Hill selbst hineingelegt habe. Die Entwicklung verantwortet Kreativchef Francis Hopkinson, die Verwertung des Katalogs Betriebschefin Anouska Spiers.
„Die Frau in Schwarz” und Hammer
Hills Roman gilt als eine der prägenden britischen Geistergeschichten der Gegenwart. Die Bühnenfassung lief 33 Jahre lang im Londoner West End. Hammer brachte den Stoff 2012 ins Kino, mit Daniel Radcliffe in seiner ersten großen Rolle nach „Harry Potter”: Er spielt den jungen Anwalt Arthur Kipps, der den Nachlass einer Verstorbenen in einem abgelegenen Herrenhaus ordnen soll und dabei auf eine geisterhafte Frau stößt.
Der Film spielte laut Variety weltweit 127,7 Millionen Dollar ein. Er wurde damit zum erfolgreichsten britischen Horrorfilm seit 20 Jahren und hatte den stärksten US-Start in der Geschichte von Hammer. Für das Studio, das seit den Fünfzigern mit Dracula- und Frankenstein-Filmen mit Christopher Lee und Peter Cushing Kinogeschichte geschrieben hatte und nach langer Kinopause zurückgekehrt war, wurde „Die Frau in Schwarz” zum größten Erfolg der jüngeren Firmengeschichte.
Hammer will auch Dracula und Frankenstein zurückbringen
Der Theaterproduzent John Gore hatte Hammer Ende 2023 gekauft. Bislang hat das Unternehmen vor allem den Filmkatalog in 4K restauriert und neu veröffentlicht. Gegenüber Variety hatte Gore zuletzt angekündigt, auch klassische Hammer-Monster wie Dracula und Frankenstein mit neuen Adaptionen zurück auf die Leinwand bringen zu wollen.
Hills Werk erweitert diese Pläne um einen Stoff, dessen Kinotauglichkeit bereits belegt ist. Ob als Erstes eine Neuverfilmung von „Die Frau in Schwarz”, eine Serie oder ein anderes Buch aus dem Katalog in Angriff genommen wird, ist offen. Spiers sprach von „miteinander verbundenen Möglichkeiten” rund um die Geschichten – ein Hinweis darauf, dass John Gore Studios den Katalog eher als zusammenhängende Marke denn als Einzeltitel verstehen will.
John Gore Studios, der Eigentümer von Hammer Films. Das Unternehmen hat die Rechte am gesamten Werk von Autorin Susan Hill erworben.
Angekündigt ist noch keine. John Gore Studios will Hills Bücher in Film und Fernsehen verwerten, hat aber noch kein konkretes Projekt genannt.
Daniel Radcliffe spielte die Hauptrolle des Anwalts Arthur Kipps. Der Hammer-Film spielte weltweit 127,7 Millionen Dollar ein.
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