Lanterns-Showrunner Chris Mundy erklärt, warum in John Stewarts Laterne Angst steckt
Spoiler: Die Laterne, mit der John Stewart im Lanterns-Finale zum Green Lantern wird, trägt Angst in sich. Showrunner Chris Mundy erklärt jetzt, warum – ein Plan von Sinestro war es nicht.
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Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler zum Finale der ersten Staffel von „Lanterns”. Warum steckt in John Stewarts neuer Laterne ein Stück Angst? Showrunner Chris Mundy hat die Frage jetzt im Interview mit Entertainment Weekly beantwortet: Die Laterne, die Sinestro auf Antaans Heimatplaneten für Noah geschmiedet hat, ist eine klassische Laterne der Willenskraft. Mit Angst aufgeladen wurde sie nicht absichtlich.
Die Erklärung ist ganz handfest: „Sie wurde nicht absichtlich mit Angst aufgeladen, aber weil das ganze Wasser dort verseucht ist, stecken Spuren davon in ihr”, sagte Mundy. Damit verliert eine der beliebtesten Fan-Theorien zum Finale an Boden, nämlich die, dass Sinestro John gezielt zum ersten Gelben Lantern machen wollte. Mit derselben Laterne lädt John im Finale Hal Jordans Ring auf und erklärt sich zum Green Lantern der Erde.
Was Chris Mundy zur Laterne sagt
Die Laterne war in Fankreisen schnell als „Dark Lantern” bekannt. Dass sie trotzdem überwiegend grün leuchtet und nicht gelb, hatte für Verwirrung gesorgt. Mundy bestätigt nun beides zugleich: Es ist eine grüne Laterne, und es steckt trotzdem Angst darin. Co-Schöpfer Tom King hatte kurz nach dem Finale schon gesagt, John sei „nicht mehr zu 100 Prozent ein Green Lantern”. Mundy liefert jetzt den Grund nach, und der liegt nicht in einem Plan Sinestros, sondern im verseuchten Wasser von Antaans Welt.
Was das für Johns Zukunft heißt, lässt Mundy offen. Ob die Angst in der Laterne ihn auf Dauer verändert, dürfte erst eine mögliche zweite Staffel oder sein nächster Auftritt zeigen. Sicher ist, dass John Stewart in „Man of Tomorrow” zurückkehrt, der am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos startet.
Warum Angst das Thema der Staffel ist
Die Idee, einen Green Lantern seine Angst annehmen zu lassen, statt sie zu besiegen, gibt es in den Comics so nicht. Laut Mundy ist sie aus dem Kern der Staffel entstanden: „Wir reden im Lauf der Staffel ständig über Angst. Ein Teil von Johns Erkenntnis, und auch Hals über das Halogram, ist, dass man sie akzeptieren und ein Stück weit annehmen muss. Wahrer Mut und wahres Heldentum entstehen daraus, dass man versteht, dass Dinge beängstigend sind, und sie dann überwindet.”
Die Laterne sei die „physische Manifestation” dieses Gedankens geworden, sagte Mundy. Angelegt war er schon früh, etwa in einer Zeile von Bernadette in Folge 3: „Mut ist nur Angst, die ihre Gebete gesprochen hat.” Man habe das Motiv immer wieder aufgegriffen, „hoffentlich nicht auf belehrende Weise”. Johns neuer Eid im Finale, „I embrace my fear”, ist der Schlusspunkt dieser Linie.
Das Finale in Kürze
Zur Erinnerung: Das Finale „Dirt and Stars” hat die Frage beantwortet, mit der die Serie im August begonnen hat. Sheriff Kerry Kane hat Hal Jordan erschossen, ihr Sohn Noah ist der zweite Manhunter, und John Stewart wird am Ende Green Lantern der Erde. 10,5 Millionen Zuschauer weltweit sahen die Folge in den ersten drei Tagen, ein Rekord für die Serie.
In den USA lief Folge 8 am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, bei HBO und HBO Max, in Deutschland ist sie seit Montag, dem 5. Oktober, bei HBO Max abrufbar. Damit sind alle acht Folgen der ersten Staffel verfügbar. Geschrieben haben das Finale Showrunner Chris Mundy, Damon Lindelof und Tom King.
Rekord zum Finale: 10,5 Millionen Zuschauer
Das Finale hat „Lanterns” den besten Wert seiner bisherigen Laufzeit beschert. Nach Zahlen von HBO, über die Deadline berichtet, sahen in den ersten drei Tagen 10,5 Millionen Menschen weltweit die Folge, 13 Prozent mehr als den Serienauftakt im selben Zeitraum. Allein in den USA waren es 7,2 Millionen. Gezählt sind wie üblich die Ausstrahlung beim Kabelsender HBO und die Abrufe bei HBO Max.
Auch über die ganze Staffel gerechnet steht die Serie stark da. Im Schnitt kommt jede Folge inzwischen auf 19,3 Millionen Zuschauer weltweit, Tendenz weiter steigend; die Pilotfolge nähert sich laut HBO der Marke von 30 Millionen. Damit bleibt „Lanterns” unter den fünf stärksten Serienstarts in der Geschichte von HBO Max. Zum Start im August hatte die Serie 9,3 Millionen Zuschauer weltweit in drei Tagen erreicht, mehr als die Premieren von „Es: Welcome to Derry”, „The Penguin” und „True Detective: Night Country”.
Diese drei Serien kamen am Ende im Schnitt auf 27,1, 19,8 und 17,5 Millionen Zuschauer pro Folge. „Lanterns” liegt also bereits auf dem Niveau von „The Penguin” und hat nach oben noch Luft. Für die Serie spricht der Nachzieheffekt: Allein in der Woche vor dem Finale haben 1,5 Millionen Zuschauer neu mit der Pilotfolge angefangen. Folge 7 hatte in den USA in den ersten drei Tagen 7 Millionen Zuschauer erreicht, wie Variety berichtete.
Wer hat Hal Jordan getötet?
Das Finale beginnt mit einem Rückblick. Nach zehn Jahren Haft holt Kerry Kane (Kelly Macdonald) Hal Jordan (Kyle Chandler) vor dem Gefängnis ab, die beiden kommen sich näher. Rushville empfängt Hal dagegen feindselig, schließlich brennt sein Haus. Hal überlebt nur, weil Kerrys Sohn Noah (Shea Pritchard) seine verbrannte Haut mit derselben Manhunter-Technik ersetzt, die Jahre zuvor John Stewart gerettet hatte.
Noah selbst behauptet später gegenüber John, er habe Hal getötet. Die Wahrheit zeigt ein zweiter Rückblick: Hal hatte herausgefunden, was Noah ist, und wollte mit Kerry und ihrem Sohn fliehen. Kerry weigerte sich – und schoss in ihrer Angst auf Hal, während er ihr sagte, dass er sie liebt. John stellt Kerry beim Footballspiel ihres Sohnes zur Rede. Er lässt Mutter und Sohn gehen, statt sie auszuliefern.
Noah Macon ist der zweite Manhunter
Über den zweiten Manhunter wurde seit der Mitte der Staffel spekuliert, nun ist er enttarnt. Noah ist der Enkel von Zoe Macon (Poorna Jagannathan), deren Manhunter-Identität die Serie in der ersten Hälfte aufgedeckt hatte. Er weiß um seine Natur und versucht nach eigener Aussage, gegen seine gewalttätige Programmierung anzukämpfen.
Noah war es auch, der Sinestro (Ulrich Thomsen) aus seinem Gefängnis befreit hat. Auf Antaans zerstörtem Heimatplaneten hat Sinestro eine Laterne geschmiedet – für Noah. Viele Fans sahen darin den Ursprung des Sinestro Corps, dessen Ringe ihre Kraft aus Angst ziehen. Laut Mundy ist es aber eine Laterne der Willenskraft, die nur durch das verseuchte Wasser des Planeten Spuren von Angst trägt. John und das Halogram, die holografische Kopie des jungen Hal, lassen Sinestro auf dem Planeten zurück.
John Stewarts neuer Eid
In der Schlussszene ruft John Stewart (Aaron Pierre) Guy Gardner (Nathan Fillion) nach Rushville. Mit Hals Ring und Sinestros Laterne, die das Corps nie für ihn vorgesehen hat, erklärt er sich zum Green Lantern der Erde. Guy soll sich um die Sterne kümmern, John schützt den Planeten. Danach spricht er den berühmten Eid – in einer eigenen Fassung: „In brightest day, in darkest night, I embrace my fear, I’ll do what’s right. I choose this ring, I choose this fight, in service to this lantern’s light.” Sinngemäß: Er nimmt seine Angst an, statt sie zu verleugnen.
„Am Ende sehen wir, dass John nicht mehr zu 100 Prozent ein Green Lantern ist”, sagte Co-Schöpfer Tom King laut TheWrap bei einer Pressekonferenz zum Finale. „Er hat eine Laterne mit ein bisschen Gelb darin, ein bisschen Angst. Er spricht nicht denselben Eid wie jeder andere Green Lantern, weil er nicht wie jeder andere Green Lantern ist.” Showrunner Chris Mundy beschreibt die Änderung gegenüber Deadline als Remix, nicht als Neufassung: Johns Weg sei nicht der übliche gewesen, der Ring habe ihn nicht ausgewählt, er habe sich selbst dafür entscheiden müssen.
Warum das Finale auf eine große Schlacht verzichtet
Wer ein Effektgewitter erwartet hat, wird enttäuscht – mit Absicht. „Es gab nie eine Fassung des Finales, die actionlastiger war”, sagte Mundy laut The Hollywood Reporter. Wenn die Beziehung zwischen Hal und John emotional trage, hätten die Autoren ihren Job gemacht; Action um ihrer selbst willen wäre nur Ablenkung gewesen.
Co-Schöpfer Damon Lindelof sieht die große Schlacht der Staffel in Folge 5, dem Kampf um Rushville. Ein Kinofilm hätte danach nur ein paar Minuten Abspann gehabt, die Serie konnte diese Ausklänge über die letzten drei Folgen erzählen. Tom King ergänzt, man habe Klischees von Anfang an gemieden „wie die Pest”, weil sie die Superhelden-Müdigkeit erzeugten, über die so viel geschrieben werde.
Kein Comeback für Hal Jordan
Bis zuletzt hatten Fans auf eine Rückkehr Hals gehofft, zumal Sinestro angeblich einen Weg kennt, ihn wiederzubeleben. Die Serie bleibt hart: Hal ist am Ende der Staffel tot, nur das Halogram verabschiedet sich von John, bevor es verblasst. „Wir wussten, dass es kein Täuschungsmanöver werden sollte”, sagte Lindelof. Damit sich die emotionale Entwicklung echt und verdient anfühle, habe man an Hals Tod festgehalten.
Gegen die Kritik an diesem Tod hatte sich schon James Gunn nach Folge 6 gestellt, wie wir in unserem Artikel zu Gunns Verteidigung beschrieben haben. Kyle Chandler nahm den Abschied mit Humor: Die Szene mit Aaron Pierre sei leicht gewesen, „obwohl ich ihn nicht besonders mag – ich wusste ja, dass ich bezahlt werde”.
Kommt eine zweite Staffel von Lanterns?
Offiziell bestellt hat HBO eine zweite Staffel auch nach dem Rekordfinale nicht. Die Verlängerung steht nach Informationen von Deadline aber an, und die Zahlen sprechen klar dafür. Vorbereitet wird sie ohnehin schon: Laut Damon Lindelof hat Chris Mundy bereits einen neuen Writers’ Room eröffnet. Ob Noah, Kerry und Sinestro zurückkehren, bleibt damit offen – Fäden dafür hat das Finale mit Sinestros Laterne und dem freigelassenen Manhunter genug liegen lassen.
Sicher ist Johns nächster Auftritt: Aaron Pierre spielt ihn auch in „Man of Tomorrow”, der am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos startet. Dort trifft er erneut auf Guy Gardner – und das Finale hat gerade geklärt, wie sich die beiden Green Lanterns der Erde ihre Aufgaben teilen. James Gunn und Peter Safran bleiben unter dem neuen Konzerndach Skydance an der Spitze von DC Studios.
Lanterns bei HBO Max streamen
„Lanterns” läuft in Deutschland exklusiv bei HBO Max, alle acht Folgen der ersten Staffel sind dort abrufbar. Über den folgenden Button kommst du direkt zum Streamingdienst:
Laut Showrunner Chris Mundy ist es eine Laterne der Willenskraft, die Sinestro für Noah geschmiedet hat. Weil das Wasser auf Antaans Heimatplaneten verseucht ist, trägt sie Spuren von Angst in sich – absichtlich war das nicht.
Sheriff Kerry Kane hat Hal Jordan erschossen. Das enthüllt das Staffelfinale „Dirt and Stars” in einem Rückblick.
Der zweite Manhunter ist Noah Macon, Kerry Kanes Sohn und Enkel von Zoe Macon.
Nein. Hal Jordan bleibt am Ende der ersten Staffel tot, die Macher haben eine Wiederbelebung bewusst ausgeschlossen.
Das Finale erreichte in den ersten drei Tagen 10,5 Millionen Zuschauer weltweit, davon 7,2 Millionen in den USA – ein Rekord für die Serie.
Folge 8 „Dirt and Stars” lief in den USA am 4. Oktober 2026 und ist in Deutschland seit dem 5. Oktober 2026 bei HBO Max abrufbar.
Die erste Staffel von Lanterns hat acht Folgen. Sie lief vom 16. August bis zum 4. Oktober 2026 im Wochentakt.
Offiziell noch nicht. HBO hat Lanterns auch nach dem Rekordfinale nicht verlängert, die Entscheidung steht laut Deadline aber an, und ein Writers’ Room arbeitet bereits an Ideen. John Stewart kehrt am 8. Juli 2027 in „Man of Tomorrow” zurück.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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