Silo Staffel 4 ist abgedreht: Showrunner erklärt das Finale der dritten Staffel
Das Finale der dritten Staffel steht bei Apple TV – und Showrunner Graham Yost verrät, dass die vierte und letzte Staffel bereits abgedreht ist. Offen sind nur noch die visuellen Effekte. Ein früherer Start ist damit trotzdem nicht drin.
„Silo” hat mit „Troy” die dritte Staffel abgeschlossen – die zehnte und letzte Episode steht seit diesem Freitag bei Apple TV bereit. Showrunner Graham Yost hat unmittelbar danach erklärt, was der Schluss bedeutet und wie weit die vierte und finale Staffel bereits ist. Die Antwort dürfte Fans beruhigen: Sie ist längst abgedreht. Achtung, ab hier folgen Spoiler zum Finale der dritten Staffel.
Staffel 4 ist abgedreht – es fehlen nur noch die Effekte
Auf die Frage, ob die vierte Staffel fertig sei, antwortete Yost gegenüber TheWrap mit einem einzigen Wort: erledigt. Gedreht wurde die Abschlussrunde bereits vor Monaten, offen ist ausschließlich die Nachbearbeitung. Was die Serie derzeit aufhält, sind die visuellen Effekte – und die lassen sich laut Yost nicht durch mehr Budget beschleunigen. Man arbeite mit einer großen Zahl von Dienstleistern, sichte im Wochenrhythmus, was hereinkommt, und justiere nach.
Einen früheren Start schließt der Showrunner damit aus. Der jährliche Rhythmus bleibt, und Yost hält ihn ausdrücklich für richtig: Anderthalb oder zwei Jahre Pause seien in der heutigen Streaming-Landschaft ein Problem, ein Jahr dagegen verkraftbar. Auf den Kalender übertragen heißt das, dass die vierte Staffel frühestens im Sommer 2027 anlaufen dürfte – die dritte startete am 3. Juli 2026. Ein offizieller Termin steht bislang aus.
Was das Finale für die letzte Staffel aufbaut
Die zehnte Episode löst den Cliffhanger aus Folge 9 zunächst gar nicht ein, sondern springt in die Vergangenheit von Silo 1. Dort erwacht Daniel Keene nicht als Daniel, sondern als „Troy” – ein emotionsloser Krisenmanager, der aus dem Kälteschlaf geholt wird, wenn in einem der Silos etwas schiefläuft. Yost bestätigt, dass die Figur direkt aus Hugh Howeys zweitem Buch stammt, wo sie Donald heißt. Der Kunstgriff dahinter: Die Bewohner von Silo 1 bekommen neue Identitäten, ihre Fähigkeiten aber bleiben – und mit ihnen Bruchstücke von Erinnerung.
Genau daran hängt die vierte Staffel. Troy sieht in seinen wachen Phasen immer wieder Helen Drew, und Victor löscht ihn deshalb jedes Mal aufs Neue – bis er ihm am Ende doch ihren Namen nennt und sich das Leben nimmt. Was mit Helen tatsächlich geschehen ist, werde in der Abschlussstaffel beantwortet, sagt Yost. Zwei weitere Details verrät er nebenbei: Zwischen den Schichten in Silo 1 liegen 35 Jahre, und rund hundert Menschen sind jeweils gleichzeitig im Dienst. Victor sei zudem nicht der Gründer des Projekts, sondern einer von mehreren.
Warum bei vier Staffeln Schluss ist
Ursprünglich war die Serie länger geplant. Yost und Apple-Manager Jamie Erlicht hatten fünf Staffeln im Sinn: zwei für das erste Buch, eine für das zweite, zwei für das dritte. Dagegen sprach die Vorlage selbst – im zweiten Band taucht Juliette Nichols erst am Ende wieder auf. Mit Rebecca Ferguson in der Hauptrolle sei eine Staffel ohne sie schlicht nicht denkbar gewesen, so Yost, und daraus wurden vier Staffeln.
Der frühe Beschluss hatte einen praktischen Vorteil: Das Team konnte vorausplanen, etwa beim Bau der Silo-1-Kulissen, die schon für Staffel 3 stehen mussten, obwohl sie erst in Staffel 4 richtig gebraucht werden. Erzählerisch steuert die Serie nun auf eine direkte Auseinandersetzung zu: Juliette und ein geeintes Silo 18 auf der einen Seite, Troy an der Spitze von Silo 1 auf der anderen. Einig bleibt das Silo dabei nicht zwangsläufig, deutet Yost an – persönliche Kosten gehören zum Plan.
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