Joker

Joker: Die Filme mit dem Schurken von Gotham

Joker ist der gefährlichste und krankhafteste Verbrecher von Gotham. Wir verraten euch, in welchen Filmen er mitgespielt hat.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·8 Min. Lesezeit
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Joker: Die Filme mit dem Schurken von Gotham
Warner Bros.

Joker Filmreihe: Chronologische Reihenfolge und Boxoffice

Die Joker Filmreihe befindet sich derzeit auf Platz 88 der erfolgreichsten Filmreihen.

Jahr Film/Serie Typ S/Ep Streaming und Trailer
1966-1968 Batman Serie 3/120 Streamen
1967 Nebenfilm   Streamen
1989 Nebenfilm   Streamen
2008 Nebenfilm   Streamen
2016 Nebenfilm   Streamen
2019 Hauptfilm   Streamen
2022 Nebenfilm   Streamen
2024 Hauptfilm   Streamen
2028 Nebenfilm   Trailer
Einspielergebnis

1.29 Milliarden US Dollar

Erhebungszeitraum

19. Oktober 2026

Quelle

Box Office Mojo

Joker hatte bisher in den DC Filmen immer nur Gastauftritte oder trat als Gegenspieler von Batman auf. Schon bei den frühen Batman Filmen Ende der 1980er-Jahre wurde Joker, damals von Jack Nicholson verkörpert, als Gegner von Batman auf die Leinwände der Kinos losgelassen. Seine blasse Haut verdankt er schon damals einem Sturz in ein Säurebecken. Trotz zahlreicher Operationen entstellen Narben sein Gesicht und verleihen dem Joker ein furchteinflößendes Dauergrinsen.

Auf einen Blick

Wie viele Joker-Filme gibt es? Zwei Kinofilme drehen sich ganz um die Figur: „Joker” (2019) und „Joker: Folie à Deux” (2024), beide mit Joaquin Phoenix. Daneben trat der Joker in zahlreichen Batman- und DC-Filmen als Gegenspieler auf.

Wer hat den Joker gespielt? Unter anderem Jack Nicholson, Heath Ledger, Jared Leto, Barry Keoghan und Joaquin Phoenix; im Original lieh ihm lange Mark Hamill seine Stimme.

Kommt ein neuer Joker-Film? Ein dritter Phoenix-Film ist nach dem Flop von „Folie à Deux” nicht geplant. Barry Keoghans Joker kehrt aber in „The Batman – Part II” (US-Start 18. Februar 2028) zurück.

Cesar Romero: Batman TV-Serie (1966-1968)

Weil Cesar Romero seinen Schnurrbart als sein Markenzeichen betrachtete, verweigerte er für die Rolle des Joker eine Rasur. Der Schnurrbart wurde kurzerhand überschminckt. An der Seite von Batman Schauspieler Adam West spielte er die Clown nicht nur in „Batman hält die Welt in Atem” sondern auch in der TV-Serie „Batman” (1966-1968).

Heath Ledger in The Dark Knight

Doch die Figur des wahnsinnigen Joker war auch für Heath Ledger in „The Dark Knight” wie auf den Leib geschneidert. Hier gibt es in der Vorgeschichte zu seinem Aussehen aber keine Parallelen. Die Narben in seinem Gesicht sollen laut seiner eigenen Schilderung von einer Attacke seines Vaters auf seine Mutter herrühren, der ihm dann das „Lachen” ins Gesicht schnitt und weswegen er vermutlich wahnsinnig wurde. Auch tragisch an dieser Darstellung war, dass Heath Ledger für seine Verkörperung des Joker im Jahr 2009 posthum den Oscar für den besten Nebendarsteller erhielt.

Jared Leto in Suicide Squad

Als „Suicide Squad” im Jahr 2016 ins Kino kam, wurde die Figur des Joker von Jared Leto verkörpert. An der Seite seiner Freundin Harley Quinn, und in Gesellschaft der anderen Mitglieder der „Suicide Squad”, kämpft Joker gegen Enchantress und ihren Bruder Incubus. Der Film und auch die Darstellung von Leto als Joker rief teilweise heftige und niederschmetternde Kritiken hervor. So ist es nicht verwunderlich, dass Leto nur einmal die Rolle des wahnsinnigen Joker verkörpern könnte. Denn Gerüchten zu Folge soll der geplante Film „Harley Quinn Vs. The Joker” mit Leto und Margot Robbie auf Eis gelegt worden sein. Und auch in „Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn” war Jared Leto als Joker nicht zu sehen.

DC Elseworlds: The Batman & Joker

„The Batman” und „Joker” waren zwei vom DC Extended Universe unabhängig entwicklete Filme. Die beiden Filme spielen zudem nicht mal im selben Filmuniversum, waren aber für sich finanziell erfolgreich. Noch bevor James Gunn und Peter Safran die Leitung von DC übernahm, wurde die Fortsetzung beider Filme angekündigt. Um die Kontinuität der von James Gunn angekündigten DC Universe Filme zu wahren, wurden beide Filme den DC Elseworlds zugeordnet.

Matt Reeves: Das Batman Universum

Barry Keoghan sollte euch als Druig, einer der Eternals, aus dem gleichnamigen MCU Film bekannt sein. Der Schauspieler gehörte auch bei „The Batman” mit zum Cast und verkörperte den Joker in Gothams Schurkengefängnis Arkham Asylum. In der Kinofassung war von seinem Auftritt nur wenig zu sehen. Hier tauchte Keoghan als Joker erst am Ende des Films als Zellennachbar von Riddler (Paul Dano) auf.

Doch eigentlich hätte man den Joker schon während des Films länger sehen sollen: In der finalen Kinofassung wurde eine fast fünfminütige Szene gelöscht, in der Batman den Clown im Arkham Asylum besucht. Regisseur Matt Reeves hat diese gestrichene Begegnung später kommentiert und veröffentlicht. Für die Fortsetzung ist Keoghans Rückkehr als Joker inzwischen bestätigt: „The Batman – Part II” wurde mehrfach verschoben und startet in den USA nun am 18. Februar 2028; gedreht wird seit Mitte 2026. Ein deutscher Kinostart dürfte um denselben Termin liegen.


Todd Phillips Joker Filme

Joker (2019)

Da sich Warner Bros. und DC um eine Neuausrichtung des DC Universums bemüht, ist es auch nicht verwunderlich, dass es mit Joaquin Phoenix als Hauptdarsteller eine Neubesetzung von Joker gibt. Der Film gehört seit Anfang 2023 zu den DC Elsworlds Filmen. Im ersten Film (Regisseur Todd Phillips), der sich nur um Joker dreht, ist dabei zu sehen, wie aus dem labilen Mann Arthur Fleck der Joker wird. Fleck ist ein von der Gesellschaft missachteter Mann und versucht in genau dieser Gesellschaft seinen Platz zu finden.

Er verdient sich seinen Lebensunterhalt als Clown und führt ein tristes Leben in Gotham City an der Seite seiner Mutter. Arthur träumt davon als Comedian berühmt zu werden und in der Show von Murray Franklin (Robert de Niro) aufzutreten, hat aber das Problem, dass er in für ihn unangenehmen Situationen einfach ein wahnsinniges Lachen beginnt. Ironie des Schicksals, dass es der Clown als Joker tatsächlich in die Comedian Show schafft und sein Idol so fies zu ihm ist, dass Franklin live im Fernsehen dran glauben muss.

Übrigens: Robert de Niro und Joaquin Phoenix haben sich schon während der Dreharbeiten nicht sonderlich gut verstanden. Vor allem ging es dabei darum, dass de Niro das Script mit dem Cast laut durchlesen wollte, bevor die Szene gedreht wurde, Phoenix aber darauf verzichten und es einfach geschehen lassen wollte. Todd Phillips saß deshalb oft zwischen den Stühlen und musste zwischen beiden Schauspielern vermitteln.

Und noch eine Geschichte ist erwähnenswert. Die Story über den Tod von Bruce Waynes Eltern kennen wir als Zuschauer bereits aus dem Kino, als im Jahr 2014 „Batman v Superman: Dawn of Justice” über die Leinwände flimmerte. Interessant ist, dass Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) in der Figur des Joker nicht ganz unschuldig an dem Verbrechen ist, auch wenn er es selber weder begangen noch beauftragt hatte, was aber der Comicvorlage widerspricht, in der er selbst zum Mörder von Bruce Wanyes Eltern wird.

Dass aus dem jungen Bruce Wayne später Jokers größter Erzfeind werden würde, konnte Arthur Fleck zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnen. Die Familie Wayne spielt im Leben und in der Entstehungsgeschichte von Joker, gerade wenn es um seine Herkunft geht, noch eine weitere wichtige Rolle. Seine Mutter, und später auch Arthur Fleck, ist davon überzeugt, dass Thomas Wayne der Vater von Arthur ist. Was dann wiederum bedeuten würde, dass Bruce Wayne der Halbbruder von Arthur Fleck wäre.

Insgesamt erhielt der Film neun Nominierungen für einen Oscar, letztendlich konnte der Film aber nur zwei Auszeichnungen für sich entscheiden. Für seine Verkörperung als Joker erhielt auch Joaquin Phoenix einen Nominierung für einen Oscar als Bester Hauptdarsteller, den der Schauspieler 2020 bei den Awards gewann. Auch Regisseur Todd Phillips wurde für seine Arbeit für einen Oscar nominiert, wurde aber letztendlich für die Umsetzung der Geschichte des Clowns von Gotham City nicht belohnt.

Wenn man sich die Realverfilmungen im DC Universum anschaut, bei denen der Joker bisher Auftritte hatte, so ist die Liste relativ überschaubar. Warner Bros. und DC haben sich da in der Vergangenheit bei den Filmen fürs Kino eher an den anderen großen Comichelden abgearbeitet. Dass es trotzdem funktionieren kann, zeigt „Joker” (2019) mit über einer Milliarde Dollar Einnahmen an den Kinokassen weltweit, wobei 335,5 Millionen Dollar davon in den USA eingenommen wurden. Bei Vorführungen am Vortag des regulären Kinostarts in den USA erreichte der Film mit 13 Millionen Dollar Einnahmen einen Rekord. Selbst am ersten Wochenende nach dem Kinostart sahen über 940.000 Besucher den Film in Deutschland.

Joker: Folie à Deux (2024)

„Joker: Folie à Deux” kam im Oktober 2024 in die Kinos und holte Joaquin Phoenix als Arthur Fleck zurück – an seiner Seite Lady Gaga als eine Version von Harley Quinn. Anders als der gefeierte Vorgänger geriet das als Musical angelegte Sequel zum Debakel: Bei einem Budget von rund 200 Millionen Dollar spielte der Film weltweit nur einen Bruchteil ein, kassierte von den Kinobesuchern die Note „D” im CinemaScore und gilt als einer der größten Kinoflops des Jahres 2024. Wie der erste Teil zählt auch „Folie à Deux” zu den DC Elseworlds. Einen dritten Kinofilm mit Phoenix als Joker gibt es seither nicht.

Joker: Berühmte Synchronsprecher

Doch Joker spielte nicht nur den Realverfilmungen eine Rolle. Hier kommen weitere Auftritte des irren Clowns.

Mark Hamill

Ja richtig gelesen: Mark Hamill alias Luke Skywalker in Star Wars gab dem Joker ab 1992 in der Batman Animationsserie seine Stimme. Er selbst verriet, dass er Hannibal Lecter und Jerry Lewis als Vorbilder für die Darstellung des Charakters nahm. Das kam so gut an, dass er den Job für die englische Synchronisation des Killerclowns fast exklusiv hatte.

Zach Galifianakis

Zach Galifianakis dürfte vielen aus der Hangover Filmreihe als Alan Garner bekannt sein. 2017 verlieh der Schauspieler seine Stimme der Joker LEGO Spielfigur in „The Lego Batman Movie”.

Zwei Kinofilme stellen den Joker in den Mittelpunkt: „Joker” (2019) und „Joker: Folie à Deux” (2024), beide mit Joaquin Phoenix. Als Neben- oder Gegenfigur trat der Clown darüber hinaus in vielen Batman- und DC-Filmen auf.

In Realfilmen verkörperten den Joker Cesar Romero (1966), Jack Nicholson (1989), Heath Ledger (2008), Jared Leto (2016), Joaquin Phoenix (2019 und 2024) sowie Barry Keoghan (2022 in „The Batman”).

Ja. Das Sequel von 2024 spielte bei rund 200 Millionen Dollar Budget weltweit nur einen Bruchteil ein, bekam von den Kinobesuchern die schlechte CinemaScore-Note „D” und gilt als einer der größten Kinoflops des Jahres.

Ja. Barry Keoghans Joker ist für „The Batman – Part II” bestätigt. Der Film wurde mehrfach verschoben und startet in den USA nun am 18. Februar 2028; gedreht wird seit Mitte 2026.

In den Zeichentrick-Umsetzungen sprach Mark Hamill – im Original Luke Skywalker aus „Star Wars” – den Joker ab 1992 über viele Jahre fast exklusiv. In „The LEGO Batman Movie” (2017) übernahm Zach Galifianakis die Rolle.

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