„Mutiny on the Stargazer“: James McAvoy wollte den jungen Picard spielen
James McAvoy hat Paramount eine Star-Trek-Staffel über den jungen Jean-Luc Picard und sein erstes Kommando auf der Stargazer vorgeschlagen. Laut McAvoy wäre sie fast entstanden – gescheitert sei sie an der Logistik.
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James McAvoy hat Paramount eine Star-Trek-Serie über den jungen Jean-Luc Picard vorgeschlagen – und nach eigener Aussage wäre sie beinahe entstanden. „Das war eine ganze Idee, die ich auch den Star-Trek-Leuten gepitcht habe, und wir hätten es fast gemacht”, sagte der Schauspieler im Podcast Happy Sad Confused von Josh Horowitz. Laut Deadline trug das Projekt den Titel „Mutiny on the Stargazer”. Umgesetzt wurde es nie: An der Idee selbst sei es nicht gescheitert, sondern an logistischen Problemen.
Eine Staffel über Picards erstes Kommando
McAvoy beschreibt das Konzept als abgeschlossene Einzelstaffel. Erzählt werden sollte, wie Picard das Kommando über die USS Stargazer übernahm, „was damals wirklich geschah” – und welches Geheimnis er seine ganze Karriere über mit sich herumträgt. „Ich habe es ihnen vorgeschlagen, wir haben darüber gesprochen, und sie waren angetan”, so McAvoy. „Aber wir hatten logistische Probleme, die bedeutet haben, dass wir es nicht machen konnten.” Die Geschichte lasse ihn trotzdem nicht los: Er denke abends im Bett noch immer darüber nach.
Die Stargazer ist für Fans kein unbeschriebenes Blatt. In „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” wird sie mehrfach als das Schiff erwähnt, das Picard lange vor der Enterprise-D befehligte und schließlich verlor. Ausführlich erzählt wurde diese Phase bislang nur in Romanform: Autor Michael Jan Friedman widmete Picards erstem Kommando zwischen 2002 und 2004 eine sechsteilige Buchreihe. Auf dem Bildschirm ist sie bis heute eine Leerstelle.
Warum ausgerechnet McAvoy
Die Idee kommt nicht von ungefähr. McAvoy hat Patrick Stewart schon einmal beerbt: In den X-Men-Prequels „X-Men: Erste Entscheidung”, „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit”, „X-Men: Apocalypse” und „X-Men: Dark Phoenix” spielte er den jungen Charles Xavier, den Stewart zuvor geprägt hatte. Entsprechend selbstironisch fiel sein Fazit aus: „Alles, was ich in meiner Karriere wirklich will, ist, junge Versionen von Patrick zu spielen.”
Stewart selbst stand sieben Staffeln lang, von 1987 bis 1994, als Captain Picard auf der Brücke der Enterprise-D. Von 2020 bis 2023 kehrte er in drei Staffeln von „Star Trek: Picard” zu der Rolle zurück. Eine jüngere Version der Figur gab es dagegen nie in einer eigenen Serie – genau dort hätte McAvoys Stargazer-Staffel angesetzt.
Wann der Pitch scheiterte, bleibt offen
Wann McAvoy die Idee vorgestellt hat und wem genau, sagte er nicht. Auch was mit den „logistischen Problemen” gemeint ist, ließ er offen. Solange Stewart in „Star Trek: Picard” selbst noch als Picard vor der Kamera stand, dürfte ein Prequel über dieselbe Figur ohnehin schwer zu platzieren gewesen sein – belegt ist das aber nicht.
Für eine Wiederbelebung wäre der Zeitpunkt jedenfalls ungewöhnlich. Erstmals seit rund zehn Jahren ist keine neue Star-Trek-Serie in Produktion, der Vertrag von Franchise-Chef Alex Kurtzman läuft Ende 2026 aus, und die Fusion von Paramount und Warner Bros. ordnet das Streaming neu. Kate Mulgrew rechnet deshalb mit einer „erheblichen Pause”, Picard-Showrunner Terry Matalas würde das Franchise dagegen gern übernehmen. Ob in dieser Lage Platz für ein Picard-Prequel ist, kann derzeit niemand sagen. Welche Filme und Serien bei Star Trek tatsächlich anstehen, zeigt unsere Übersicht aller Star-Trek-Starttermine.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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