Stargate: Bestes Timing aller Zeiten verschenkt, Amazon begräbt die Star-Trek-Alternative
Während das Star Trek-Universum schrumpft, hätte Stargate die Lücke füllen können. Nach Amazons plötzlichem Serien-Aus bricht Brad Wright sein Schweigen und Fans gehen auf die Barrikaden.
Das Streaming-Wettrüsten kühlt ab und ausgerechnet die ganz großen Sci-Fi-Flaggschiffe drosseln ihre Warpantriebe. Nach dem Ende von „Star Trek: Picard” und dem baldigen Auslauf weiterer Spin-offs baut Paramount sein einst übermächtiges TV-Imperium massiv ab. Für Sci-Fi-Fans ist das ein harter Schlag, denn echtes Space-Abenteuer-Feeling ist rar gesät. Genau hier hätte Amazon MGM Studios mit dem perfekten Timing zuschlagen können.
Es war ein gewaltiges Comeback angekündigt: Eine brandneue Stargate-Serie sollte das Sci-Fi-Vakuum füllen, das Star Trek aktuell hinterlässt. Beide Franchises dominierten die 90er Jahre und bewiesen, wie grandios sie auf dem Bildschirm funktionieren. Doch statt eines kühnen neuen Kapitels serviert uns Amazon nun den absoluten Stillstand. Die weit fortgeschrittene Vorproduktion wurde eiskalt gestoppt.
Die Vision lebt weiter – zumindest in den Herzen der Macher
Die Ironie an der Sache? Das gestoppte Projekt von Showrunner Martin Gero hatte exakt das Potenzial, aus den Fehlern der aktuellen Trek-Serien zu lernen. Laut Consulting Producer Joe Mallozzi bot das Konzept einen perfekten Einstieg für Neulinge, ohne den bestehenden Kanon zu verraten. Dass diese Vision großartig war, bestätigt nun auch Franchise-Legende Brad Wright, der Schöpfer des Originals, der ebenfalls als Berater an Bord war.
In einem emotionalen Tweet brach Wright sein Schweigen über das plötzliche Serien-Aus:
Martin und sein Team haben eine fantastische Arbeit geleistet und ich würde mir wünschen, dass die Welt diese gesehen hätte. Ich wünschte mir, auch ich hätte sie gesehen.
Warum zog Amazon also den Stecker? Die bittere Wahrheit lautet: Das Konzept war den Verantwortlichen offenbar zu treu. Die Sorge ging um, man würde sich ausschließlich an die eingefleischte Community richten und kein breites Publikum außerhalb der Fankreise abholen können. Eine Entscheidung, die den Fans wie ein Schlag ins Gesicht vorkommt.
Fans geben nicht kampflos auf
Wenn Du glaubst, dass die Stargate-Community das einfach so hinnimmt, hast Du die Rechnung ohne die Fans gemacht. Weltweit kocht die Wut, und besonders die französische Fangemeinde geht jetzt massiv auf die Barrikaden. Sie haben eine großangelegte Petition gestartet, die klare Worte an die Amazon MGM Studios richtet.
In ihrem feurigen Aufruf nehmen die Fans kein Blatt vor den Mund:
Indem man die Schöpfer ausschließt, die den Lore von SG-1, Atlantis und Universe erschaffen haben, riskiert Amazon, Stargate in ein seelenloses Produkt zu verwandeln, das niemand sehen will.
Gleichzeitig formiert sich eine zweite Petition, die fordert, die Stargate-Lizenzen an das ursprüngliche Kreativteam zurückzugeben – ein mutiger, wenn auch angesichts der strengen Rechtekontrolle von MGM extrem unwahrscheinlicher Schritt. Dennoch: Fan-Proteste haben in der Vergangenheit schon Wunder bewirkt. Wenn Du die Rettung unterstützen willst, kannst Du Dich den Kampagnen anschließen. Denke aber unbedingt daran, Deine Unterschrift per Mail zu verifizieren, damit Deine Stimme im Kampf um das Gate auch wirklich zählt!
- https://www.change.org/p/save-stargate-open-the-iris-amazon-mgm-or-let-another-team-dial-the-address
- https://www.change.org/p/save-the-new-stargate-series-let-martin-gero-build-the-future-of-the-franchise